Vorstand legt Bilanz vor: Stadtsparkasse Cuxhaven bleibt auf Kurs
Die Stadtsparkasse Cuxhaven hat 2025 ein weiteres Erfolgsjahr hingelegt. Im 195. Jahr seines Bestehens zieht das Kreditinstitut Bilanz und sieht sich auf einem guten Weg. Insbesondere dem Thema Baufinanzierung werden gute Perspektiven beigemessen.
"Im Geschäftsjahr 2025 konnten wir uns sowohl bei der Bilanzsumme als auch im Kreditgeschäft steigern", so der Vorstandsvorsitzende Kai Mangels. Und das obgleich die Rahmenbedingungen für Wirtschaft und Finanzmärkte alles andere als günstig sind. Schwaches Wachstum, globale Krisen, Strukturprobleme in Deutschland und Fachkräftemangel deuten nicht gerade auf eine Hochkonjunktur hin. Doch die Stadtsparkasse konnte sich offenbar von diesen Entwicklungen abkoppeln.
Auch die Zinssenkungen durch die EZB infolge der zurückgehenden Inflation haben nur indirekten Einfluss auf das Geschäftsergebnis gehabt, zumal sich im Gegenzug die Kreditnachfrage insbesondere bei Baufinanzierungen stabilisiert hat. "Dank unseres starken Kundengeschäfts haben wir unsere Marktposition im Jahr 2025 weiter gefestigt", sagt Vorstand Axel Lohmeier, der seit einem Jahr gemeinsam mit Kai Mangels an der Spitze der Sparkasse steht.
Bilanzsumme lag 2025 bei 1,34 Milliarden Euro
Die Bilanzsumme lag 2025 mit 1,34 Milliarden Euro um 0,2 Prozent über dem bereits hohen Niveau des Vorjahres. Der Jahresüberschuss wuchs um 3 Prozent auf 1,354 Millionen Euro. Die Gesamtmenge an Kundendarlehen stieg um 2,6 Prozent auf 1,024 Milliarden Euro an. Kreditzusagen an Unternehmen betrugen 2025 81 Millionen Euro, Zusagen an Privathaushalte machten 67 Millionen Euro aus, eine Steigerung von 23 Prozent gegenüber 2024.
Die Vorteile der niedrigen Zinsen für Kreditnehmer wirkten sich auf der anderen Seite auf das Einlagengeschäft aus, erläuterte Vorstandsvertreter Thomas Westphal, als Bereichsdirektor für das Privatkundengeschäft verantwortlich. Kunden setzten verstärkt auf Alternativen in Form von Wertpapierdepots, etwa bei der Deka Bank oder dem S-Broker. Letztere bietet Investitionsmöglichkeiten für digitale Selbstentscheider. Die Anzahl der Wertpapierdepots erhöhte sich um 6 Prozent. Als Marktführerin in ihrem Geschäftsgebiet führt die Stadtsparkasse zudem mehr als 33.000 Girokonten.
Auch in Sahlenburg entsteht ein Filial-Neubau
Entscheidend für den Erfolg der Stadtsparkasse seien Kundennähe, Marktkenntnis und die Fähigkeit, den spezifischen regionalen Bedürfnissen von Privat- wie Geschäftskunden gerecht zu werden, so Kai Mangels. Das spiegele sich auch in der Service-Offensive wider. Zur Jahresmitte soll die im Bau befindliche Filiale in Sahlenburg eröffnet werden. Im Anschluss soll es mit der baufälligen Filiale in Sahlenburg weitergehen. Auch dort entsteht ein Neubau. Zur Überbrückung während der Bauphase wird dort ein SB-Pavillon eingerichtet. Darüber hinaus sollen schon Ende April und Anfang Mai die ersten SB-Pavillons an zwei neuen Standorten in der Stadt aufgestellt werden. Ein weiterer Pavillon folgt zur Jahresmitte.
Auch die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtsparkasse wächst. Sie beträgt jetzt 201, neun mehr als 2024. Die Zahl der Auszubildenden und dualen Studierenden wurde von zehn auf 14 gesteigert. Die ursprünglich geplanten sieben Ausbildungsplätze waren schnell vergriffen. Deshalb wurde die Ausbildungskapazität in diesem Jahr auf zehn erhöht. Zu den neuen Beschäftigten zählen zunehmend Quereinsteiger aus anderen Berufsfeldern, die in allen Bereichen des Finanzwesens geschult werden. Auf diese Weise will die Stadtsparkasse dem demografischen Wandel, der mit einem Fachkräftemangel einhergeht, ein Schnippchen schlagen.
Neu ist die Einführung einer individuellen Vermögensverwaltung für vermögende Privatkunden ab einem Guthaben von einer Viertelmillion Euro.
Neue Leiterin für das Immobilien-Centrum
Neu ist auch Ann-Katrin Felbusch als Leiterin des Sparkassen-Immobilien-Centrums. Sie übernahm die Aufgabe zum Jahresbeginn und hat fünf Finanzierungsberater sowie drei Makler an ihrer Seite, die Kunden rund ums Eigenheim beraten. Für eine Vereinfachung des Verwaltungsaufwands soll in wenigen Tagen ein gesicherter Online-Upload sorgen. Damit können Kunden ihre wirtschaftlichen Unterlagen sowie die Haushaltsrechnung für die Immobilienfinanzierung problemlos an die Sparkasse digital übermitteln.
Ein weiterer Schritt zur Vereinfachung von Prozessen durch Digitalisierung ist "Wero", ein europaweites Echtzeit-Bezahlsystem, das 2025 eingeführt wurde. "Wero" ist die europäische Antwort auf amerikanischen Zahlungsdienstleister. "Wero" müsse sich nicht hinter den etablierten Systemen verstecken, so Axel Lohmeier. "Es handelt sich um eine europäische Lösung, die auf europäischen Werten basiert." In unsicheren Zeiten gewinne dieses Zahlungssystem zunehmend an Akzeptanz.
Fördersumme für Projekte betrug 267.000 Euro im Jahr 2025
Im Rahmen ihrer Fördertätigkeit, die auf ihrem Status als öffentlich-rechtliche Institution beruht, hat die Stadtsparkasse 2025 über 180 Projekte aus den Bereichen Soziales, Kultur, Bildung uns Sport in ihrem Geschäftsgebiet mit insgesamt etwa 267.000 Euro gefördert.