Ina Tiedemann ist im Vorstand vom Caritasverband für Bremen-Nord, Bremerhaven und die Landkreise Cuxhaven und Osterholz. Foto: Werder
Ina Tiedemann ist im Vorstand vom Caritasverband für Bremen-Nord, Bremerhaven und die Landkreise Cuxhaven und Osterholz. Foto: Werder
Etwas bewirken 

Cuxhavenerin im Vorstand der Caritas: "Ansprechbar, zuverlässig, pragmatisch"

von Märthe Werder | 13.06.2026

Ina Tiedemann ist seit anderthalb Jahren im Vorstand des Caritasverbands für Bremen-Nord, Bremerhaven und die Landkreise Cuxhaven und Osterholz. Der gebürtigen Cuxhavenerin ist es wichtig, Dinge zu verändern und nicht nur zu beobachten. 

Seit anderthalb Jahren ist Ina Tiedemann Teil des Vorstandes des Caritasverbands für Bremen-Nord, Bremerhaven und die Landkreise Cuxhaven und Osterholz. Die gebürtige Cuxhavenerin wohnt inzwischen in Bremen, ist aber auch immer wieder gerne in ihrer Heimat. "Ich bin einfach Norddeutsche."

Nach dem Studium der Sozialwissenschaften wollte die heute 42-Jährige eigentlich eine wissenschaftliche Laufbahn anstreben und hat an der Uni gearbeitet. "Dort habe ich dann gemerkt, dass mir das doch ein bisschen zu theoretisch ist und dass ich lieber in die soziale Arbeit möchte", schildert sie. Ihr Ziel war es, Dinge zu verändern und nicht nur zu beobachten. Seit 2018 ist sie für die Caritas tätig: Tiedemann leitete das Caritaszentrum in Cuxhaven und arbeitete einige Jahre bei der Caritas in Berlin. "Ich bin dann zurückgekommen, als ich die Chance hatte, hier im Verband Vorständin zu werden." Dabei spielte auch die Nähe zur Familie eine Rolle.

Möglichkeit, mehr zu bewirken

Im Vorstand kümmert sie sich unter anderem um die Themen Personal, Finanzen und die generelle Organisation. Die Arbeit in der Beratung fehlt ihr schon ein wenig. "Aber ich merke, man kann auf einer anderen Ebene noch mal mehr bewirken. Veränderungen, die ich auf Verbandsebene mache, haben längerfristige und größere Auswirkungen", sagt die Vorständin. Sie sei jedoch regelmäßig in den Einrichtungen vor Ort, um mehr mitzubekommen. "Sonst weiß man ja gar nicht mehr, wofür man es macht."

Die Caritas ist der Wohlfahrtsverband der katholischen Kirche - die Werte sollen demnach im Verband verankert sein. Wer dort arbeitet, muss jedoch nicht in der katholischen Kirche sein. Ganz im Gegenteil: Das Team sei sehr vielfältig, erzählt Tiedemann. "Ich finde es total gut und wichtig, dass wir ein sehr diverses Team haben, weil auch unsere Kunden aus allen Kulturen, Religionen und von unterschiedlichem Alter und Herkunft sind."

Zum Ausgleich macht Tiedemann gerne Sport: "Ich mache Kraftsport und ich gehe laufen." Das helfe ihr, den Kopf freizubekommen und das Sitzen im Büro auszugleichen. "Ansonsten suche ich gerne Pilze." Hätte die 42-Jährige mehr Zeit, würde sie sich gerne wieder einen Hund holen. "Im Moment arbeite ich zu viel, da könnte ich dem Tier gar nicht gerecht werden." Auch ein Buch hatte sie lange nicht mehr in der Hand. Für die gebürtige Cuxhavenerin ist das jedoch nicht schlimm: "Die Arbeit ist sehr abwechslungsreich und kreativ. Ich verstehe sie in dem Sinne auch nicht als Arbeit, sondern es gehört irgendwie so zu meinem Leben dazu."

Ansprechbar, zuverlässig, pragmatisch, unkonventionell

Mit ihr im Vorstand ist eine weitere Frau. "Bei uns im Verband arbeiten größtenteils nur Frauen. Darum ist es irgendwie auch folgerichtig, dass es auch Frauen sind, die die Verantwortung am Ende übernehmen." Wer eine Führungsposition anstrebt, sollte ihrer Meinung nach fleißig sein, sich fortbilden und Verantwortung übernehmen. "Auch wenn es mal schwer ist", betont die Vorständin. Wenn sie sich selbst in wenigen Worten beschreiben müsste, wären das: "Ansprechbar, zuverlässig, aber auch pragmatisch. Ich kann aber auch unkonventionell, wenn nötig."

Die Caritas steht für Hilfe an Menschen, die es gerade brauchen, schildert sie. "Aber auch für dieses Thema gesellschaftlicher Zusammenhalt." Die Arbeit im Verband liegt Ina Tiedemann am Herzen. "Ich glaube, eine Gesellschaft ist nur gut, wenn es den meisten Leuten gut geht."

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