Auftakt für eine Winterwoche: Am Sonnabend hat es über dem Cuxland bereits kräftig geschneit. An der Kugelbake boten sich spektakuläre Bilder voller Kontraste. Foto: Reese-Winne
Auftakt für eine Winterwoche: Am Sonnabend hat es über dem Cuxland bereits kräftig geschneit. An der Kugelbake boten sich spektakuläre Bilder voller Kontraste. Foto: Reese-Winne
Was uns erwartet

Frostige Woche steht dem Raum Cuxhaven pünktlich zum Ferienende bevor: Die Prognose

von Maren Reese-Winne | 03.01.2026

Pünktlich zum Ende der Weihnachtsferien erwartet den Raum Cuxhaven frostiges Wetter. Wird das Cuxland zur Winterlandschaft oder bleibt es beim grauen Alltag? Die Prognose für die kommenden Tage.

Zum Eislaufen auf dem Finkenmoor, wie hier im Februar 2021, wird der kleine Frosteinbruch wahrscheinlich nicht reichen. Foto: Reese-Winne
Schon ein paar Jahre ist es her, dass eine durchgehende Frostperiode den Kindern das Schlittschuhlaufen (hier an der Eisbahn in Altenwalde) möglich gemacht hat. Archivfoto: Reese-Winne

Pünktlich zum Ende der Ferien ist für die Nordseeküste und Cuxhaven Winterwetter vorhergesagt, also genau dann, wenn die Zeit für Winterspaziergänge wieder knapp und morgens der Weg zur Arbeit zur Geduldsprobe wird.

Ein idyllisches Winterwunderland ist laut Wettervorhersage des Deutschen Wetterdienstes (DWD) eher nicht zu erwarten. Vielmehr wird graues und unfreundliches Wetter durch graues, unfreundliches UND kaltes Wetter abgelöst. Wobei sich die Temperaturen durch die Sturmböen am Neujahrstag 2026 (bis zu Windstärke neun in der Nacht zum Montag) auch bereits deutlich kühler anfühlten.

Schlittschuhfahren in der Natur wird möglicherweise nicht möglich sein. Aber die Hoffnung bleibt. Symbolfoto: Roland Weihrauch/dpa

Schauer, Graupel, Hagel

Frank Kahl, Pressesprecher des Deutschen Wetterdienstes und Cuxhaven-Kenner, hat für uns die aktuelle und kommende Wetterlage beleuchtet. "Schaurig" lautet seine Bewertung für den Jahreswechsel und das Wochenende. Das Cuxland bekam es in Form zahlreicher Schauer, oft begleitet durch Graupel und Hagel, zu spüren. Das setzt sich fort, kurzfristig kann es auch zu lokalen Gewitterereignissen kommen. In den vergangenen Tagen gab es kaum Momente ohne eine gültige Wetterwarnung des DWD für Gewitter, Glätte, Frost und Sturmböen.

Kalte Luft aus Südskandinavien

Wenn die kalte Luft aus dem Tiefdruckgebiet im Süden Skandinaviens über der Nordsee erwärmt werde, baue sich einiges an Energie auf, das sich dann in den heftigen Schauern äußere, so der Fachmann. Durch den starken Wind in Kombination mit sehr kalter Luft erhöhe sich die Chance auf Niederschläge in Form von Schnee oder Graupel.

Inzwischen sind diese in heftiger Form auch eingetreten, denn in der Nacht zu Sonnabend und auch im Laufe des Tages hat es im Cuxland kräftig geschneit (siehe dazu auch unsere Bildergalerie). Aktuell (Stand Sonnabend, 3. Januar, 18 Uhr) warnt der Deutsche Wetterdienst für den Kreis und die Stadt Cuxhaven vor Schneeverwehungen (gültig bis Sonntag, 4. Januar, 3 Uhr), schweren Sturmböen (gültig am Sonnabend, 3. Januar, von 18 bis 22 Uhr), Glätte, Frost und leichtem Schneefall (Sonnabend bis 20 Uhr).     

In der kommenden Woche erhöht sich die Chance auf Schnee im Cuxland. Foto: Koppe

Straßen können glatt werden

Das alles bis voraussichtlich Mitte des Wochenendes immer noch bei Tagestemperaturen im Plusbereich. Bei frostigen Nächten erhöht sich allerdings die Chance auf Bodenfrost und Straßenglätte. 

Ab Sonntag (4. Januar 2026) kündigt sich eine mehrere Tage andauernde Frostphase an, bei der die Temperaturen auch tagsüber unter der Null-Grad-Grenze bleiben. Bis zu fünf oder sechs Grad minus können laut der Wetterprognosen erreicht werden. Leichte Schneefälle sind möglich, in Küstennähe sieht der Meteorologe aber eine eher geringe Wahrscheinlichkeit auf eine geschlossene Schneedecke. "Insgesamt kein schönes Winterwetter", vermutet Frank Kahl. Immerhin dürfe sich neben reichlich Wolken gelegentlich auch mal die Sonne am Himmel zeigen. Von einer mehr als einige Tage andauernden Frostperiode ist allerdings derzeit nicht die Rede.

Auf den Moorwiesen in Döse entstand früher im Winter eine regelrechte Eishockeyanlage. Foto: Sammlung Wildfang

Nüchtern betrachtet: Winter im Winter

Nüchtern betrachtet handelt es sich um Winter im Winter, was bedeutet: Vorsicht auf den Straßen und vor Glatteis auf den Wegen, Obacht mit empfindlichen Pflanzen und Rücksicht auf Mitmenschen. Ob die Pracht für eine tragfähige Eisschicht auf den Gewässern reicht oder sogar der Verein "Wir für uns in Altenwalde" seine Eisbahn wieder errichten kann, steht noch in den Sternen. Über kurzfristige Schulausfälle im Fall von Extremwetterlagen informiert der Landkreis auf seiner Homepage.

Das waren noch andere Zeiten, als auf den Moorwiesen in Döse im Winter eine regelrechte Eishockeyanlage entstand. Foto: Sammlung Wildfang

Weit weg von den Wetterrekorden

Zum derzeitigen Zeitpunkt kündigt sich eine solche Wetterlage jedoch nicht an. Wetterextreme - das sind dann doch eher die Ereignisse wie bei der Schneekatastrophe 1978/79 oder der Januar-Kälterekord von minus 15,7 Grad am 4. Januar 1971 in Cuxhaven. Im weiter im Binnenland gelegenen Steinau wurden am 9. Januar 2003 sogar minus 19,1 Grad gemessen. Interessanterweise wurde im nicht allzu weit entfernten Nordholz nur wenige Tage später, am 17. Januar, mit plus 20,5 Grad die höchste Temperatur überhaupt in ganz Niedersachsen registriert.

Die Rekorde:

  • Im Januar 1963 zählte Cuxhaven ganze 24 Eistage (durchgehend unter 0 Grad).
  • Parallel dazu blieb die Schneedecke an jedem einzelnen Tag des Monats geschlossen.
  • Die niedrigste laut Wetterstatistik in Cuxhaven jemals gemessene Temperatur beträgt minus 18,2 Grad, gemessen am 24. Februar 1947.

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Maren Reese-Winne

Redakteurin
Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

reese-winne@no-spamcnv-medien.de

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