Die DRK-Kindertagesstätte in Lüdingworth braucht nicht nur Platz, das Gebäude  ist in die Jahre gekommen. Die Zeichen stehen nun auf Neubau. Foto: Koppe
Die DRK-Kindertagesstätte in Lüdingworth braucht nicht nur Platz, das Gebäude ist in die Jahre gekommen. Die Zeichen stehen nun auf Neubau. Foto: Koppe
Ortsrat kann aufatmen

Neubau und Erweiterung der Kita Lüdingworth: Stadt und DRK ziehen an einem Strang

von Kai Koppe | 25.11.2024

Der Neubau der Kita Lüdingworth nimmt Fahrt auf und verspricht modernen Standard. Stadt und DRK arbeiten Hand in Hand. Was bedeutet das für Eltern und Kinder?

An anderer Stelle kontrovers diskutiert, dürfte der Haushaltsplanentwurf für die Jahre 2025/26 im Ortsteil Lüdingworth wohlwollend aufgenommen werden. "Ersatzbau und Erweiterung der Kindertagesstätte Lüdingworth sind mit drin", bekräftigte Kämmerer Marcus Itjen in der vergangenen Woche im Lüdingworther Ortsrat. Dessen Mitglieder dürften mit Genugtuung vernommen haben, dass sich die Kita-Pläne weiter konkretisieren.

Viel zu klein und fernab der heutzutage üblichen Standards: Dass die in die Jahre gekommene Tagesstätte an der Liebfrauentrift durch einen Neubau ersetzt werden muss, steht außer Frage. Nichtsdestotrotz mussten sich betroffene Eltern in Lüdingworth bislang in Geduld üben: Abhilfe schaffen ließ sich nicht von jetzt auf gleich -  daraus machte auch die Stadtverwaltung keinen Hehl, indem sie den Ortsrat bereits im Frühjahr vergangenen Jahres darauf vorbereitete, dass sich die Umsetzung noch ein wenig hinziehen werde. Gleichwohl, so merkte Stadträtin Petra Wüst seinerzeit an, werde alles getan, um das Verfahren zu beschleunigen. So werde man versuchen, technische Fragen bereits parallel zu dem an dieser Stelle notwendigen Bauleitplanverfahren zu beantworten.

Der für den Ersatzbau vorgesehene Platz (er liegt südlich des Bestandsgebäudes in dessen heutigem Außenbereich) befindet sich nicht im Geltungsbereich der Innenbereichssatzung; Folge war, dass die Stadtverwaltung nicht umhinkam, für das Vorhaben einen Bebauungsplan aufzustellen.

Stadt in Gesprächen mit dem Betreiber

Seit dem zu Jahresbeginn erfolgten Aufstellungsbeschluss befinde man sich im Beteiligungsverfahren: Das teilte Hendrik Nintzel (Stadt Cuxhaven) in der Ortsratssitzung vom vergangenen Dienstag mit. Nintzel zufolge sind schon im vergangenen Frühjahr Untersuchungen für den Umweltbericht vorgenommen worden, um im Anschluss die Träger öffentlicher Belange und die Öffentlichkeit zu beteiligen.

Der Abteilungsleiter legte außerdem dar, dass sich der für Bildung, Soziales und Sport zuständige Fachbereich in Gesprächen mit dem alten und neuen Kita-Träger, dem Deutschen Roten Kreuz, befinde. Im Rahmen dieses Austauschs geht es um die Frage, wie der Ersatzbau für die heutige, als abgängig beschriebene Tagesstätte umgesetzt werden soll. Ein Termin für ein nächstes Treffen dieser Art wurde nach Nintzels Worten für Anfang kommenden Jahres festgesetzt.

Kämmerer erläutert Finanzierungsmodell

Kämmerer Marcus Itjen, der die Ortsratssitzung besucht hatte, um zum einen sich selbst (als Nachfolger der zum Landkreis gewechselten, ehemaligen Ersten Stadträtin Andrea Pospich), zum anderen aber die für Lüdingworth relevanten Haushaltsposten vorzustellen, sprach im Rahmen seines Vortrags zwei im Tagesstättenbereich denkbare Finanzierungsmodelle an. Einerseits, so der Kämmerer, könne die Stadt selbst eine neue Kita hochziehen, andererseits könne man (wie im vorliegenden Fall, die Red.) den Träger mit ins Boot holen. An der Liebfrauentrift wird es nach Itjens Angaben also so aussehen, dass der Betreiber DRK die Baumaßnahme übernimmt und die Stadt Cuxhaven (ähnlich wie ein Mieter) für die Nutzung der Räumlichkeiten aufkommt. Für das Haushaltsjahr 2026 ist eine Summe von im Etatentwurf 785.500 Euro vorgesehen.

Im Namen des Gremiums nahm Lüdingworths Ortsbürgermeister Thomas Brunken den Sachstandsbericht wohlwollend zur Kenntnis. Brunken hob zudem lobend hervor, dass sich der Erste Stadtrat die Zeit genommen habe, den Ortsrat persönlich über die für den Ort relevanten Haushaltsfragen zu informieren.

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Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

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