Für Renate Schoof stellen die Zeiten, in denen sie in Cuxhaven und Otterndorf gelebt hat, immer noch eine Inspiration dar. Archivfoto: Reese-Winne
Für Renate Schoof stellen die Zeiten, in denen sie in Cuxhaven und Otterndorf gelebt hat, immer noch eine Inspiration dar. Archivfoto: Reese-Winne
Literatur und Heimat

Renate Schoofs neue Erzählungen: Geschichten aus Cuxhaven und Otterndorf

von Maren Reese-Winne | 26.07.2026

Renate Schoofs neuer Erzählband entführt in die Küstenwelt von Cuxhaven und Otterndorf und lässt Leser tief in die Vergangenheit und besondere Momente am Meer eintauchen, geprägt von Liebe und alten Freundschaften.

Neue Erzählungen (auch) aus Cuxhaven und Otterndorf enthält der im Frühjahr erschienene neue Erzählband "Der vergessene Rosengarten" von Renate Schoof. "Beim Schreiben einiger der dreizehn ganz unterschiedlichen Geschichten war mir das Leben am Meer und an der Elbe wieder sehr nah", berichtet die Otterndorfer Stadtschreiberin des Jahres 2008, die zuvor einige Zeit als Lehrerin in Cuxhaven gewirkt hatte und auch hier zu Hause war.

"In diesen nicht einfachen Zeiten tut es gut, in besondere Momente der Vergangenheit einzutauchen", sagt sie und denkt dabei ganz besonders an ihre Zeit in Duhnen, gleich hinter dem Deich. Nach dem Lehreramts-Studium in Lüneburg begann Renate Schoof 1978 ihr  Referendariat an der Grundschule in Sahlenburg, danach war sie Lehrerin in Dorum.

In der Geschichte "Von der Freude, eingeladen zu sein" erinnert ein Brief die Protagonistin an einen Sommerferientag vor 40 Jahren in Duhnen. Plötzlich ist alles wieder da: das Meer mit seinem Kommen und Gehen, Deich und Strand, das Watt, die Vorlandwiesen mit ihren Pflanzen, die Vogelrufe ... Auch der Garten um das Haus am Dünenweg und das Glück, sich durch eine Einladung in einen Kreis Kunst- und Literatur-Interessierter in Cuxhaven willkommen zu fühlen, werden wieder greifbar.

Erinnerungen an besondere Menschen

"Zu diesem Kreis gehörten der 2012 verstorbene, für alle, die ihn kannten, hochgeschätzte Armin Richter, dem auch ich viel verdanke, die gastfreundliche, 2018 verstorbene Gudrun Holland-Letz (von Freundinnen und Freunden liebevoll Guddi genannt) und Karl-Heinz Kern", erzählt Renate Schoof. Die Geschichte versuche, etwas von der besonderen Stimmung der Zeit einzufangen, als es am Dünenweg noch Einfamilienhäuser gab, mit Heckenrosen vor dem Vorgarten und zarten Glockenblumen auf der Wiese hinter dem Haus.

Mit dem Titel "Der vergessene Rosengarten" erinnert die Autorin an ein echtes Vorbild in Otterndorf - "zumindest können wir uns in unserer Fantasie in ihn hineinträumen." Inspiriert vom Schicksal zweier Liebender aus dem Alten Land entstand die Erzählung "Denn die Liebe währet ewiglich". Die Idee zu der heiteren Geschichte "Pretty Belinda - auf dem Weg in die Mehrgenerationen-Disco", mit der der Band endet, verdankt Renate Schoof der Überredungskunst einer jungen Frau, die sie vor fast 20 Jahren in eine Disco in Cuxhaven mitnahm.

"Renate Schoof hält in ihren Geschichten einfühlsam große und kleine Momente fest, die der Lebensabschnitt 65 plus bereithält. Die bildreiche Sprache ruft Erinnerungen wach und lädt zu Entdeckungen in Gegenwart und Vergangenheit ein", schreibt der Verlag Butzon & Becker zu der Neuerscheinung (144 Seiten, gebunden, Großdruck). Vertrautes und Unerwartetes finden sich in Erzählungen, die in unruhigen Zeiten einen Ort zum Ausruhen bieten. Renate Schoof hat über 30 Bücher veröffentlicht. (mr/red)

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Maren Reese-Winne

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Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

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