Bleibt Sahlenburgs Nordheimstraße verkehrsberuhigt? Ortsrat mit klarer Meinung
Cuxhaven. Das Thema ist ein Dauerbrenner: Das Pro und Kontra der Fahrbahnverengungen auf der Nordheimstraße war in den vergangen eineinhalb Jahren immer wieder Gegenstand von intensiven Beratungen in Fachausschüssen sowie im Sahlenburger Ortsrat.
Am Montagabend hatten sich die Ortsratsmitglieder auf Initiative von Andreas Wichmann von der SPD erneut mit dem Thema Verkehrsberuhigung auf Sahlenburgs Hauptverkehrsader zu beschäftigen. "Es hängt nicht mein Leben davon ab, aber diese Fahrbahnverengungen auf der Nordheimstraße sind überflüssig und behindern den Verkehr", erklärte Andreas Wichmann.
Im Ausschuss entspann sich daraufhin eine Diskussion, die in dieser Zeitung schon mehrfach ausführlich wiedergegeben wurde. Christiane Thieß vom Fachbereich Straße und Verkehr bei der Stadt Cuxhaven hatte neben bekannten Argumenten dennoch einige aktuelle Hinweise. So stünden Kosten und Nutzen bei der von Wichmann seinerzeit ins Spiel gebrachten Verkleinerung der Inseln um zwei Steine (32 Zentimeter) in keinem Verhältnis.
"Der komplette Rückbau der sieben Pflanzinseln würde die Stadt circa 100.000 Euro kosten", erklärte Christiane Thieß und wies darauf hin, dass dieser Preis noch vor der Verteuerungswelle von ihr eingeholt worden sei. Auch dem Vorschlag, über die gesamte Breite der Nordheimstraße zum Ziel der Verkehrsberuhigung sogenannte Bodenschwellen zu installieren, stehen die Fachleute extrem skeptisch gegenüber. Eine Bodenschwelle schlägt derzeit mit 1300 Euro zu Buche.
Bodenstellen kommen immer weniger zum Einsatz
"Die meisten Verkehrsbehörden sehen mittlerweile vom Einsatz von Bodenschwellen ab", berichtete Thieß aus der Praxis. Das stetige "Abbremsen, Rüberfahren und wieder Beschleunigen" führe zu Lärmbelästigungen und Umweltverschmutzung. Zudem haben Nachfragen bei der Feuerwehr und der Polizei ergeben, dass Bodenschwellen zum Beispiel beim Einsatz von Rettungswagen als sehr problematisch eingestuft werden.
Die Verwaltung blieb bei ihrer ursprünglichen Einschätzung der Sachlage und schlug den Mitgliedern des Ortsrates erneut vor, den Antrag von Andreas Wichmann abzulehnen. Letzterer ließ jedoch nicht locker und stellte abermals eine Verkleinerung der Pflanzinseln zur Diskussion.
Ortsbürgermeister Herbert Kihm ließ den viel diskutierten Tagesordnungspunkt abstimmen: Bei zwei Gegenstimmen wurde dem überarbeiteten Antrag der Verwaltung mehrheitlich zugestimmt. Damit votierte der Ortsrat abermals für den Verbleib der sieben Pflanzinseln auf der Nordheimstraße.