Kunst im Hafen: Zwischen Ebbe und Aufbruch
Ralf Tiedemann kehrt mit seiner Ausstellung "Schwere Gezeiten" in seine Heimat zurück und präsentiert Werke, die die rauen Küsten und gesellschaftliche Bruchlinien in einem faszinierenden Zusammenspiel von Kunst und Realität zeigen.
Mit der Ausstellung "Schwere Gezeiten" kehrt der in Cuxhaven geborene Künstler Ralf Tiedemann zurück an einen Ort, der seine Bildsprache tief geprägt hat. Vom 21. Juni bis zum 13. Juli 2025 sind im Ausstellungsraum KAS38 - Kunst im Hafen an der Kapitän-Alexander-Straße 38 aktuelle Arbeiten Tiedemanns zu sehen - in einem Umfeld, das rau, maritim und zugleich offen für neue Perspektiven ist. Die Ausstellung ist freitags bis sonntags jeweils in der Zeit von 14 bis 17 Uhr geöffnet.
Im Strom der Zeit
"Schwere Gezeiten" ist mehr als nur ein poetischer Titel - es ist ein Sinnbild für die gesellschaftlichen und persönlichen Bruchlinien unserer Gegenwart. Ralf Tiedemann lotet sie in Gemälden, Mixed-Media-Arbeiten, Zeichnungen und Aquarellen aus, die stets zwischen Schönheit und Brisanz balancieren.
"Kunst als Möglichkeit, Komplexes sichtbar zu machen"
Die Naturgewalten der Küste, politische Umbrüche, innere Kämpfe - alles fließt in Tiedemanns Werken ineinander. Seine Bildwelt speist sich aus biografischer Tiefe, pädagogischer Erfahrung und einem wachen politischen Bewusstsein. "Ich verstehe Kunst als Möglichkeit, Komplexes sichtbar zu machen, ohne einfache Antworten zu geben", sagt der Künstler.
Diese Haltung prägt seine Arbeiten, die aufrütteln, ohne belehren zu wollen - und die die Betrachterinnen und Betrachter nicht nur mit der Frage konfrontieren, was wir sehen, sondern auch, wie wir handeln wollen. (jp/red)
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