Mehrere Notrufe gleichzeitig: Unwetter sorgt für hohes Einsatzpensum in Cuxhaven
Während die Feuerwehr in Lüdingworth gegen einen Großbrand kämpfte, sorgte das schwere Unwetter im Cuxhavener Stadtgebiet für zahlreiche weitere Einsätze. Umgestürzte Bäume, vollgelaufene Keller und blockierte Straßen hielten die Kräfte in Atem.
Während in Lüdingworth ein Großaufgebot der Feuerwehr stundenlang einen Dachstuhlbrand bekämpfte, sorgte das schwere Unwetter in der Nacht von Sonnabend (27. Juni 2026) auf Sonntag (28. Juni 2026) für zahlreiche weitere Einsätze im gesamten Cuxhavener Stadtgebiet. Umgestürzte Bäume, vollgelaufene Keller und beschädigte Baustellen hielten die Einsatzkräfte auf Trab. Zeitweise gingen mehrere Notrufe gleichzeitig bei der Leitstelle ein.
"Das Einsatzpensum war durchaus erhöht", bestätigt Jesse König, Pressesprecher der Freiwilligen Feuerwehren Cuxhaven, gegenüber CNV-Medien. Aufgrund der Vielzahl an Meldungen sei das Personal in der Leitstelle kurzfristig aufgestockt worden. Alle Einsätze seien nach Priorität zügig abgearbeitet worden.
Bäume blockieren Straßen und Autobahn
Besonders betroffen waren die Verkehrswege. Auf der A27 stürzten mehrere Bäume auf die Fahrbahn. Während der Aufräumarbeiten musste jeweils eine Richtungsfahrbahn voll gesperrt werden. Auch in Holte-Spangen wurden die Einsatzkräfte alarmiert. Dort lag ein Baum auf der Straße, weitere durch den Sturm beschädigte Bäume befanden sich in gefährlicher Schieflage und mussten vorsorglich gefällt werden.
Zahlreiche weitere Einsätze gab es im Bereich Altenbruch und Lüdingworth sowie auf der B73. Immer wieder versperrten umgestürzte Bäume oder größere Äste die Fahrbahnen. Vereinzelt mussten die Feuerwehren auch im übrigen Stadtgebiet ausrücken.
Baum stürzt auf geparktes Auto
Im Innenstadtbereich fiel ein Baum auf ein geparktes Auto. Verletzt wurde dabei niemand, am Fahrzeug entstand jedoch Sachschaden. In der Brockeswalder Chaussee hatten die Sturmböen zudem Baustellenabsicherungen verschoben und umgeworfen. Die Einsatzkräfte sicherten den Bereich und beseitigten die Gefahrenstelle.

Starkregen setzt Keller unter Wasser
Neben den Sturmschäden sorgten die heftigen Niederschläge für weitere Einsätze. Mehrere Keller im Stadtgebiet liefen voll und mussten von den Feuerwehren ausgepumpt werden. Auch am Sonntagmittag war die Lage noch nicht vollständig abgearbeitet. "Bis 13 Uhr wurden weiterhin mehrere Einsätze mit Bäumen in Gefahrenlage und Wasser in Kellern gemeldet", so König.
Außergewöhnliche Wetterlage fordert Einsatzkräfte
Nach Angaben der Feuerwehr war die Wetterlage in ihrer Intensität außergewöhnlich. Mehrere Gewitterzellen zogen innerhalb kurzer Zeit über die Region und brachten Starkregen, Sturmböen und teils heftige Blitze mit sich. Für die Einsatzkräfte bedeutete das zusätzliche Gefahren. "Bei Gewitter- und Sturmeinsätzen besteht generell ein erhöhtes Risiko durch herumfliegende Teile und Blitze. Starkregen oder sogar Hagel erschwerten die Einsatzabläufe zusätzlich", erklärt der Feuerwehrsprecher.
Wie anspruchsvoll die Situation war, zeigte sich auch auf der Anfahrt zum Großbrand in der Lüdingworther Straße: Ein herabfallender Ast beschädigte das Blaulicht eines Feuerwehrfahrzeugs. Die Besatzung konnte ihre Einsatzfahrt dennoch fortsetzen.
Lob für die ehrenamtlichen Kräfte
Frank Switala, stellvertretender Leiter der Berufsfeuerwehr Cuxhaven, lobt die Zusammenarbeit aller beteiligten Einsatzkräfte. "Die überwiegend ehrenamtlichen Einsatzkräfte rückten bei solchen extremen Wetterlagen aus, um Gefahren für die Allgemeinheit abzuwehren. Das verdient den größten Respekt", so Switala gegenüber CNV-Medien.
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