Stadt Cuxhaven investiert 122.000 Euro in neue Feuerwehr-Einsatzkleidung
Dass die neue Einsatzkleidung der Freiwilligen Feuerwehren in der Stadt Cuxhaven eine neue Farbe hat, nämlich sandfarben, ist alles andere als ein modisches Detail. Leichter, sicherer, bequemer: Das waren die entscheidenden Kriterien bei der Auswahl.
Es ging um Sicherheit, Wertschätzung und sehr viel Geld: 122.000 Euro hat die Stadt Cuxhaven in die Hand genommen, um die ersten 105 Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren mit neuer Einsatzkleidung auszustatten. Am Mittwoch ging es in der Hauptfeuerwache in der Schulstraße wie im Taubenschlag zu, weil die Empfänger nach und nach die neue Ausrüstung abholten und die dazu passende Einweisung erhielten.
Thomas Pfeiffer, Wachabteilungsleiter bei der Berufsfeuerwehr Cuxhaven und Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Sahlenburg, und Schirrmeister Andreas Kunitzsch, begleiteten die Übergabe zusammen mit einem Vertreter der Herstellerfirma. Eine Garnitur - Paketpreis rund 1100 Euro - besteht aus Jacke und Hose. Die neue Einsatzkleidung ersetzt die abgängige Kleidung in den Ortsfeuerwehren der Stadt. In großen Behältern wurde die durch Einsätze und Aufbereitung strapazierte ausgediente Schutzkleidung gesammelt.

Im direkten Vergleich konnten schnell die Unterschiede zur neuen Einsatzkleidung festgestellt werden. Und diese bestehen nicht etwa nur in der neuen Farbe: Künftig werden die freiwilligen Kräfte - wie bereits die Berufsfeuerwehr - nämlich in beige/sandfarbener Kleidung ausrücken und nicht mehr in Dunkelblau.
Noch bedeutsamer sind natürlich ganz andere Details, auf die Stefan Matthäus, Referatsleiter Brandschutz und Rettungswesen, aufmerksam macht. Die neue Passform (Hose mit höherem Rückenbereich, Jacke in kurzer Variante) erhöhe den Tragekomfort im Einsatz und das Gewebe sei um einiges leichter. Die hochwertige Ausstattung biete die nötige Sicherheit, in denen sie wirklich benötigt werde.
Viele Modelle und Hersteller betrachtet
In einem langen Entscheidungsprozess und unter Beteiligung langjährig erfahrener Kräfte wie Stadtbrandmeister Dennis Joost und Schirrmeister Andreas Kunitzsch wurden in einer Arbeitsgruppe verschiedene Modelle und Hersteller betrachtet und schließlich das Modell "FireWolf" des Herstellers Isotemp ausgewählt. Das Material "Nomex NXT" ist flammenhemmend und widerstandsfähig, außerdem ist die Kleidung mit einem Lampenhalter und anderen praktischen Details ausgestattet.

Der helle Farbton gewährleistet unter anderem eine bessere Sichtbarkeit im Straßenverkehr, außerdem sind Verschmutzungen und Schäden leichter erkennbar. Gereinigt wird die Kleidung nach Einsätzen zentral in der Hauptfeuerwache unter den hierfür geltenden Bedingungen. Der im Rücken aufgedruckte Schriftzug "Feuerwehr Stadt Cuxhaven" ersetzt die bisher üblichen Klett-Schilder, was die Reinigung deutlich erleichtert.
Langfristig ist in mehreren Etappen die einheitliche Ausstattung aller Feuerwehrmitglieder mit der neuen Ein-satzkleidung geplant. Begonnen wurde mit der Neuausstattung bei den Atemschutzgeräteträgern, weil diese bei der Brandbekämpfung dem Feuer am nächsten kommen. Über diese Qualifikation verfügen in der Stadt Cuxhaven rund 200 freiwillige Feuerwehrleute. Natürlich wird die Einsatzkleidung auch bei anderen Notfalleinsätzen getragen.

Notwendigkeit als unstrittig anerkannt
Der Ausschuss für Feuerwehr, Katastrophenschutz, Sicherheit und Ordnung und der Rat der Stadt Cuxhaven setzten mit der einstimmig beschlossenen Bewilligung der Haushaltsmittel für die Einsatzkleidung ein klares Zeichen für die Sicherheit der ehrenamtlichen Mitglieder der Cuxhavener Feuerwehren; eine Entscheidung, die im Hinblick auf die Notwendigkeit unstrittig gewesen sei, wie Oberbürgermeister Uwe Santjer bei der symbolischen Übergabe betonte. Dennoch habe es über die Art der Umsetzung einige Diskussionen gegeben - am Ende mit klarer Kante: "Wir wollten das nicht kleckerweise umsetzen."
Das sei auch eine Würdigung der hohen Fachlichkeit, Weiterbildungsbereitschaft und vorbildlich laufenden Kooperation von Berufs- und Freiwilligen Feuerwehren in der Stadt Cuxhaven, so Santjer. Allen Einsatzkräften wünschte er die stets wohlbehaltene Rückkehr von ihren Einsätzen.