Die Statue "Vogelflug" (hier vor dem Kreuzfahrtschiff "Ocean Monarch") war vor 25 Jahren das Geschenk des Rotary-Clubs Cuxhaven an die Öffentlichkeit. Anlässlich des bevorstehenden 75-jährigen Jubiläums soll ein weiteres bleibendes und für alle zugängliches Objekt übergeben werden. Foto: Krieschen
Die Statue "Vogelflug" (hier vor dem Kreuzfahrtschiff "Ocean Monarch") war vor 25 Jahren das Geschenk des Rotary-Clubs Cuxhaven an die Öffentlichkeit. Anlässlich des bevorstehenden 75-jährigen Jubiläums soll ein weiteres bleibendes und für alle zugängliches Objekt übergeben werden. Foto: Krieschen
Soziales Engagement 

Seit 75 Jahren sozial engagiert: Rotary-Club Cuxhaven befindet sich im Jubiläumsjahr

von Maren Reese-Winne | 18.08.2026

Der Rotary-Club Cuxhaven feiert sein 75-jähriges Bestehen nicht nur mit dem  Benefizkonzert des Marinemusikkorps Wilhelmshaven: Ein Tastmodell der Stadt-Silhouette für Blinde ist geplant, um das Jubiläum mit der Öffentlichkeit zu teilen.

Mit dem Beginn des sogenannten "rotarischen Jahres" am 1. Juli ist für den Rotary-Club Cuxhaven ein bedeutsames Jahr angebrochen. Unter der Ägide des Präsidenten Jörg Itjen wird 2027 das 75-jährige Jubiläum begangen. Die Rotarier planen dieses Ereignis mit einem neuerlichen großen Projekt zu verknüpfen.

Als einer der ersten 100 Clubs in Deutschland wurde der Rotary-Club Cuxhaven vor fast 75 Jahren durch den Rotary-Club Hamburg gegründet. 1952 scharte dieser in Dölles Hotel die ersten Interessierten um sich. Die Charterfeier fand am 23. Mai 1952 auf der Mützelfeldtwerft statt.

Langjährige Unterstützung

Heute gehören dem Club - der ausdrücklich kein Verein ist - 53 Mitglieder an. Getragen durch die Prinzipien Weltoffenheit, Toleranz, Freundschaft und Völkerverständigung setzt sich die Gemeinschaft für die Unterstützung der Gesellschaft ein; in Cuxhaven gehören dazu unter anderem Projekte im Kinderhospizverein Cuxhaven-Bremerhaven sowie im Stadtteil Süderwisch, die Förderung des Einstiegs in den Beruf und die nachhaltige Unterstützung der MINT-Fächer (Naturwissenschaften und Mathematik) durch einen Förderpreis.

Holger Kliem, Präsident Jörg Itjen und Oliver Ottmüller (vl.) blicken freudig auf das anstehende Benefizkonzert mit dem Marinemusikkorps Wilhelmshaven, aber auch auf die weiteren Aktivitäten im angelaufenen Jubiläumsjahr des Rotary-Clubs Cuxhaven voraus. Foto: Reese-Winne

Grenzübergreifend liegt der Fokus unter anderem auf der Unterstützung diakonischen Engagements in Litauen, zusammen mit anderen Rotary-Clubs auf der humanitären Hilfe in der Ukraine und dem Programm "Polio Plus", einer Impfkampagne zur weltweiten Ausrottung der Kinderlähmung.

Einer der Jahreshöhepunkte steht bevor

Spenden nimmt der gemeinnützige Förderkreis des Rotary-Clubs Cuxhaven als gemeinnütziger Verein entgegen, der auf Antrag auch Projekte unterstützt. Aktuell steuert der Club auf einen der Jahreshöhepunkte zu. Das Benefizkonzert des Marinemusikkorps Wilhelmshaven - eine ganz wesentliche Einnahmequelle - ist aus dem Jahresprogramm nicht mehr wegzudenken. Das hochkarätig besetzte Ensemble spielt unentgeltlich; die Einnahmen kommen daher in voller Höhe sozialen Projekten zu.

Das Marinemusikkorps Wilhelmshaven wird am Dienstag, 1. September, wieder das Benefizkonzert des Rotary-Clubs Cuxhaven in der Kugelbake-Halle bestreiten. Foto: Bundeswehr

Noch dazu ist für die Fans aus Cuxhaven und Umgebung das Konzert auch wegen seiner hohen musikalischen Qualität zu einer festen Größe geworden. Am Dienstag, 1. September, tritt das Marinemusikkorps Wilhelmshaven unter der Leitung von Dirigent Fregattenkapitän Matthias Prock um 19.30 Uhr (Einlass ab 18 Uhr) in der Kugelbake-Halle auf. Schirmherr ist Oberbürgermeister Uwe Santjer, die Begrüßung übernimmt Präsident Jörg Itjen.

Karten sind zum Preis von 17 Euro beziehungsweise zwölf Euro (Schüler und Azubis) in der Kugelbake-Halle (Telefon 0 47 21) 40 44 44), den Tourist-Infobüros sowie online (www.reservix.de ode www.eventim.de) zu erwerben. Die Organisation des Konzerts liegt in den Händen von Oliver Ottmüller und Holger Kliem, die auch zusammen mit Jörg Itjen in einem Pressegespräch über das Jubiläum berichteten.  

Enger Austausch durch wöchentliche Zusammenkünfte

Kernpunkt des rotarischen Lebens ist neben dem gemeinnützigen gesellschaftlichen Engagement die auf wöchentliche Treffen gestützte enge solidarische und freundschaftliche Verbindung untereinander. "Das bedarf durchaus Zeit und Disziplin", räumt Oliver Ottmüller ein. In einer Runde von Teilnehmenden im Alter zwischen Mitte 30 und 90 Jahren ergebe sich ein zumeist harmonischer und beflügelnder Austausch, gekennzeichnet durch die Vielfalt der Berufsgruppen und Erfahrungen.

Dr. Marlies Reinke, Bis Juli 2026 Präsidentin des Rotary-Clubs Cuxhaven, im vergangenen Jahr mit Oberbürgermeister Uwe Santjer, Schirmherr des Benefizkonzerts. Foto: Reese-Winne

Premiere mit Präsidentin Dr. Marlies Reinke

Jeder Abend beginnt mit  Informationen und Vorträgen von internen und externen Referentinnen und Referenten. Die Aufnahme von Frauen habe dem Clubleben gutgetan und neue Perspektiven eröffnet, sagen alle Gesprächspartner übereinstimmend. In der vergangenen Amtsperiode stand mit Dr. Marlies Reinke erstmals eine Präsidentin dem Club vor.

Unweit des Radarturms nahm der damalige Cuxhavener Oberbürgermeister Helmut Heyne 2002 die Plastik "Vogelflug" entgegen. Foto: Reese-Winne

Vor 25 Jahren, im Jahr 2001/02, übergab der Rotary-Club Cuxhaven anlässlich seines 50-jährigen Bestehens der Cuxhavener Bevölkerung die imposante Edelstahl-Statue "Vogelflug" des Bildhauers Frijo Müller-Belecke. Sie wurde an der Elbe unweit  der Alten Liebe und des Radarturms installiert. Auch das 75-jährige Bestehen möchte der Club nicht unter sich feiern, sondern mit der Öffentlichkeit teilen, und zwar in Form eines Tastmodells, das die Stadt-Silhouette für blinde Menschen erfahrbar machen soll.

Tastmodell soll in der Stadt platziert werden

Die Bronze soll voraussichtlich im Frühjahr kommenden Jahres der Öffentlichkeit übergeben werden. Als Standort ist ein Ort im Bereich Innenstadt/Kaemmererplatz/Deichstraße ins Auge gefasst. Egbert und Felix Broerken - Vater und Sohn - haben bundesweit bereits rund 200 ähnliche Objekte sowie viele weitere im Ausland installiert. Die barrierefreien Kunstwerke sind ausdrücklich zum Anfassen gedacht - für blinde Menschen unabdingbar und für alle faszinierend. 

So sieht das durch Egbert und Felix Broerken geschaffene Tastmodell der Insel Helgoland aus. An anderen Orten wachsen die Stadtmodelle mehr in die Höhe. Foto: HTS (Helgoland-Tourismus-Service)

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Maren Reese-Winne

Redakteurin
Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

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