Der stolze Namensgeber der neuen „Cuxlandhalle“ genießt die Entwicklung seiner Heimatstadt Cuxhaven. Foto: Francke
Der stolze Namensgeber der neuen „Cuxlandhalle“ genießt die Entwicklung seiner Heimatstadt Cuxhaven. Foto: Francke
"Cuxlandhalle"

Namensgeber der neuen Sporthalle in Cuxhaven: "Sollten die Stadt mehr wertschätzen"

von Tamina Francke | 15.03.2025

Cuxhaven bekommt eine neue Sporthalle - die "Cuxlandhalle" wird das neue sportliche Wahrzeichen der Stadt. Einer der Namensgeber kennt und schätzt die Stadt wie kaum ein anderer. Was hat sich Wolfgang Albracht bei dem neuen Namen gedacht?

Cuxhaven bekommt eine neue Sporthalle - und einen Namen, der passt. Die "Cuxlandhalle" wird das neue sportliche Aushängeschild der Stadt. Einer der Namensgeber: Wolfgang Albracht, 62 Jahre alt, gebürtiger Braunschweiger, aber längst Cuxhavener durch und durch. Und genau das macht ihn zu einem idealen Namenspatron. Denn wenn jemand die Stadt und ihre Entwicklung zu schätzen weiß, dann ist es er.

"Mensch, haben wir es schön hier!"

"Mensch, haben wir es schön hier!" - diesen Satz sagt Wolfgang Albracht oft, und er meint ihn auch so. Seit 1975 lebt er in Cuxhaven, damals kam er als Teenager mit seinen Eltern her. Anfangs sei das Leben hier für ihn ungewohnt gewesen, erinnert er sich. "Mit 13 war das eine ziemliche Umstellung. Aber wenn du hier Freunde findest, dann hast du sie fürs Leben. Das ist nicht überall so." Heute könnte er sich keinen anderen Ort mehr vorstellen. "Früher dachte ich, hier passiert nichts. Heute merkt man richtig, wie sich die Stadt weiterentwickelt - das ist schön so."

Erste Namensidee wird zum Volltreffer

Beruflich war Albracht 42 Jahre lang bei der Post tätig, zunächst 20 Jahre als Paketzusteller in Nordholz und anschließend in Cuxhaven. Seit drei Jahren ist er im Ruhestand und genießt diesen in vollen Zügen. "Cuxhaven hat so viel zu bieten - man muss es nur nutzen."

Die Stadt hat sich verändert, findet er. Die neue "Cuxlandhalle" sei dafür ein weiteres Beispiel. Den Namenswettbewerb des Landkreises hat er mit seiner allerersten Idee gewonnen. "Ein anderer Vorschlag ist mir gar nicht eingefallen. 'Cuxland‘ verbindet die Stadt mit dem Landkreis - so bleibt der Name im Gedächtnis, auch für Menschen von außerhalb." Nun darf er sich auf ein Essen mit Landrat Thorsten Krüger freuen, erhält eine exklusive Führung durch das neue Gebäude und wird bei der feierlichen Einweihung dabei sein. "Das ist doch mal was", sagt er schmunzelnd.

Die "Cuxlandhalle" wird schon jetzt von vielen gespannt erwartet und bald der Ort für zahlreiche Veranstaltungen. Grafik: dreidesign

Besondere Erinnerungen an Cuxhaven

Wenn Albracht an Cuxhaven denkt, kommen ihm sofort prägende Erlebnisse in den Sinn: die Schneekatastrophe von 1978/79, als der Schnee das halbe Land unter sich begrub, oder die Sturmflut von 1976, bei der der Deich beinahe brach. "Solche Bilder vergisst man nicht", sagt er. Aber auch "die gute alte Zeit" bleibt ihm in Erinnerung, als Döse noch nicht dicht bebaut war und Kinder auf Sportplätzen und Abenteuerspielplätzen unterwegs waren.

Sport hat in Albrachts Leben immer eine große Rolle gespielt. 20 Jahre lang war er Erster Vorsitzender der "Döser Grashüpfer" und als Stürmer aktiv. Auch als Zuschauer war er oft in der alten Rundturnhalle - für die neue Halle hat er deshalb einen heimlichen Wunsch: "Ordentliche Sitzplätze! Ohne Lehne hat man den Rücken nach jedem Event in der Rundturnhalle gespürt."

Ein stolzer Cuxhavener - und Familienmensch

Wenn er über seine Kinder spricht, strahlt er. Sein Sohn Lucas und seine Tochter Caro haben ihre eigenen Wege gemacht, und er könnte nicht stolzer sein. Auch auf seinen Namensvorschlag für die neue Halle blickt er mit Freude. "Es ist einfach toll, dass man als Bürger mal mitreden konnte", findet er - allerdings nicht ohne die richtige Prise Humor. "Hier, mein Name", hört Ehefrau Cornelia deshalb inzwischen oft, wenn sie gemeinsamen an der Baustelle vorbeifahren und der frisch gekürte Namensgeber sich sein Grinsen samt Augenzwinkern nicht verkneifen kann. Besonders gespannt ist er auf die exklusive Führung durch die Halle - vor allem auf den einzigartigen Glasboden, der in der Region seinesgleichen sucht.

"Wir leben da, wo andere Urlaub machen"

Für Wolfgang Albracht ist Cuxhaven mehr als nur ein Wohnort - es ist ein Ort, den er bewusst genießt. "Es gibt nichts Schöneres, als im Sommer den Wind in der Grimmershörnbucht zu haben." Vor allem eines sollte sich jeder Cuxhavener öfter ins Bewusstsein rufen, findet er: "Wir leben da, wo andere Urlaub machen."

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Tamina Francke

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Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

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