Im Anschluss an die Totenehrung in der Friedhofskapelle Brockeswalde gingen die Anwesenden zur Gedenkstätte, wo drei Kränze niedergelegt wurden und die Superintendentin Kerstin Tiemann ein Gebet sprach.
Im Anschluss an die Totenehrung in der Friedhofskapelle Brockeswalde gingen die Anwesenden zur Gedenkstätte, wo drei Kränze niedergelegt wurden und die Superintendentin Kerstin Tiemann ein Gebet sprach.
Volkstrauertag

Gedenken an Opfer von Krieg und Gewalt in Brockeswalde

von Jens Potschka | 17.11.2024

Der Volkstrauertag ist seit jeher ein Tag des Erinnerns und Mahnens. Am vergangenen Sonntagnachmittag versammelten sich zahlreiche Bürgerinnen und Bürger in der Friedhofskapelle Brockeswalde, um der Opfer von Krieg und Gewalt zu gedenken.

Die zentrale Gedenkfeier, an der Vertreter aus dem Rat der Stadt, von der Polizei, von Verbänden sowie von der Marine und der Kirche teilnahmen, wurde von der Musikschule Cuxhaven musikalisch begleitet und verlieh dem feierlichen Anlass einen würdigen Rahmen.

Angesichts der anhaltenden kriegerischen Auseinandersetzungen, insbesondere in der Ukraine und Israel, waren die Worte des Cuxhavens Oberbürgermeisters besonders aktuell. Uwe Santjer führte in seiner Rede die historischen Ereignisse des Jahres 1944 - den D-Day und den Warschauer Aufstand - an, die beispielhaft für Mut und Widerstand stünden, aber auch für die Tragik und Grausamkeit des Krieges. Beide Ereignisse seien Mahnmale für die Notwendigkeit, sich für Frieden und Freiheit einzusetzen.

Tiefen Respekt vor der Vergangenheit

Er verwies zudem auf die Wichtigkeit, die Vergangenheit nicht nur aus deutscher Perspektive zu betrachten, sondern auch die Erfahrungen und Erinnerungen anderer europäischer Partner anzuerkennen. "Frieden und Freiheit sind keine Selbstverständlichkeiten, sondern erfordern ständigen Einsatz", sagte Uwe Santjer und fügte hinzu: "Es ist wahr: Die deutsche Erinnerungskultur umfasst einen tiefen Respekt vor der Vergangenheit. Als Gesellschaft tragen wir die Verantwortung, die Wahrheit über unsere Geschichte zu erzählen und damit den Toten gerecht zu werden. Das gilt umso mehr, als die letzten noch lebenden Zeitzeugen immer älter werden. Noch sind sie Brücken zwischen Vergangenheit und Gegenwart, aber es liegt an uns, ihre Erinnerungen zu bewahren und weiterzugeben."

Musikalischer und spiritueller Rahmen

Die feierliche Zeremonie wurde durch Schüler der Musikschule Cuxhaven umrahmt, die mit einfühlsamen Stücken, darunter die Nationalhymne, für eine bewegende Atmosphäre sorgten. Nach der Rede des Oberbürgermeisters zitierte Kapitän zur See Holger Schmitt vom Marinefliegerkommando den Bundespräsidenten und hielt in der Kapelle die Totenehrung ab.

Im Anschluss legten die Anwesenden an der Gedenkstätte für die Opfer der Kriege auf dem Friedhof Brockeswalde drei Kränze nieder, begleitet von einem Gebet der Superintendentin Kerstin Tiemann, das die Bedeutung des friedlichen Miteinanders in ihren Worten unterstrich. Die Gedenkveranstaltung zum Volkstrauertag 2024 in Cuxhaven war ein eindringlicher Appell an alle Generationen, die Lehren der Vergangenheit zu bewahren und aktiv für Frieden, Freiheit und Demokratie einzustehen.

Volkstrauertag: Cuxhavens Oberbürgermeister Uwe Santjer bei der Kranzniederlegung an der Gedenkstätte auf dem Friedhof in Brockeswalde.
Volkstrauertag: Superintendentin Kerstin Tiemann sprach bei der Gedenkstätte in Brockeswalde ein Gebet.

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