Schockanruf mit fatalen Folgen: Cuxhavener Seniorin übergibt 42.500 Euro an Betrüger
Eine 85-jährige Frau aus Cuxhaven ist Opfer eines perfiden Schockanrufs geworden. Betrüger setzten die Seniorin mit der erfundenen Geschichte eines tödlichen Unfalls ihrer Tochter unter Druck und erbeuteten 42.500 Euro Bargeld.
Eine 85-jährige Frau aus Cuxhaven ist am Mittwoch (29. Juli 2026) Opfer eines sogenannten Schockanrufs geworden. Unbekannte Täter erbeuteten nach Polizeiangaben 42.500 Euro Bargeld.
Nach bisherigen Erkenntnissen erhielt die Seniorin gegen 13.15 Uhr einen Anruf. Dabei sei ihr mitgeteilt worden, ihre Tochter habe einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht. Im weiteren Verlauf des Gesprächs setzten die Täter die Frau laut Polizei Cuxhaven massiv unter Druck. Sie behaupteten demnach, zur Abwendung einer Haft sei kurzfristig eine hohe Geldsumme als angebliche Kaution nötig.
Unbekannte Person nahm Geld an Wohnanschrift entgegen
Aus Sorge um ihre Tochter übergab die Frau das Bargeld kurze Zeit später an eine unbekannte Person. Diese nahm das Geld an der Wohnanschrift der Seniorin entgegen. Erst im Nachhinein wurde der Betrug erkannt.
Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet um Hinweise. Zeuginnen und Zeugen, die am Mittwoch zwischen 13.15 Uhr und 14.15 Uhr im Bereich der Freiherr-vom-Stein-Straße verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet haben oder sonstige Hinweise geben können, sollen sich bei der Polizei Cuxhaven unter der Telefonnummer (0 47 21) 57 30 melden.
Polizei warnt vor Betrugsmasche am Telefon
Die Polizei warnt erneut eindringlich vor dieser Betrugsmasche. Kriminelle erzeugen am Telefon gezielt Angst und enormen Zeitdruck, um ihre Opfer zu unüberlegten Entscheidungen zu bewegen. Polizei, Staatsanwaltschaften oder Gerichte verlangen niemals die Zahlung einer Kaution oder die Übergabe von Bargeld oder Wertsachen an unbekannte Personen.
Wer einen solchen Anruf erhält, sollte das Gespräch sofort beenden und die angeblich betroffenen Angehörigen unter den bekannten Rufnummern kontaktieren. Im Zweifel sollten Vertrauenspersonen hinzugezogen und umgehend die Polizei über den Notruf 110 verständigt werden. Die Polizei rät außerdem, insbesondere mit älteren Angehörigen und Bekannten über diese Betrugsform zu sprechen. Aufklärung sei der beste Schutz.
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