Über eine auf dem Wochenmarkt ausliegende Unterschriftenliste möchten die Initiatoren (hier mit Unterstützern aus der Wählergemeinschaft Die Cuxhavener und Passanten) einen Bürgerentscheid auf den Weg bringen: Eine Landesgartenschau in Cuxhaven zu verhindern ist das Ziel der Initiative. Foto: Koppe
Über eine auf dem Wochenmarkt ausliegende Unterschriftenliste möchten die Initiatoren (hier mit Unterstützern aus der Wählergemeinschaft Die Cuxhavener und Passanten) einen Bürgerentscheid auf den Weg bringen: Eine Landesgartenschau in Cuxhaven zu verhindern ist das Ziel der Initiative. Foto: Koppe
Protestaktion

Bürger sammeln Unterschriften gegen Gartenschau in Cuxhaven

16.08.2026

Blumen, Gartenlandschaften und wiele zusätzliche Besucher? Klingt erst einmal gut - und doch gibt es Menschen in Cuxhaven, die das Projekt Gartenschau kritisch sehen. Drei davon wollen  einen Bürgerentscheid herbeiführen.

Die Initiatoren des Bürgerbegehrens "Gegen die Landesgartenschau in Cuxhaven" haben begonnen, Unterschriften zu sammeln. Am Stand der Wählergemeinschaft Die Cuxhavener (sie unterstützt die Aktion) legten Meike Feldmann, Franziska Schwedler und Sebastian Schlagmann am vergangenen Mittwoch erstmals eine Unterschriftenliste aus.

Die Resonanz sei gut, hieß es in einer ersten Zwischenbilanz nach gut einer Stunde. Unterschreiben darf, wer in Cuxhaven kommunal wählen darf, also mindestens 16 Jahre alt ist, in Cuxhaven wohnt und deutscher oder EU-Staatsangehöriger ist. Die Unterschriftensammlung soll gemäß der Niedersächsischen Kommunalverfassung in einen Bürgerentscheid münden. Nötig sind dafür etwas mehr als 4.000 Unterzeichner - das heißt mit anderen Worten, dass sich ein Zehntel der Wahlberechtigten mit dem eigenen Namen für das Anliegen starkmachen muss.

Sammelaktion läuft  über sechs Monate

Um die erforderlichen Unterschriften zu sammeln, haben Feldmann, Schwedler und Schlagmann sechs Monate Zeit. Jede Person, die mit ihrem Bürgerbegehren sympathisiert, darf nur einmal unterschreiben. Sie muss den Nachnamen, Vornamen, das Geburtsdatum und die persönliche Anschrift angeben.
Auf den Unterschriftsbögen listen die Initiatoren ihre Argumente gegen eine Landesgartenschau am Standort Cuxhaven auf. Was sie befürchten, ist, dass das Groß-Event aufgrund der damit verbundenen Investitionen zu einem "Millionengrab" werden könnte. Sie halten außerdem nichts von der Idee, Teile der gewachsenen Küstenlandschaft zu Schauzwecken auf künstlichem Wege zu verändern. Ferner warnen die Genannten vor einem Kollaps der örtlichen Infrastruktur: Die für das Jahr 2034 geplante Landesgartenschau (den Zuschlag erhielt die Stadt vor wenigen Wochen) würde parallel zur Hauptsaison im größten deutschen Nordseebad stattfinden und Cuxhaven "zusätzlich überlasten". Weitere Unterschriften wollen Feldmann, Schwedler und Schlagmann von jetzt an jeden Sonnabend auf dem Cuxhavener Wochenmarktplatz sammeln. (red)

Grafik: cnv-medien.de

Wie hat Ihnen der Artikel gefallen?

(1 Stern: Nicht gut | 5 Sterne: Sehr gut)

Feedback senden

CNV-Newsletter

Wissen, was im Cuxland los ist: Alle wichtigen Nachrichten aus der Stadt und dem Landkreis Cuxhaven direkt in Ihr Postfach. Hier für den CNV-Newsletter anmelden.


Top Nachrichten



Lesen Sie auch...
Aufruf

Maskottchen für Buttfest gesucht

von Kai Koppe

Firmen, Vereine und Institutionen dürfen sich an einer Parade auf dem Kaemmerplatz beteiligen - mit einer Figur, die die eigene Markenidentität widerspiegelt.

Kommentar

Baumschutz versus Bauprojekte: "Grün" ist manchmal unbequem

von Kai Koppe

Das Schicksal einer mehr als einhundert Jahr alten Linde lässt die Diskussion über den Umgang mit Altbäumen erneut aufflammen. 

Jubiläum

200 Jahre Friedhof der Martinskirche im Cuxhavener Stadtteil Ritzebüttel

von Redaktion

Am 200. Jahrestag des Friedhofs Ritzebüttel in Cuxhaven zeugt das Jubiläum von Geschichte und Verlust. Trotz des tragischen Todes von Pastorin Sabine Manow wird die Veranstaltung in ihrem Gedenken fortgeführt.

Weit unter Durchschnittsmiete 

Neuestes Flaggschiff: "Siedlung" Cuxhaven errichtet hier 40 barrierefreie Wohnungen

von Maren Reese-Winne

Wohnen im Grünen, barrierefrei, stadtnah und verkehrsgünstig; in einer neu angelegten Straße und das alles zu einem Preis weit unter der Cuxhavener Durchschnittsmiete: Das soll ab Januar 2027 im Lehfeld Wirklichkeit werden.