Ein Bauarbeiter arbeitet im Rohbau eines Fertighauses. Foto: Daniel Maurer
Ein Bauarbeiter arbeitet im Rohbau eines Fertighauses. Foto: Daniel Maurer
Krise der Bauwirtschaft

Hersteller von Fertighäusern in Deutschland rechnen 2023 mit weniger Umsatz

02.10.2023

Die Krise der Bauwirtschaft in Deutschland geht auch an der Fertighausindustrie nicht spurlos vorbei: Für das laufende Jahr rechnet der Verband mit einem Umsatzminus.

Die deutsche Fertigbauindustrie rechnet nach dem Rekordjahr 2022 im laufenden Jahr mit sinkenden Umsätzen. Erwartet wird ein Rückgang um mehr als drei Prozent auf 3,6 Milliarden Euro (2022: 3,7 Milliarden Euro), wie der Bundesverband Deutscher Fertigbau (BDF) in Bad Honnef mitteilte. Der Verband berief sich auf eine aktuelle Umfrage unter seinen 50 Mitgliedsunternehmen.

Die Holz-Fertighaushersteller gaben demnach an, dass die Zahl der Neuaufträge in den vergangenen zwölf Monaten im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum um 45 Prozent gesunken sei. Mit ihrem Auftragsbestand seien die Unternehmen noch bis Mitte 2024 ausgelastet.

Die aktuelle Geschäftslage bezeichneten rund 73 Prozent der Firmen als "befriedigend" oder "gut". Etwa 27 Prozent der Unternehmen ordneten sie als "schlecht" ein. In den nächsten sechs Monaten erwarte die Hälfte der Unternehmen eine schlechtere Geschäftslage, 47 Prozent eine gleichbleibende und 3 Prozent eine bessere Geschäftslage, so der Verband. Ende 2022 beschäftigte die Holz-Fertigbaubranche gut 15.000 Menschen. Bis Jahresende rechnet der BDF mit einem Rückgang auf knapp 14.000.

Immer mehr Hersteller setzen den Angaben zufolge neben Planung und Errichtung von Ein- und Zweifamilienhäusern auf neue Geschäftsfelder. So entfielen 2022 bereits knapp zehn Prozent des Umsatzes etwa auf den Geschosswohnungsbau, die Quartiersentwicklung oder das Bauen im Bestand mit Aufstockungen, Sanierungen und Nachverdichtungen. "Wir erwarten hier einen steigenden Umsatz und eine wachsende Bedeutung unserer Branche. Der Holz-Fertigbau ist prädestiniert für serielles Bauen und Sanieren", erklärte BDF-Präsident Mathias Schäfer. (dpa)

Wie hat Ihnen der Artikel gefallen?

(1 Stern: Nicht gut | 5 Sterne: Sehr gut)

Feedback senden

CNV-Nachrichten-Newsletter

Hier können Sie sich für unseren CNV-Newsletter mit den aktuellen und wichtigsten Nachrichten aus der Stadt und dem Landkreis Cuxhaven anmelden.

Die wichtigsten Meldungen aktuell


Lesen Sie auch...
Energieversorger äußert sich

Wasserabstellung in Cuxhaven: Mieter in Lisztstraße durch Verwaltungsfehler in Sorge

von Denice May

In der Lisztstraße herrscht Aufregung: Ein Verwaltungsfehler sorgt für die drohende Wasserabstellung in 24 Wohnungen. Doch es gibt Hoffnung, denn das Problem wurde erkannt und eine Lösung ist in Sicht.

Regionale Unterschiede

Großbaustelle Wohnungsbau: 320.000 Wohnungen in Deutschland jährlich nötig

400.000 Wohnungen pro Jahr wollte die Ampel-Regierung bauen, geworden sind es deutlich weniger. Der Bedarf an Wohnungen ist laut einer aktuellen Prognose immens - und regional sehr unterschiedlich.

Betrifft viele Steuerzahler

Es gibt Post vom Bundessteueramt: Wer jetzt eine weitere Steuernummer erhält

Ausgewählte Deutsche erhalten eine neue Kennziffer, die die Kommunikation mit Behörden vereinfachen soll. Die stufenweise Vergabe hat bereits begonnen und betrifft viele Steuerzahler.

Der Winter ist da

Was gilt nun? Vier wichtige Heizungsregeln im Jahr 2025 auf einen Blick

Viele Heizungsanlagen müssen 2025 effizienter und umweltschonender laufen. Manchmal reicht dafür eine Prüfung aus, mitunter muss auch nachgebessert werden. Selbst ein Tausch ist nicht ausgeschlossen.