Kunst erwacht im Alten Fischereihafen
Die alte Netzhalle wird zur Bühne für die Kunst der Perspektiven. Neun Künstlerinnen und ein Künstler zeigen in der Ausstellung "Ansichtssache" ihre Werke und stellen die Frage: Was sehen wir wirklich? Ein Hafen als Tor zu neuen Blickwinkeln.
Der Mai bringt nicht nur längere Tage und frische Seeluft in den Alten Fischereihafen. Er bringt auch Kunst. Am 1. Mai um 14 Uhr eröffnet in der Alten Netzhalle an der Kapitän-Alexander-Straße 38 die erste Ausstellung der Reihe "Kunst im Hafen" der neuen Saison. Neun Hobby-Künstlerinnen und ein Künstler der Malgruppe ARTenreich zeigen dort unter dem Titel "Ansichtssache" ihre Werke.
Jeder Besucher sieht, was er sieht
Der Name ist Programm. Was wahr ist, was schön ist, was ins Auge fällt, das hängt vom Blickwinkel ab. ARTenreich, die Gruppe um ihre Leiterin Katja Barbion, macht genau diesen Gedanken zum Thema. Susanne Hinke, Sabine Kutscher, Antje Mester, Britta Meyer zu Stieghorst, Ulrike Niklasch, Dirk Paulsen, Sabine Thiele, Friederike Wollny und Annegret Zammert bringen dafür ihre je eigenen Techniken, Handschriften und Geschichten mit.
Herausgekommen ist eine Schau, die Vielfalt nicht nur verspricht, sondern zeigt. Wer die Alte Netzhalle noch nicht kennt, erlebt beim Betreten eine kleine Überraschung: Der Eingang liegt an der Wasserseite. Wer ihn aufsucht, steht plötzlich vor der neuen AFH-Kaimauer im vollen Panorama, so nah und so vollständig wie selten sonst. Ein Hafen, der sich zeigt. Eine Ausstellung, die fragt, wie wir schauen.
Bis 25. Mai Kunst entdecken
Die Schau ist vom 1. bis zum 25. Mai zu sehen, freitags, sonnabends und sonntags jeweils von 14 bis 17 Uhr. Der Eintritt ist frei. Die künstlerische Betreuung der gesamten Sommersaison im AFH liegt in diesem Jahr wieder bei Andrea Keibel, weitere Ausstellungen folgen.