Bauarbeiter formen das Deichfenster: An der Konrad-Adenauer-Allee in Cuxhaven entsteht ein neues maritimes Highlight, das bald einen einzigartigen Blick auf den Hafen bieten wird. Foto: Potschka
Bauarbeiter formen das Deichfenster: An der Konrad-Adenauer-Allee in Cuxhaven entsteht ein neues maritimes Highlight, das bald einen einzigartigen Blick auf den Hafen bieten wird. Foto: Potschka
Neuer Blick auf maritime Zukunft

Neues Deichfenster für Cuxhaven: Der Stand beim Herzstück des Deichband-Großprojektes

von Jens Potschka | 12.06.2026

Entlang der Konrad-Adenauer-Allee in Cuxhaven entsteht ein faszinierendes Bauprojekt: das Deichfenster, Herzstück des Großprojekts Deichband, das weiter Gestalt annimmt. Aktuelle Bilder geben Ausschluss darüber, wie das Deichfenster aussehen wird.

Der Deich verändert sein Gesicht: An der Konrad-Adenauer-Allee sind die Betonrahmen für das künftige Fenster weitgehend gesetzt, und der Blick aufs Wasser rückt täglich ein Stück näher. Die Bauarbeiter der Firmen Steffens und Machulez arbeiten zügig und konzentriert, während der Verkehr an der Absperrung vorbeizieht, Radfahrer abbremsen und Fußgänger stehen bleiben, um einen Blick auf das zu werfen, was da aus dem Deich wächst.

Die Betonrahmen sind gesetzt, und das Herzstück des Projekts nimmt Form an, während das maritime Panorama bald für alle sichtbar wird. Foto: Potschka

Und tatsächlich nimmt das Herzstück des Großprojekts Deichband langsam und unübersehbar Form an: Das Deichfenster mit seiner geschwungenen Rahmung aus hellem Beton entwickelt eine eigene Dynamik, die Sichtachse auf den Ritzebüttler Schleusenpriel zeichnet sich bereits ab.

An der Konrad-Adenauer-Allee in Cuxhaven nimmt das Deichfenster Gestalt an und verspricht eine neue Perspektive auf die maritime Szenerie. Foto: Potschka

In einigen Wochen wird man von der Straßenseite aus auf das Hafenbecken blicken, dahinter auf die City Marina Cuxhaven und, in der Ferne, auf den markanten Kubus aus Glas und Stahl des Maritimen Sicherheitszentrums.

Entlang der Konrad-Adenauer-Allee in Cuxhaven wachsen die Betonrahmen für das neue maritime Highlight, das bald einen einzigartigen Blick auf die Hafenlandschaft bieten wird. Foto: Potschka

Fundamente für die Glaselemente kommen

Projektleiter Marco Lammers von der städtischen Bauverwaltung ist angetan, wenn auch noch weitere Etappen vor ihm liegen. "Es läuft wunderbar. Natürlich gibt es vereinzelt Probleme, aber insgesamt bin ich sehr zufrieden", sagt er beim Rundgang mit cnv-medien.de über die Großbaustelle. Die Fundamente für die gläsernen Elemente sind gesetzt. Der Bereich wird dafür ausgekoffert, die Glaselemente selbst folgen dann in einem nächsten Schritt. Auch eine kleine Stufenanlage ist vorgesehen, auf die man sich setzen und den Blick genießen kann. Lammers schätzt gegenüber der CN/NEZ-Redaktion, dass dieser Bereich Mitte bis Ende Juli 2026 fertig sein könnte.

Ein Ausblick, der sich lohnen wird: Durch die von Betonteilen gerahmte Öffnung im Deich wird man künftig direkt auf das Hafenbecken und die City Marina sehen können. Foto: Potschka

Deich bekommt Mutterboden und Erosionsschutz

Parallel dazu schreitet die Fertigstellung des Deichkörpers voran. Auf den bereits wiederhergestellten Grundstock kommen noch rund dreißig Zentimeter Mutterboden, darüber Erosionsschutzmatten, die das Material bei Starkregen am Abrutschen hindern.

Im Hintergrund ist der frisch aufgeschüttete Deichkörper zu sehen. Foto: Potschka

Begrünt wird der Deich allerdings erst im Herbst. Der Hochsommer wäre zu riskant: Frisch gekeimte Saat würde bei Trockenheit absterben. Sobald alles angewachsen ist, wird der Deichkörper wieder grün sein. Auch neue Bäume sind geplant. Sie sollen den gesamten Bereich aufwerten, den Lammers schlicht als "richtig schön" ankündigt.

Entlang der Konrad-Adenauer-Allee in Cuxhaven nimmt das innovative Deichfenster Gestalt an. Im Hintergrund ist der Deichkörper mit frisch aufgetragenem Mutterboden zu sehen. Foto: Potschka

Kreuzung am Amtsgericht fast fertig

An der zentralen Kreuzung Deichstraße/Konrad-Adenauer-Allee, wo Amtsgericht und NPorts-Gebäude die Szenerie flankieren, geht es ebenfalls zügig voran. Der neue Asphalt vor dem Amtsgericht ist aufgebracht, noch in diesen Tagen wird die Fahrbahnmarkierung aufgetragen. Sie soll Radfahrern eine klar erkennbare Aufstellfläche geben, von der aus sie in einem Zug und sicher die Kreuzung überqueren können.

An der zentralen Kreuzung Deichstraße/Konrad-Adenauer-Allee, flankiert vom Amtsgericht, nähern sich die Arbeiten dem Abschluss. Frisch verlegte Rad- und Gehwege sowie Asphaltflächen und neue Fahrradmarkierungen prägen das Bild. Foto: Potschka

Auch hier unterstützt seit Kurzem die Cuxhavener Firma Machules die Arbeiten am Bürgersteig und am Fahrradweg im Bereich der Konrad-Adenauer-Allee. Wer genau hinschaut, bemerkt eine deutliche Veränderung: Die alte Erhöhung, die dort parallel zur Straße verlief, ist vollständig verschwunden. Es wurde erheblich Material bewegt.

Jetzt ist der Bürgersteig vor dem Amtsgericht Cuxhaven an der Reihe. Das historische, dunkelrot-braune Pflaster wurde aufgenommen. Die im Boden befindliche Beleuchtungsanlage für das Gerichtsgebäude soll erhalten werden. In den kommenden Tagen wird dann das neue Gehwegpflaster verlegt. Foto: Potschka

Fernwärme, Ampeln und ein neuer Zaun

Im Hintergrund laufen weitere Maßnahmen, die das Gesamtbild vervollständigen. Die Fernwärmeleitung wird künftig bis Slippen verlängert, sobald die Straße Am Schleusenpriel fertiggestellt ist. Die neue Ampelanlage erhält ihre Steuerkabel und bekommt zeitnah ihre endgültigen Leuchten.

Der viel frequentierte Kreuzungsbereich an der Deichstraße/Ecke Konrad-Adenauer-Allee ist bereits fertig asphaltiert. Foto: Potschka

Den alten grünen Zaun in Höhe des Deiches an der Konrad-Adenauer-Allee ersetzt in Kürze eine anthrazitfarbene Anlage in einheitlicher Höhe, die bis zu den Glaselementen des Deichfensters reicht. "Das sieht dann schöner aus", sagt Lammers, der für diese Lösung sogar die Zustimmung des Boden- und Wasserverbands eingeholt hat. Das Wetter spielte den Bauarbeitern bislang überwiegend mit: Auch bei stärkerem Regen wurde weitergearbeitet, größere Ausfälle blieben aus.

Entlang der Konrad-Adenauer-Allee werden der neue Rad- und Gehweg gepflastert. Foto: Potschka

Bis Ende 2026 muss alles stehen

Der Zeitplan ist sportlich, aber machbar. Für den Abschnitt zwischen Amtsgericht und Mittelstraße rechnet Lammers mit der Freigabe Mitte August. Danach folgen weitere Abschnitte in festgelegter Reihenfolge, jeweils so geplant, dass Anwohner und Geschäfte möglichst kurze Sperrphasen hinnehmen müssen. 

Ein Bauarbeiter konzentriert sich auf präzise Schnitte, während das Deichfenster in Cuxhaven Form annimmt. Foto: Potschka

Die barrierefreie Rampe am Beginn des Deichkörpers wird nicht vor den Sommerferien fertig, der Zugang zu Fuß über die Treppenanlage hingegen schon. Das Gesamtprojekt Deichband wird die Cuxhavener Innenstadt noch bis Ende 2026, möglicherweise bis Anfang 2027, begleiten. Eine Frist, die im Hintergrund läuft. Und eine Stadt, die langsam erkennt, was entsteht.

Der Deichkörper an der Konrad-Adenauer-Allee ist bereits mit Mutterboden abgedeckt. Im Herbst folgt die Begrünung, im Frühjahr 2027 soll hier wieder Gras wachsen. Bis dahin schützen Erosionsmatten den frischen Untergrund vor Abschwemmung. Foto: Potschka

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Jens Potschka

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Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

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