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Cornelia und Sven Wersien (M.) nahmen am Montag die Auszeichnung für das Cuxhavener Begegnungszentrum "Tante Emma" entgegen. Dass die im Lotsenviertel beheimatete Einrichtung zu den inshgesamt sechs Gewinnern des diesjährigen Landeswettbewerbs „Gemeinsam aktiv – Handel(n) vor Ort“ zählt, freute auch Moderator Ralf Drossner (l.), Cuxhavens Kurdirektor Olaf Raffel (2. v. r.) und den örtlichen Zentrenmanager Adrian Pietsch. Foto: Jörg Schiffke
Cornelia und Sven Wersien (M.) nahmen am Montag die Auszeichnung für das Cuxhavener Begegnungszentrum "Tante Emma" entgegen. Dass die im Lotsenviertel beheimatete Einrichtung zu den inshgesamt sechs Gewinnern des diesjährigen Landeswettbewerbs „Gemeinsam aktiv – Handel(n) vor Ort“ zählt, freute auch Moderator Ralf Drossner (l.), Cuxhavens Kurdirektor Olaf Raffel (2. v. r.) und den örtlichen Zentrenmanager Adrian Pietsch. Foto: Jörg Schiffke
Gemeinsam aktiv - Handel(n) vor Ort

Cuxhavener Begegnungszentrum "Tante Emma" bei Landeswettbewerb ausgezeichnet

von Kai Koppe | 03.11.2026

Für sein besonderes Konzept ist das Begegnungszentrum "Tante Emma" mit einem überregionalen Preis ausgezeichnet worden. Die Einrichtung im Cuxhavener Lotsenviertel gehört zu den Siegerprojekten des Wettbewerbs "Gemeinsam aktiv - Handel(n) vor Ort".

"Das war wirklich ein schöner Tag für uns. Die Veranstalter hatten sich unglaublich viel Mühe gegeben. Alles war sehr professionell organisiert, aber trotzdem herzlich und persönlich": Am Tag nach der Preisverleihung ist Sven Wersien, ehrenamtlicher Bereichsleiter beim "Tante Emma"-Träger Christliches Sozialwerk Cuxhaven, noch voll von den Eindrücken der Prämierungsveranstaltung.

Erst stöbern und dann bleiben

Im Plenarsaal der Industrie- und Handelskammer (IHK) Hannover waren am Montagabend insgesamt sechs Projekte ausgezeichnet worden. Die Gewinner eint, dass sie Angebote vorhalten, die der sozialen Belebung von Stadtvierteln dienen - und getreu dem diesjährigen Wettbewerbsmotto "Für alle Generationen" unterschiedliche Altersgruppen ansprechen. Bei "Tante Emma" im Lotsenviertel geschieht das seit dem Jahr 2020 - und zwar beinahe tagtäglich. "Bei uns treffen junge und ältere Menschen aufeinander, Menschen unterschiedlicher Herkunft und mit ganz verschiedenen Geschichten. Man kommt ins Gespräch, hilft sich gegenseitig oder hört einfach mal zu", erläutert Wersien und spricht in diesem Zusammenhang die unterschiedlichen Facetten an, die das Ladengeschäft im Alten Deichweg auf mehreren Etagen vereint.

Zunächst ist "Tante Emma" ein Kaufhaus: Secondhand-Artikel und Selbstgemachtes sorgen meist für den Erstkontakt. "Manche kommen zum Stöbern und bleiben auf einen Kaffee oder ein Gespräch. Andere entdecken dadurch erst unsere vielen sozialen Angebote. Bei uns geht es eben nicht nur ums Einkaufen, sondern vor allem um die Menschen", fasst der Bereichsleiter zusammen.

Mit diesem Aspekt konnte "Tante Emma" bei der Jury punkten: Ansätze, die vorsehen, Handelsräume nicht nur als Verkaufsfläche, sondern auch als Begegnungs- und sogar Bildungsstätten zu nutzen, hätten die beteiligten Wettbewerbspartner (Land, IHK und weitere) tatsächlich beeindruckt, heißt es in einer Presseerklärung aus dem Niedersächsischen Wirtschaftsministerium. Dessen Hausherr, Wirtschaftsminister Grant Hendrik Tonne, sprach im Rahmen der von CNV-Medien-Geschäftsführer Ralf Drossner moderierten Veranstaltung von der Bedeutung, Orte zu schaffen, "an denen sich Menschen willkommen fühlen, Barrieren abgebaut werden und Begegnungen möglich sind".

Anerkennung für das Ehrenamt

Die Anwesenheit des Ministers bei der in diesem Jahr zum neunten Mal durchgeführten Preisverleihung unterstreicht aus Wersien den Stellenwert der erhaltenen Ehrung. Natürlich habe man gewusst, mit "Tante Emma" etwas Nicht-Alltägliches geschaffen zu haben, und sei auch ein bisschen stolz auf das bislang Erreichte. Wie eine Jury das Projekt bewerten würde, habe man indes nicht absehen können. Die Freude über die mit 5.000 Euro dotierte Auszeichnung sei deswegen riesig gewesen. "Vor allem ist es ein Preis für unser gesamtes Team und die vielen Ehrenamtlichen."

Genau diese Freiwilligen sind es nun, denen nach ersten Überlegungen ein großer Teil des mit der Auszeichnung verbundenen Preisgelds zugutekommen soll. Die Ehrenamtlichen bei "Tante Emma" hätten in den vergangenen Jahren unglaublich viel geleistet und seien dabei selbst oft zu kurz gekommen. Nun wolle man ihnen etwas zurückgeben und zeigen, wie sehr man ihre Arbeit schätze. "Ob das ein gemeinsamer Ausflug oder ein anderes schönes Dankeschön wird, entscheiden wir noch", so Sven Wersien. "Verdient hätten sie es allemal!"

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Kai Koppe

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