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Die Planung für eine neue Gorch-Fock-Schule beschäftigte den Schulausschuss in der vergangenen Legislaturperiode maßgeblich. Gebaut werden soll - angrenzend an den früheren Standort - auf dem ehemaligen  Exerzierplatz und dem Grundstück der Hermann-Allmers-Halle. Foto: Reese-Winne
Die Planung für eine neue Gorch-Fock-Schule beschäftigte den Schulausschuss in der vergangenen Legislaturperiode maßgeblich. Gebaut werden soll - angrenzend an den früheren Standort - auf dem ehemaligen Exerzierplatz und dem Grundstück der Hermann-Allmers-Halle. Foto: Reese-Winne
Schulausschuss zieht Bilanz  

Cuxhaven: Eltern bei der Ganztagsbetreuung noch besser auf dem Laufenden halten

von Maren Reese-Winne | 11.10.2026 Zuletzt aktualisiert: 11.10.2026 15:02 Uhr

Ein dichtes Netzwerk an Hortgruppen bildet in der Stadt Cuxhaven die Grundlage für die Sicherstellung der Ganztagsbetreuung von Grundschulkindern. Ein System, das nicht vorschnell aufgegeben werden sollte, findet der Schulausschuss.  

Mit Beginn der Herbstferien traf sich der Schulausschuss der Stadt Cuxhaven zum letzten Mal in der alten Konstellation. Es sind die ersten Ferien, in denen der in diesem Jahr in Kraft getretene Rechtsanspruch für Erstklässler auf eine Ganztagsbetreuung von acht Stunden täglich (40 Wochenstunden) greift. 

Dieses sicherzustellen, ist Aufgabe des Landkreises Cuxhaven als Träger der Jugendhilfe. Viele Wege sind dafür denkbar, in der Stadt Cuxhaven bildet das über Jahre gewachsene Netz an Horten mit stadtweit 660 Plätzen eine wesentliche Stütze.

Die Horte gewährleisten die Betreuung und pädagogische Begleitung nachmittags an Schultagen und ganztags während der Ferienzeiten. Wichtig bleibt das auch ohne Rechtsanspruch für die höheren Klassenstufen. Erst  in den kommenden drei Jahren wird der Anspruch auf alle Grundschuljahrgänge ausgeweitet. Neben den Horten stellen im Stadtgebiet auch sieben Ganztagsschulen die Betreuung bis in den Nachmittag sicher.

Ferienbetreuung nicht in jeder einzelnen Schule

Unabhängig von einer Hortanmeldung haben Eltern künftig aber auch die Möglichkeit, für ihre Kinder nur eine Ferienbetreuung in Anspruch zu nehmen. Von 100 Plätzen seien im Stadtgebiet beim ersten Mal 25 nachgefragt worden, hieß es im Ausschuss. Eine überschaubare Zahl - zum einen sei das sicher auf das dichte Hortnetz zurückzuführen, zum anderen aber auch auf fehlende Elterninformationen zum Anmeldeverfahren, gab die Vertreterin des Stadtelternrats, Isabel Conde, zu bedenken. So sei vielen nicht klar gewesen, dass die Ferienbetreuung nicht an jeder einzelnen Schule, sondern stadtweit lediglich an zwei Standorten (Realschule und Döse) konzentriert stattfinde.  

Leitfaden für die Online-Buchung

Hürden in der Bedienung des Serviceportals beim Landkreis monierte auch Ulla Bergen (SPD): Wo Eltern mit dem Anmeldeverfahren nicht zurechtkämen, würden bestimmte Kinder von dem Angebot ausgeschlossen, warnte sie. Der Landkreis hat auf seiner Homepage ein Online-Buchungssystem eingerichtet und dazu eine Anleitung verfasst. Bezahlt wird direkt im Buchungsprozess mit Kreditkarte oder Bezahlsystemen.

Grundsätzlich ist die Ganztagsbetreuung keine Sache der Schulen, sondern eine Aufgabe der Jugendhilfe. Die Teilnahme am Ganztagsangebot in der Schulzeit ist kostenlos (Hortplätze müssen jedoch bezahlt werden). Für das Ferienprogramm wird ein Betrag von 35 Euro/reduziert 15 Euro (gegebenenfalls plus Mittagessen) erhoben. 

65 Prozent der Erstklässler in einem Ganztagsangebot

Dass Ganztagsbetreuung wichtig für Eltern ist, zeigt ein Blick auf die Zahlen: Von den 411 Kindern, die in diesem Jahr in der Stadt eingeschult worden sind, nehmen 110 am Ganztagsbetrieb teil und 157 haben einen Hortplatz. Insgesamt sind das rund 65 Prozent. Ein Grund mehr, die Horte nicht voreilig aufzugeben, so die Meinung im Ausschuss.

Zum 3. September 2026 zählten die elf Grundschulen der Stadt 1687 Schülerinnen und Schüler, davon 109 mit festgestelltem sonderpädagogischem Förderbedarf. Für 63 Kinder, die eigentlich schulpflichtig geworden wären, verschob sich der Schuleintritt auf das kommende Jahr. Möglich macht dies die Flexibilisierungsregel für zwischen dem 1. Juni und dem 1. Oktober eines jeden Jahres geborene Kinder.

Größte Grundschule in Franzenburg

Größte Grundschule ist die Franzenburger Schule mit 272 Schülerinnen und Schülern, die gleichzeitig auch die größte Anzahl an Einschulungen (68) registrierte. An Stelle zwei und drei folgen die Gorch-Fock-Schule (252) und die Abendrothschule (232). Die Erhebungen dienen der Stadt als Grundlage für Schulentwicklungs- und Bauplanung sowie gegebenenfalls für Eingriffe in den Zuschnitt der Schulbezirke. Dies ist zum Beispiel für die Gorch-Fock-Schule relevant, die innerhalb ihrer knappen Mauern keine Erweiterungsflächen mehr hat.

Die Schülerstärken an den anderen Grundschulen: Döser Schule (192), Süderwischschule (180), Sahlenburger Schule (122), Grodener Schule (117), Ritzebütteler Schule (117), Altenrucher Schule (99), Lüdingworther Schule (56), Manfred-Pelka-Schule (48).

Der aus dem Rat ausscheidende Vorsitzende Lars Birner (CDU) bedankte sich bei Ausschussmitgliedern und  Verwaltung für die konstruktive Diskussionskultur bei schweren Themen, allen voran der Planung für den Neubau der Gorch-Fock-Schule. An den nächsten Ausschuss (erste Sitzung voraussichtlich am 25. November) gab Lehrervertreterin Katja Arnold schon vorab einen Wunsch aus dem Kreis der Schulleitungen weiter: mehr Transparenz und Einbeziehung insbesondere vor finanziellen Entscheidungen. 

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Maren Reese-Winne

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Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

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