Cuxhavener beteiligen sich am Weltrekord: "Und wenn ich die letzte selber stricke"
Cornelia Andres hat den Weltrekord im Sockenstricken in die Region geholt. Ein Jahr lang wird gestrickt, um insgesamt 36.000 Paar zusammenzubekommen. Es wird um Unterstützung gebeten - es geht nicht nur um den Weltrekord, sondern um den guten Zweck.
Vor drei Jahren ist durch Cornelia Andres ein Stricktreff bei "Tante Emma" in Cuxhaven entstanden. "Ich bin diejenige, die einfach strickverrückt ist", gibt sie lachend zu. Nun hat sie den Weltrekord im Sockenstricken in die Region geholt und sucht Mitstreiterinnen und Mitstreiter.
Beim Stricktreff strickt jeder normalerweise sein eigenes Projekt. "Wir helfen uns gegenseitig", erzählt Cornelia Andres. Ungefähr zehn Frauen und Männer treffen sich wöchentlich zum Stricken. Sie selbst nahm Anfang des Jahres an einer Flusskreuzfahrt zum Thema Stricken teil - dort lernte sie Susanne Oswald und Veronika Hug kennen. Die beiden Frauen sind die Initiatorinnen des aktuellen Weltrekords im Sockenstricken. Das Ziel: die längste Sockenleine der Welt mit 36.000 Paar selbstgestrickter Socken. Entstanden sei die Idee durch eine Wette zwischen der Autorin Susanne Oswald und ihrer Verlegerin, berichtet Andres. Erst wollte sie sich nicht an dem Projekt beteiligen, dann hat sie Ende April aber gesehen, dass es keine Annahmestelle in der Region gibt. "Da bin ich wach geworden."
Guter Zweck steht im Vordergrund
Gemeinsam mit Gemeinwesenarbeiter Sven Mangels hat sich Cornelia Andres um die Anmeldung des Tante-Emma-Ladens als Sammelstelle gekümmert. Bis sie auf der Karte der offiziellen Annahmestellen erscheinen, dauert es vermutlich noch ein paar Tage. Socken können aber bereits bei ihnen abgegeben werden, betont Mangels. Deutschlandweit gibt es zwischen 350 und 400 Sammelstellen für die Socken, die bis Ende März 2027 gesammelt werden. Angestrickt wurde Ende März 2026 auf dem Schweizer Garnfestival - Anfang April 2027 soll der Weltrekord dann auf eben diesem Festival aufgestellt werden. "Ich bin fest überzeugt, dass die das schaffen, auch wenn es zweitrangig ist", sagt Andres. Die gesammelten Socken kommen am Ende einem guten Zweck zugute: Sie sollen an Kältebusse und Obdachlosenhilfen verteilt werden. Welche Organisationen beteiligt werden, kann mitbestimmt werden. "Wir wollen mit der Stadt in Kontakt treten, damit das, was wir tun, auch in der Region bleibt", betont Mangels.
Unterstützung wird gesucht
Beim Stricktreff wird sicherlich das ein oder andere Paar Socken zusammen gekommen. Aber alleine schaffen sie es nicht: "Wir wünschen uns Mitstrickerinnen und Mitstricker", schildert Cornelia Andres. Egal ob ein Paar oder mehr - "Ich freue mich über alles, was kommt", betont sie. Abgeben kann man die Socken im Stadtteilbüro Cuxhaven oder im Tante-Emma-Laden zu den jeweiligen Öffnungszeiten. Wichtig ist, dass die Socken selbstgestrickt sind und mindestens Größe 40 haben. Außerdem müssen die Socken aus Sockenwolle sein und eine Schafthöhe von mindestens 15 Zentimetern haben. Wer sich beteiligen möchte, aber lieber in Gemeinschaft strickt oder Hilfe benötigt, kann sich gerne dem Stricktreff anschließen, so Andres.
Auf ein persönliches Ziel für die Region konnten sich Andres und Mangels auch einigen: 111 Paar. "Und wenn ich die letzte Socke selber stricke", sagt Mangels lachend.
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