Stellschrauben für ein "Cuxhaven von morgen"
Auf Ratsebene möchte die Verwaltung den Startschuss für das "Intergrierte Stadtentwicklugskonzept" geben.
Geht es nach den Verantwortlichen in der Stadtverwaltung, wird in der ersten Ratssitzung nach der politischen Sommerpause der Startschuss für das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (kurz: ISEK) fallen. Hinter dem etwas sperrigen Begriff verbirgt sich ein Steuerungsinstrument, dessen Einführung seit mehreren Jahren vorgesehen ist: ISEK soll die strategische Grundlage für eine nachhaltige Entwicklung der Stadt bis zum Jahr 2047 bilden.
Ziel des Konzepts ist es, Stadtentwicklung nicht länger in Einzelprojekten, sondern als Ganzes zu denken. Kommunalpolitik und Verwaltung versprechen sich davon einen Identitätsgewinn für die Stadt und Vorteile im Standortwettbewerb, zum Beispiel bei der Einwerbung von Fördermitteln.
Zieljahr 2047 ist nicht willkürlich gewählt
Die bevorstehende Ratsabstimmung ist nach den Worten von Stadtbaurat Andreas Eickmann als Auftaktbeschluss zu verstehen. Hier gehe es zunächst einmal darum, das Vorhaben, dessen Beginn sich aufgrund fehlender Personalkapazitäten im Rathaus verzögert hatte, auf den Weg zu bringen. Im Ortsrat Sahlenburg steht das ISEK bereits am Montag, 24. August, auf der Tagesordnung - dort allerdings zunächst einmal als Sachstandsbericht. Sobald es an inhaltliche Fragen gehe, so Eickmann, würden die Ortsräte allerdings sehr wohl beteiligt.
Einbinden wird man nach seinen Worten auch alle anderen Stadtbereiche, die bekanntlich kein eigenes politisches Gremium kennen: Die Funktion der Ortsteile im gesamtstädtischen Gefüge zu definieren und zu stärken - das ist ein wichtiges Ansinnen hinter dem Integrierten Stadtentwicklungskonzept, für welches das Zieljahr übrigens nicht ohne Grund auf 2047 gelegt wurde. Dann nämlich jährt sich die Verleihung der Stadtrechte zum 140. Mal. Darüber hinaus gilt die beabsichtigte Laufzeit von rund zwei Jahrzehnten als idealer Rahmen, um Transformationsprozesse strategisch zu steuern. Besagte Entwicklungsschritte sollen in Szenarien (unter der Fragestellung "Was wäre wenn?") gedacht werden, wobei jeweils unterschiedliche Zeithorizonte (2030, 2035 und 2040) beleuchtet werden.
Stärken liegen in einem ganzheitlichen Ansatz
Die Frage, warum man ein neues Instrument benötigt, wo doch Gutachten zu unterschiedlichen Handlungsfeldern durchaus bereits vorhanden sind, erklärt sich ein Stück weit aus dem Titel "Integriertes Stadtentwicklungskonzept": Vorliegende Expertenpapiere betrachten Fragestellungen in der Regel singulär und durch eine fachspezifische Brille. Mit dem ISEK soll ein ganzheitlicher Ansatz verfolgt werden, sodass Themen in der Betrachtung nicht länger isoliert nebeneinander stehen. Auf diese Weise - so heißt es in einer Verwaltungsvorlage - soll ISEK "Leitlinien, Zielkonflikte und Entwicklungsperspektiven für die Stadt klären" helfen.
CNV-Newsletter
Wissen, was im Cuxland los ist: Alle wichtigen Nachrichten aus der Stadt und dem Landkreis Cuxhaven direkt in Ihr Postfach. Hier für den CNV-Newsletter anmelden.