Schlossverein renoviert das Gärtnerhaus am Schlossgarten
Wenn der Verein Bürger für das Schloss Ritzebüttel etwas anpackt, dann kann es sich in der Regel sehen lassen. Genauso verhält es sich mit dem Gärtnerhaus, dessen aufwendige Sanierung mittlerweile auch schon wieder zehn Jahre zurückliegt.
Aus aktuellem Anlass wurden in den vergangenen Monaten etliche Reparaturen an dem Häuschen durchgeführt. Jetzt ist das Kleinod am hinteren Eingang zum Schlossgarten wieder gerüstet für Hochzeiter, Künstler und andere illustre Gäste.
Nach einer ganzen Serie von schlechten Nachrichten mit Einbrüchen, Vandalismus- und Sturmschäden leuchtet das Gärtnerhaus beim Schlossgarten pünktlich vor dem Start zum Weihnachtmarkt 2023 in alter Schönheit. Melanie Eitzen-Fischer und ihr Vorstandsteam haben sich in den zurückliegenden Wochen ordentlich ins Zeug gelegt und gemeinsam mit der Stadt Cuxhaven etliche Reparaturen durchführen lassen.
"Alle Fensterläden mussten nach zehn Jahren repariert werden", berichtet Melanie Eitzen-Fischer, die auch den Auftrag zur Renovierung der historischen Eingangstür sowie die Instandsetzung der Zaunanlage nach Rücksprache in Auftrag geben durfte. Neben weiteren kleinen Tischlerarbeiten wurden auch die Maler aktiv, um den charakteristischen Charme des Gärtnerhauses zu bewahren. "Diesmal haben wir knapp 15.000 Euro ausgegeben, damit das Gärtnerhaus zum zehnten Jahrestag nach seiner Sanierung wieder in altem Glanz dastehen kann", freut sich das Vorstandsteam und dankt der Stadt für die konstruktive, reibungslose Zusammenarbeit.
Neue Alarmanlage sichert das Gärtnerhaus
Von einem echten Glücksfall spricht die Schlossvereinsvorsitzende, wenn sie auf das neue Sicherheitskonzept des Gärtnerhauses zu sprechen kommt. Nach den eingangs erwähnten Vorkommnissen hat Vereinsmitglied Claus Nöckel, ein ausgewiesener Fachmann in Sachen Sicherheit, das Gärtnerhaus mit einer neuen Einbruchmeldeanlage nebst sogenannter Brandmeldelinie versehen. Jetzt ist das Kleinod gegen Einbruch, Sabotage und Feuer bestens gewappnet. "Wir können jetzt wieder besser schlafen", sagt Melanie Eitzen-Fischer, denn die neue Sicherheitstechnik sei direkt mit der Wachdienststelle in Oldenburg verbunden. "Das Risiko, dass hier etwas Wertvolles gestohlen wird, besteht im Gärtnerhaus zwar nicht, doch Vandalismusschäden können schnell hohe Kosten verursachen", weiß Claus Nöckel aus Erfahrung. Mittlerweile sei fast das ganze Schlossensemble mit neuester Technik gesichert.
"Seit zehn Jahren ist der Schlossverein Pächter dieses schönen Häuschens. Wir fühlen uns deshalb auch verantwortlich und kümmern uns, wenn wir sehen, dass irgendwo Bedarf besteht", sagt Melanie Eitzen-Fischer. Das Gärtnerhaus wird vornehmlich in den Sommermonaten gut vermietet. Auch Hochzeiter nutzen das Haus gerne für Empfänge nach ihrer Trauung im Schloss. "Wir freuen uns, dass auch die junge Generation dieses Kleinod für sich entdeckt hat und es als etwas Besonderes empfindet." Auch Gäste, die in Cuxhaven Urlaub machen, buchen das Gärtnerhaus gern als Feriendomizil über eine Internetplattform. "Wir haben beste Beurteilungen", sagt Vorstandsmitglied Dietmar Rehfeldt und erwähnt mit leichtem Stolz die Note 9.7 bei den Bewertungen. Besser geht es wohl kaum.
Neues Sanierungsprojekt ist der Marstall
Auch Vorstandsmitglied Bernd Kreft zeigt sich mit den jüngsten Entwicklungen zufrieden: "Wir haben vor wenigen Wochen auch am Tag des offenen Denkmals teilgenommen. 260 Interessierte haben hier in Ritzebüttel vorbeigeschaut und haben das Gärtnerhaus und den Garten besichtigt."
Das nächste größere Projekt wartet schon: Der Schlossverein möchte jetzt nach Jahren der Diskussionen endlich den sanierungsbedürftigen Marstall gleich neben den Schlossmauern einer gründlichen Restaurierung unterziehen. Neuere Gespräche mit der Stadtverwaltung seien bereits aufgenommen worden. "Wir sind auf einem guten Weg und treffen uns in Kürze mit dem Stadtbaurat Andreas Eickmann. Dem wollen wir die Räume zeigen, denn er hat sie noch nicht persönlich gesehen. Wir bleiben auf jeden Fall am Ball." Aus Sicht der Vorsitzenden müsse kein umfangreiches Konzept für den Marstall entwickelt werden. Das Gebäude sei so herzurichten, dass es nicht weiter verfällt. "Dieses Thema werden wir im kommenden Jahr weiter vorantreiben", versprechen Melanie Eitzen-Fischer und ihr Team. Zwar könne der Schlossverein die Sanierung nicht alleine stemmen. Dennoch sei die Vereinskasse gut gefüllt und die Bereitschaft des Vereins, die Sanierung tatkräftig zu begleiten, sei hundertprozentig gegeben.


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