Menschen aus Alt-Cuxhaven im Fokus: "Das Wichtige ist Zuhören und ins Viertel gehen"
Mit Menschen ins Gespräch kommen und das Viertel stärken: Unter "WIR sind Alt-Cuxhaven" sind mehrere Aktionen in Planung, die genau das bewirken sollen. Gemeinwesenarbeiter Sven Mangels erklärt, was sich hinter "WIR sind Alt-Cuxhaven" verbirgt.
Mit Menschen aus dem Viertel ins Gespräch kommen, ihnen ein Gesicht geben und ihre Geschichten präsentieren - dafür stehen die geplanten Aktionen von "WIR sind Alt-Cuxhaven".
Gemeinwesenarbeiter Sven Mangels und der ehrenamtliche Bereichsleiter Soziales "Tante Emma", Sven Wersien, haben das Projekt ins Leben gerufen. Bei der Gemeinwesenarbeit gehe es darum, zuzuhören, was die Menschen im Viertel brauchen, und sie dabei zu unterstützen, aktiv zu werden, erläutert Sven Mangels. "Das Wichtigste ist das Zuhören und ins Viertel gehen", sagt er. Jedoch komme er dabei oft mit denselben Menschen ins Gespräch. Das soll sich durch die Aktionen von "WIR sind Alt-Cuxhaven" ändern.
Teilhabe im Viertel
Die Motivation dahinter: Die Menschen im Viertel würden nicht unbedingt gesehen, beschreibt Mangels. Dadurch würden ihre Geschichten verloren gehen. Sie hätten zudem festgestellt, dass die Menschen oft nur in ihren eigenen Kreisen unterwegs sind. "Teilhabe im Viertel und ein Austausch sollen stattfinden", so Mangels.
Das Viertel Alt-Cuxhaven beschreibt das ursprüngliche Lotsenviertel und die angrenzenden Stadtteile, sagt er. "Wir wollen die Menschen unterstützen, ihnen zuhören und sie besser kennenlernen. Wir möchten ihnen ein Gesicht geben und ihre Geschichten ins Viertel bringen." Er parke oft auf einem Parkplatz, der "Alt-Cuxhaven" heißt, und habe sich gefragt, wofür die Bezeichnung steht. Im Gespräch darüber mit Sven Wersien ist dann die Idee für die Aktionen entstanden. Unterstützt und gefördert werden sie vom Sozialfonds der Stadt Cuxhaven und Demokratie leben.
Mehrere Aktionen sind für den Sommer und Herbst geplant. Mit einer Ape (ein dreirädriger Kleintransporter) will der Gemeinwesenarbeiter mehrmals im Viertel präsent sein und mit den Menschen ins Gespräch kommen. Wann und wo er dann genau zu finden ist, werde über Postkarten angekündigt, die noch verteilt werden, schildert er. Ebenfalls in Planung ist eine interaktive Fotoausstellung und Rundgänge im Viertel. Im Fokus sollen dabei immer die Menschen von vor Ort stehen.
Eine lebendige Altstadt
Die Vision hinter den Aktionen: Eine lebendige Altstadt, in der Menschen im Mittelpunkt stehen, Vielfalt verbindet und Gemeinschaft den Stadtteil stärkt. Dabei kann jeder Ideen einbringen. "Die Leute sollen selbst etwas entwickeln. Wir stellen nur die Rahmbedingungen", erklärt Mangels. Ab Herbst soll dafür auch ein Mitmachbüro im Stadtteilbüro beim "Tante Emma"-Laden entstehen.
Bereits fest geplant ist ein Fest im Rahmen der Interkulturellen Woche. Am 12. September soll gemeinsam am Begegnungszentrum eine gute Nachbarschaft gefeiert werden. Sven Mangels möchte die Menschen dazu bewegen, sich zu beteiligen und ihre Geschichten zu teilen: Wer etwas beitragen möchte, kann sich gerne an ihn wenden oder im Stadtteilbüro vorbeikommen. "Es wäre toll, wenn die Geschichten erzählt und erreichbar gemacht werden."
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