Cuxhaven: Tausende Kubikmeter Klärschlamm nach Schaden an Faulbehälter ausgetreten
Auf der Abwasserreinigungsanlage Cuxhaven gab es am 25. Februar 2026 einen Schaden an einem Faulbehälter. Beeinträchtigungen für Flora und Fauna wurden befürchtet. Im Ausschuss Umwelt, Klima und Nachhaltigkeit gab es einen Sachstandsbericht.
Auf der Abwasserreinigungsanlage (ARA) Cuxhaven ist es am 25. Februar 2026 zu einem Schaden an einem Faulbehälter gekommen. Dies teilte die EWE mit. Nach ersten Erkenntnissen waren Undichtigkeiten in der Betonhülle des Stahlummantelten Faulbehälters aufgetreten. Infolgedessen ist Klärschlamm ausgetreten. Nun gab es im Ausschuss für Umwelt, Klima und Nachhaltigkeit einen Sachstandsbericht der Verwaltung.
Der betroffene Faulbehälter hat ein Fassungsvermögen von rund 5.500 Kubikmetern. Nach aktueller Einschätzung sind durch die Undichtigkeit rund 3.000 bis 4.000 Kubikmeter Klärschlamm ausgetreten.
Ein Fischsterben wurde nicht festgestellt
Die EWE WASSER hat unmittelbar nach Bekanntwerden des Schadens die untere Wasserbehörde sowie die Feuerwehr und den Katastrophenschutz informiert, die kurzfristig vor Ort waren. Auch der zuständige Wasserverband wurde eingebunden. Die Situation wird weiterhin eng begleitet und fachlich bewertet.
Es wurde davon ausgegangen, dass es durch den Eintrag von Klärschlamm in die Baumrönne zu Beeinträchtigungen von Flora und Fauna kommen kann. Auf dem Betriebsgelände wurden umgehend Sandbarrieren errichtet und der Baumrönne Wasser zur Verdünnung zugesetzt. Die Verwaltung teilte jetzt mit, dass negative Umweltauswirkungen verhindert und verringert werden konnten. Es würde immer wieder geprobt und kontrolliert, so die Verwaltung. Langfristige Schäden werden nicht befürchtet.
Die Anlage bleibt in Betrieb. Ein Fischsterben konnte nicht festgestellt werden. Man behalte aber alles im Blick. 350 Quadratmeter Feldgehölz und eine Pappel mussten nun weichen, um eine "Ersatzstraße für den Betrieb zu bauen". Nach den Arbeiten soll alles wieder hergestellt werden. Immer noch ist unklar, wie es zu dem Schaden kommen konnte. 2025 wurde zuletzt eine Kontrolle durchgeführt, bei der nichts Auffälliges festgestellt werden konnte. Die Reparatur der Anlage sei laut Verwaltung sehr aufwendig und wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen.