Cuxhavener Schülerinnen waren mit dabei: Deutschland und Polen Seite an Seite
Für eine kleine Gruppe von Zwölftklässlerinnen des Lichtenberg-Gymnasiums und die Lehrkräfte Anke Seifert und Frank Hohmeister ging es kürzlich mit dem Zug Richtung Brandenburg, wo sie sich mit Jugendlchen ihrer Parterschule in Jaslo trafen.
Die polnischen Jugendlichen kamen gemeinsam mit ihren beiden Lehrerinnen von der Partnerschule aus Jaslo, mit der seit drei Jahren erfolgreiche Austauschprogramme durchgeführt werden. So entstand die Idee, gemeinsam mit dem deutsch-polnischen Jugendwerk einen Kulturaustausch im Jugendbildungszentrum Blossin auf die Beine zu bringen.
Bereits am ersten Abend wurde mithilfe von verschiedenen Willkommensspielen Brücken zwischen den beiden Kulturen gebaut. Sprachspiele und Sportaktivitäten erzeugten Gemeinschaftsgefühl. Zum Austausch gehörten aber auch Workshops im Bereich der Berufsorientierung. Bei der Verständigung halfen Dolmetscherin Magdalena und Sprachtrainer David. Die beiden übersetzten immer fleißig die Aufgaben, aber nach einiger Zeit bemühten sich die Schülerinnen, auch selbstständig miteinander zu kommunizieren.
Gegenseitig ihre Nationen vorgestellt
Um beide Kulturen in ihrer Fülle besser zu verstehen, wurden jeweils ein typischer Abend angeboten. Beim polnischen Abend kamen die deutschen Schülerinnen beim Aneinanderreihen der Konsonanten im Polnischen ganz schön ins Schwitzen. Ähnliche Gefühle hatten einen Abend später dann auch die polnischen Teilnehmrinnen und Teilnehmer. Begeistert waren die polnischen Jugendlichen von der deutschen Musikvielfalt.
Auch das Essen verbindet Kulturen. So setzten sich die Jugendlichen mit der Zukunft unserer Ernährung auseinander. Verschiedene Ernährungsformen wurden vorgestellt und auch kritisch diskutiert. Die Idee, mit Jugendlichen aus einem anderen Land eine gemeinsame Präsentation auf Englisch vorzubereiten und vor allen vorzustellen, stieß zu Beginn auf ein wenig Unsicherheit. Am Ende waren aber alle Jugendlichen von sich selbst überrascht und sehr stolz, wie gut die Vorträge funktioniert hatten.
Mit der fast schon zu erwartenden Verspätung der Deutschen Bahn auf Hin- und Rückweg war der Ausflug nach Berlin verbunden. Das Futurium (Museum der Zukünfte) zeigte in einer bunten Ausstellung an verschiedene Stationen, wie unsere Zukunft aussehen kann. Nach einer kleinen Stadtführung durch Berlin und die Geschichte Deutschlands durften die Jugendlichen noch gemeinsam shoppen gehen.
Mut zusammengenommen und Talent gezeigt
Tag darauf sollten Talente auf die Bühne gebracht werden. Zu Beginn wurde noch stark über die angeblich überhaupt nicht vorhandenen Talente diskutiert, bevor sich doch eine Vielzahl von Workshops bildete. Unter dem Motto "Musik und Kunst verbindet" wurde unter anderem gemeinsam gerappt. Sprachtrainer David verriert den Jugendlichen dafür Tipps und Tricks. Gemeinsam komponierten die Jugendlichen dann noch einen Song über die hier verbrachte Zeit. Ein Volleyball und ein Disco-Abend komplettierten das Treffen. Nach dem Abschiednehmen fuhr auch ein Rucksack an vielfältigen Eindrücken mit nach Hause. (red)