Zugausfälle und Verspätungen: Bahnpendler Richtung Cuxhaven brauchen starke Nerven
Ein gewöhnlicher Montagmorgen entwickelt sich für Pendler auf der Strecke nach Cuxhaven zum Geduldsspiel. Verspätungen und Zugausfälle fordern starke Nerven und bremsen Berufstätige lange aus.
Bahnpendler müssen zuweilen ein starkes Nervenkostüm haben. Montag (12. Januar 2026) war so ein Tag, der erhebliche Verzögerungen bei Start Unterelbe auf der Strecke nach Cuxhaven mit sich brachte und zu Zugausfällen führte.
Ein Otterndorfer (Name ist der Redaktion bekannt) beschreibt die Situation so: Er wollte - wie jeden Werktag - um 7.37 Uhr den Zug nach Otterndorf nehmen. Doch die Bahn kam nicht, und es gab bezüglich der Verspätung am Bahnhof weder entsprechende Anzeigen noch Ansagen. Also rief der Otterndorfer in Cuxhaven bei Start Unterelbe an. Die Dame sei sehr freundlich gewesen, konnte ihm aber keine Auskunft geben. Der Pendler harrte aus. Und der Zug traf tatsächlich noch ein - 25 Minuten verspätet. Nachdem er weitere zehn Minuten am Bahnhof stand, setzte er sich schließlich in Bewegung, um wenige hundert Meter knapp hinter dem ersten Bahnübergang wieder kurz anhalten musste.
Ausdrücklich lobte der Pendler das Zugpersonal und die Kommunikation. Es sei erklärt worden, dass es wegen einer herausgesprungenen Sicherung zum Abbremsen kam. Anschließend setzte sich der Zug wieder in Bewegung, allerdings mit stark verminderter Geschwindigkeit in gemächlichem Tempo. Der Lokführer habe dadurch aus Sicherheitsgründen verhindern wollen, dass der Zug bei voller Geschwindigkeit wegen des Defekts unverhofft plötzlich abbremst. Zum erneuten Stillstand kam es in Höhe des Klärwerks Cuxhaven. Quasi schon in Sichtweite des Bahnhofs mussten die Fahrgäste dort anderthalb Stunden ausharren und der Zug blockierte die Strecke. Glücklicherweise ging die Heizung und das Personal war zwar sichtlich genervt, aber nett zu den Passagieren. Als Ersatzfahrzeug schleppte schließlich eine Güterzuglok die Bahn in den Bahnhof. Dieser Vorfall hatte Auswirkungen auf den gesamten Betrieb auf der Strecke und führte zu Zugausfällen.
Ansprüche können eingereicht werden
Die Pressestelle von Start Unterelbe teilt am Dienstag zu den Zugausfällen auf Nachfrage von cnv-medien.de mit, dass es wegen einer Fahrzeugstörung zu mehreren Ausfällen gekommen sei: "Ein Ersatzverkehr mit Bussen wurde umgehend eingerichtet." Weiterhin teilte die Pressestelle mit: "Der Ablauf entstand durch die Fahrzeugstörung an der Lok. Die Fahrgäste wurden durch unser Personal betreut und die Energieversorgung war sichergestellt, es bestand zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für die Fahrgäste. Eine Lok zum Abschleppen wurde umgehend bestellt." Die Sicherheit von Fahrgästen und Mitarbeitenden habe bei der DB und Start GmbH immer höchste Priorität. Sämtliche Abläufe und daraus abgeleitete Handlungen bei Störungen seien klar geregelt und erfolgten nach definierten Prozessen. Die DB InfraGO und Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) arbeiteten in Situationen, die die Weiterfahrt von Zügen verhindern, Hand in Hand.
Bei Verspätungen und Zugausfällen könnten betroffene Personen ihre Fahrgastrechte geltend machen. Entsprechende Ansprüche sollten über das Fahrgastrechteformular eingereicht werden.