Heiß und trocken: Fünf Tipps, wie Sie mit ihrem Garten durch den Sommer kommen
Achtsamer Wasserverbrauch im Garten ist gerade bei Trockenheit und anhaltender Hitze besonders wichtig. Wie das gehen kann? Der Regionalgeschäftsführer des BUND gibt wertvolle Tipps für die Garten-Sommersaison.
Es ist heiß und trocken. Der Wasserverband Wesermünde mahnt zum achtsamen Verbrauch, zeitgleich wollen Gartenbesitzer ihre durstigen Pflanzen am Leben halten. Bernd Quellmalz steht vor demselben Problem: "Aber ich merke einen massiven Unterschied. Der kurz geschorene Rasen leidet mehr als die Stellen, in denen die Natur ihren freien Lauf nehmen kann." Wie kann es also gehen? Das rät der Regionalgeschäftsführer des Bunds für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Regionalgeschäftsstelle Weser-Elbe, für die Garten-Sommersaison.
Richtig gießen
Gießen Sie in den frühen Morgen- oder Abendstunden und immer direkt an die Wurzel. Konzentrieren Sie sich auf frisch gepflanzte oder junge Pflanzen. Pflanzen, die schon länger stehen, insbesondere Tiefwurzler, können sich lange selbst mit Wasser versorgen.
Boden schützen
Mulchen Sie Ihre offenen Beete, das schützt den Boden vor direkter Sonneneinstrahlung. Dafür können Sie Beete mit Rasenschnitt oder Laub abdecken. Sobald der Boden offen ist, trocknet er aus - und das geht schnell bis in die unteren Schichten. Laub und Rasenschnitt düngt die Fläche gleichzeitig.
Regenwasser sammeln
Gartenbesitzer sollten überall da, wo es geht, Regenwasser von Dächern auffangen. Lösungen gibt es für jeden Geldbeutel und für jede Dachgröße. Hausbesitzer können einfache Regentonnen ans Fallrohr der Dachrinnen stellen. Bei großen Dachflächen und Budget kann sich auch der Einbau einer Zisterne mit Pumpensystem lohnen. "Wir leben immer noch aus diesen Zisternen vom Wasser im Frühjahr. Jeder Quadratmeter hilft."
Rasen nicht sprengen
Rasen passt sich den Wetterbedingungen an. Auch wenn er braun gebrannt kein optischer Hingucker mehr ist, müssen sich Gartenbesitzer nicht sorgen. Sobald es regnet, wird er wieder grün. Auf keinen Fall sollten Sie einen Rasensprenger aufstellen. Das Wasser verdunstet zu großen Teilen und erreicht die Wurzeln nicht. Außerdem wirken Wassertropfen auf umliegenden Pflanzen wie Brenngläser. Das kann zu Verbrennungen führen.
Langfristig für ausreichend Schatten sorgen
Dichte wildgrüne Wiesen, hohe Stauden und heimische Sträucher sorgen langfristig für Beschattung im Garten. Auf diesen Flächen bildet sich ein anderes Kleinklima. Die Feuchtigkeit kann allein durch den Schattenwurf besser gehalten werden. Sie können auch eine Wildblumenwiese ansäen und stehen lassen oder Ecken einfach mal hochwachsen und Blumen wachsen lassen. Rasen ist ein Wasserfresser.
Übrigens: Das Wasser in Tränken für Vögel und Insekten sollte täglich gewechselt und die Tränke gereinigt werden, um die Verbreitung von Krankheiten zu verhindern.
Von Katja Gallas