Die „Hamburg Express“ mit ihrer Länge von knapp 400 Metern passierte die Kugelbake in Cuxhaven am Morgen des 5. November. Foto: Brettschneider
Die „Hamburg Express“ mit ihrer Länge von knapp 400 Metern passierte die Kugelbake in Cuxhaven am Morgen des 5. November. Foto: Brettschneider
Hapag-Lloyd-Flotte

Imposanter Anblick: Container-Riese "Hamburg Express" schiebt sich an Cuxhaven vorbei

von Bengta Brettschneider | 05.11.2024

Das größte Schiff unter deutscher Flagge, die "Hamburg Express" schob sich auf seinem Weg nach Antwerpen majestätisch an Cuxhaven vorbei. Das Containerschiff der innovativen Klasse ließ die Besucher des Strandes innehalten und das Handy zücken.

An dem recht frischen und leicht diesigen Novembermorgen schob sich die "Hamburg Express" mit ihrer beeindruckenden Länge von knapp 400 Metern, 60 Metern Breite und einem Tiefgang von 14,5 Metern an der Kugelbake vorbei. Ein Containerschiff dieser imposanten Größe ließ selbst die Besucher des Strandes innehalten und ihre Gesichter in den Wind halten, um ein Foto des Schiffes machen zu können. Die Tragfähigkeit von 24.000 Standardcontainern (TEU) und somit schätzungsweise 23.000 Tonnen Gewicht bei maximaler Beladung ist nicht weniger beeindruckend. Bei der Fahrt an Cuxhaven vorbei war das Schiff nicht voll beladen.

Senkung des CO₂-Ausstoßes durch Flüssiggas Antrieb

Das Besondere liegt aber vor allem in der Nachhaltigkeit des Schiffes. Zwölf Schiffe gehören zu der Serie der Hapag-Lloyd-Flotte, die auf den Ost-West-Routen zwischen Asien und Europa verkehren werden. Die Schiffe sind ausgestattet mit einer Dual-Fuel-Technologie und können mit LNG, also Flüssiggas, betrieben werden. Dadurch wird der CO2-Ausstoß um rund 15 bis 25 Prozent gesenkt. Wenn die "Hamburg Express" mit grünem Methan betrieben wird, entfallen nach Angaben der Reederei sogar 95 Prozent der Treibhausgase im Vergleich zu Schiffsdiesel. Eine weitere Neuerung ist ein optimierter Schiffsrumpf, ein hocheffizienter Propeller und ein Landstromanschluss.

Das Containerschiff der Hapag- Lloyd-Flotte wurde in Südkorea gebaut und befindet sich jetzt auf seiner Jungfernfahrt. Foto: Brettschneider

Von Hamburg nach Hongkong mit rund 18 Knoten

Das Schiff wurde auf der Hanwha Ocean Werft in Okpo (Südkorea) gebaut und wurde schließlich am Montag in Hamburg getauft. Taufpatin ist Eva-Maria Tschentscher, Ehefrau des Ersten Bürgermeisters von Hamburg Peter Tschentscher. Nach der feierlichen Taufe machte es sich am Dienstagmorgen auf nach Antwerpen. Dabei kann es eine Geschwindigkeit von 18,5 Knoten erreichen. Der weitere Weg wird das Containerschiff dann auf seiner Jungfernfahrt über Southampton nach Singapur und Hongkong führen. In rund sechs bis acht Wochen kann das Schiff auf seinem Rückweg nach Hamburg in Cuxhaven erneut bestaunt werden.

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Bengta Brettschneider

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