40,1 Prozent aller Leerstände standen innerhalb von drei Monaten für einen Bezug zur Verfügung. Symbolfoto: Georg Wendt
40,1 Prozent aller Leerstände standen innerhalb von drei Monaten für einen Bezug zur Verfügung. Symbolfoto: Georg Wendt
Wohnungen in Niedersachsen

Erhebung: Wohnungsleerstände hauptsächlich im Osten und Südosten von Niedersachsen

29.11.2024

Niedersachsen verfügt über Tausende unbewohnte Wohnungen. Verfügbar ist nur ein Teil von ihnen.

Tausende Wohnungen vor allem im Osten und Südosten von Niedersachsen stehen laut neu veröffentlichten Zahlen leer. 160.007 Wohnungen waren laut der Gebäude- und Wohnungszählung im Rahmen des Zensus 2022 unbewohnt, wie das Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) mitteilte. Sie machten demnach 4,1 Prozent aller Wohnungen aus. Beim vorherigen Zensus 2011 lag die Leerstandsquote bei 3,7.

Für die Erhebung wurden nur Ein- und Mehrfamilienhäuser zum Stichtag 15. Mai 2022 betrachtet, nicht etwa aber Wohnungen in Wohnheimen. Besonders gering war die Leerstandsquote demnach in einigen Gemeinden im Emsland oder in der Grafschaft Bentheim mit weniger als einem Prozent. Braunlage (17,1 Prozent) und Walkenried (15,3) im Harz wiesen besonders hohe Leerstandsquoten auf. Bei den Großstädten mit mehr als 100.000 Bürgerinnen und Bürgern sowie den kreisfreien Städten gab es in Salzgitter (7,1) und Wilhelmshaven (6,7) die meisten Leerstände. Die wenigsten gab es in Oldenburg (2,8).

Im Bundesland Bremen lag die Leerstandquote bei 3,69 und damit praktisch unverändert zum vorherigen Zensus. 2011 lag die Quote dort bei 3,7. 

Verschiedene Gründe für Leerstände

Etwa die Hälfte der Wohnungen stand dabei bereits seit zwölf Monaten oder länger leer. Bei 22 Prozent dauerte der Leerstand erst höchstens drei Monate an. 40,1 Prozent aller Leerstände oder 1,6 Prozent aller Wohnungen standen den Angaben nach für einen Bezug innerhalb von drei Monaten zur Verfügung. Bei einem gesunden Wohnungsmarkt sollten den Angaben nach aber etwa drei Prozent aller Wohnungen kurzfristig verfügbar sein. Vor allem die länger leerstehenden Wohnungen waren laut dem Statistischen Landesamt nicht kurzfristig verfügbar.

Über ein Drittel aller nicht kurzfristig verfügbaren Wohnungen wurden renoviert. Bei gut einem weiteren Drittel lagen sonstige Gründe vor. Laut dem LSN könnte es sich dabei um ungeklärte Eigentumsverhältnisse oder Spekulationsobjekte handeln. Die übrigen Wohnungen sollten verkauft, selbst genutzt oder abgerissen werden. (dpa)

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