Beliebtester Radfernweg Deutschlands: Elberadweg bis Cuxhaven erobert Spitzenplatz
Der Elberadweg ist Deutschlands beliebtester Radfernweg und lockt Radfahrer mit beeindruckender Natur und reicher Kultur. Immer mehr Radtouristen entdecken die faszinierende Route von Tschechien bis zur Nordsee und erleben ihre Vielfalt.
Von der Quelle im Riesengebirge in Tschechien bis zur Mündung in die Nordsee bei Cuxhaven: Der 1300 Kilometer lange Elberadweg erschließt entlang der Strecke eine Vielzahl unterschiedlicher Landschaften, Städte und Dörfer. Seit gut 30 Jahren gibt es den Radfernweg, der in entsprechenden Ranglisten immer wieder vorne rangiert.
Das hat jetzt auch der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) bestätigt. Der Elberadweg ist der meistbefahrene und beliebteste Radfernweg Deutschlands. Das geht aus der repräsentativen Online-Befragung "ADFC-Radreiseanalyse 2025", die der ADFC auf der ITB Berlin vorgestellt hat, hervor. Damit ist die Fernstrecke nach fünf Jahren auf Platz zwei wieder an der Spitze. Etwa 17.300 Internetnutzer hatten sich an der Befragung beteiligt.
Weser-Radweg rangiert auf Platz zwei
Der Elberadweg hat damit den Weser-Radweg in der Rangliste abgelöst und auf Platz zwei verdrängt. Und auch der Weser-Radweg, der jahrelang als beliebtester Radfernweg galt, endet auf seiner Hauptroute in Cuxhaven und trifft dort, an der Kugelbake, auf sein Pendant. Dieser Flussradweg führt von Hann. Münden auf 520 Kilometer Länge in Richtung Wesermündung.
Charakteristisch ist beim Elberadweg der häufige Wechsel von Natur und Kultur, Idylle und Urbanität. Die Nationalparks Wattenmeer, Riesengebirge, Sächsische und Böhmische Schweiz sowie das UNESCO-Biosphärenreservat Mittelelbe und die riesigen Obstplantagen im Alten Land liegen an der Route, aber auch Metropolen wie Hamburg, Dresden und Magdeburg sowie die Stadtschönheiten Lauenburg, Hitzacker, Dessau-Roßlau, Lutherstadt Wittenberg, Torgau, Meißen und Pirna. Ein Abstecher entlang der Moldau führt sogar bis nach Prag. Etwa 460 Kilometer des Elberadwegs verlaufen auf tschechischem Boden.

"Nationaler Leuchtturm im Radtourismus"
"Der Elberadweg ist nicht nur sehr abwechslungsreich, sondern auch besonders einsteiger- und familienfreundlich - und er bietet eine komfortable touristische Infrastruktur", sagt Heike Grunow von der Koordinierungsstelle Elberadweg Süd, die beim Tourismusverband Sächsische Schweiz in Pirna angesiedelt ist. "Die engagierten Partner entlang des Weges, die Vielzahl an radfreundlichen Gastgebern, die Städte und Gemeinden, Tourismusverbände und alle weiteren Mitstreiter machen den Elberadweg zu einem nationalen Leuchtturm im Radtourismus", so Grunow.
Handbuch wird jährlich neu aufgelegt
Vier Koordinierungsstellen entlang des Elberadwegs sichern die Erlebnisqualität. Hier werden Informationen gebündelt, Auskünfte erteilt, Probleme gelöst, Vorhaben angestoßen und kontinuierlich fahrradfreundliche Gastgeber zertifiziert. Ein Gemeinschaftsprojekt ist die jährliche Neuauflage des Elberadweg-Handbuchs, der offiziellen Broschüre zur Strecke. Sie wird kostenfrei in zwei Sprachen herausgegeben.
Die Top Ten der deutschen Radfernwege
Hinter dem Elberadweg zeigt sich ein starkes Feld etablierter Routen. Neben dem Weser-Radweg und dem Ostseeküstenradweg komplettieren der Rheinradweg und der Bodensee-Königssee Radweg die Top 5 der beliebtesten Wege. Ebenfalls unter den zehn meistbefahrenen Strecken finden sich der Main-Radweg, der Donauradweg, der Mosel-Radweg, der Ems-Radweg sowie - als Neueinsteiger - der Fünf-Flüsse-Radweg. Er verbindet die Flüsse Donau, Altmühl, Pegnitz, Vils und Naab zwischen Nürnberg und Regensburg.
Die Radreiseanalyse des ADFC basiert auf Befragungen von Radtouristen, die für mehr als drei Übernachtungen unterwegs waren. Weitere Informationen zum Elberadweg, zu fahrradfreundlichen Unterkünften, Gaststätten, Buchungsmöglichkeiten und Sehenswürdigkeiten gibt es auf der Webseite elberadweg.de. (ur/red)