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Ulrike Krüger-Degenkolbe hat ihren Erstlingsroman für Kinder und Jugendliche geschrieben: "Ole und das Geheimnis". Ohne belehrenden Ton verpackt sie die Geschichte in einen spannenden Kriminalfall. Foto: Reese-Winne
Ulrike Krüger-Degenkolbe hat ihren Erstlingsroman für Kinder und Jugendliche geschrieben: "Ole und das Geheimnis". Ohne belehrenden Ton verpackt sie die Geschichte in einen spannenden Kriminalfall. Foto: Reese-Winne
Voller Sensibilität

Kinder- und Jugendtherapeutin aus Cuxhaven veröffentlicht Jugendkrimi mit Tiefgang

von Maren Reese-Winne | 05.10.2026 Zuletzt aktualisiert: 05.10.2026 17:29 Uhr

Als Psychoanalytikerin hätte sie auch ein Sachbuch schreiben können - das wollte sie aber nicht. Lieber hat die Cuxhavenerin Ulrike Krüger-Degenkolbe einen tiefgehenden Jugendroman rund um einen rätselhaften Kriminalfall verfasst.

"Ole und das Geheimnis" ist gleichzeitig aber auch eine Geschichte um Freundschaft, Mut, Vertrauen und Wahrnehmung.

Wie es in der Gefühlswelt von Kindern und Jugendlichen aussieht, weiß die Autorin aus den Jahrzehnten, in denen sie sich in ihrer psychotherapeutischen Praxis mit deren Sorgen, Nöten und Realitäten befasst hat. Die Erfahrungen aus den Begegnungen mit Kindern und Eltern sind in das Buch eingeflossen, von dem sie schon lange vor dem Ruhestand wusste, dass sie es später einmal schreiben wollte. 

Hauptfigur Ole, 13 Jahre, ist ein Charakter, in dem sich viele Jugendliche wiederfinden können: hochsensibel und in sich gekehrt, wenn er von seiner eigenen Unsicherheit überwältigt wird. Pubertät, erste Verliebtheit, Bedeutung der jugendlichen Clique in der Ablösung vom Elternhaus, ein Hauch von zarter erster Liebe: All diese Themen umspielen ohne Belehrung die spannende Geschichte, die ihren Lauf nimmt, als Aline, ein französisches Mädchen, neu in Oles Klasse kommt. Mit einer Last im Gepäck, wie Ole spürt. Welches Geheimnis trägt die Mitschülerin in sich? 

Fast zwei Jahre Zeit hat sich Ulrike Krüger-Degenkolbe für ihren Erstlingsroman genommen. Manchmal sprang sie aus der Dusche direkt an den Schreibtisch, um einen plötzlichen Gedanken festzuhalten. Zeiteilig tauchte sie regelrecht ab in eine Umgebung, die für sie mit intensiven Erinnerungen verbunden ist. Denn Schauplatz des Romans ist nicht etwa Cuxhaven, vielmehr spielen sich große Teile auf einem Campingplatz in den Vogesen (Frankreich) ab; ein Ort und ein Landstrich, der für sie mit vielen persönlichen Erinnerungen verbunden ist. "Alles authentisch", versichert sie.

Die Begegnung mit der freien Lektorin Susanne Armbruster (unter anderem Herausgeberin des Sammelbands "Frische Grüße aus Cuxhaven") in dieser Zeit bezeichnet sie als glücklichen Zufall: Sie konnte ihr Tipps zum Bücherschreiben geben und sie in die Hintergründe des Verlagswesens einweihen und schrieb ihr ein professionelles Exposé. Nach langer Suche gelang Ulrike Krüger-Degenkolbe, was für eine Neuautorin denkbar schwierig ist: Sie fand in der Edition Weserhaus, einem Ableger des Schünemann-Verlags, ihren Verlag.

"Ole und das Geheimnis" lautet der Titel des Erstlingsromans.

Über die seriöse und zuverlässige Betreuung durch die ihr zugeordnete Lektorin und die weitere Abwicklung ist sie sehr angetan. Direkt nach der Pressemitteilung des Verlags wurde ihr Buch für die Kinder- und Jugendbuchmesse Oldenburg "Kibum" (14. bis 24. November) angefordert. Auch die Stadtbibliothek Cuxhaven habe ihr Unterstützung zugesagt. 

Dr. Hans Hopf, die "graue Eminenz der Kinderanalytiker", bescheinigt der Kollegin in einer Rezension für den Verein analytischer Kinder- und Jugendpsychotherapeuten (VAKJP) eine bewundernswerte Fähigkeit, jugendliche Charaktere zu erkennen und zu beschreiben, und das in einer Weise, die sich auch für Erwachsene gut lesen lasse. Eine große Bestätigung für die Psychoanalytikerin, die schon im Berufsleben zahlreichen Fachgutachten und Berichten ihren Stempel aufgedrückt hatte.

Als Profi möchte sie ihr Buch mit einer eindringlichen Botschaft verbunden wissen: "Buch statt Smartphone, Lesen statt Scrollen." Die Entwicklung von Lesefähigkeit und Textverständnis sei alarmierend. Der Pisa-Schock habe deutlich gemacht, wie sehr die übermäßige Smartphone-Nutzung die Entwicklung beeinträchtige. Kinder- und Jugendärztinnen und -ärzte, Psychotherapeuten sowie Hirnforscher warnten schon lange; die Politik tue gut daran,  aufzuwachen und zumindest über die Einschränkung der Smartphonebenutzung in der Schule nachzudenken. Die beste Wahl, um Kinder und Jugendliche von diesem suchtfördernden Medium wegzulocken, sei allemal ein Buch, das fesselnd genug sei, um die Lust am Lesen zu wecken. 

An ihr soll es nicht liegen: Die ersten Seiten des Nachfolgebands hat sie mit wohliger Vorfreude bereits geschrieben. Denn ebenso wie das Lesen mache auch das Schreiben glücklich, berichtet sie. Das erste Buch loszulassen und es zum Verlag zu schicken, sei wie ein Abschied gewesen. Nun ist Zeit für eine neue Kulisse - angesiedelt an einem weiteren wichtigen Schauplatz ihres Lebens. 

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Maren Reese-Winne

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Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

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