Innovatives Projekt für Cuxhaven: "Admiralspark Grimmershörn" vorgestellt
Cuxhaven. Die Stadt Cuxhaven ist schon seit einigen Jahren dabei, gemeinsam mit einem Investor das attraktiv gelegene Areal rund um die historische Grimmershörnkaserne in einer zusammenhängenden städtebaulichen Planung neu zu entwickeln.
Auf der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Mobilität, Bau und Demografie wurden die Pläne für den "Admiralspark Grimmershörn" in dieser Woche öffentlich im Bürgersaal des Rathauses vorgestellt.
Im Fokus der Planungen steht der ehemalige Exerzierplatz der einstigen Kaserne. Die Marhold Immobilien GmbH, die auch schon die Wohnanlage direkt neben der St.-Petri-Kirche Cuxhaven entwickelt hat, erarbeitete in den zurückliegenden drei Jahren in enger Zusammenarbeit mit der Bauverwaltung ein Konzept in dessen Mittelpunkt eine Wohnnutzung für verschiedene Wohnformen im Geschosswohnungsbau stehen soll. Ferienwohnungen sind an dieser Stelle explizit ausgeschlossen. Auch Zweitwohnsitze seien nicht erwünscht, wie am Rande der Sitzung bekannt wurde.
Die attraktive Fläche soll über eine Stichstraße mit einer Wendeanlage von der Kasernenstraße aus erschlossen werden. Fuß- und Radwegeverbindungen in alle übrigen Richtungen sollen die Durchlässigkeit in die benachbarten Bereiche zusätzlich gewährleisten. Schließlich liegt das Gebiet in unmittelbarer 1a-Lage an der Grimmershörner Bucht. Die Fachleute der städtischen Bauverwaltung legen bei diesem besonderen Grundstück viel Wert darauf, dass das Areal auch für die Öffentlichkeit durchlässig gestaltet wird.
Öffentliche Plätze mit hoher Aufenthaltsqualität
Deshalb sollen neben dem neuen Wohnquartier auch kleinere Dienstleistungsbetriebe, therapeutische Praxen und Arztpraxen und weitere freie Berufe im Quartier möglich sein. Zudem sind attraktive öffentliche Plätze mit einer hohen Aufenthaltsqualität für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt geplant.
Der Schwerpunkt der Bebauung bleibt aber dem Wohnen vorbehalten: Nach aktueller Planung sollen im "Admiralspark Grimmershörn" insgesamt 125 Wohneinheiten entstehen, die auf insgesamt neun Gebäude verteilt sind. Geplant sind auch Kleinwohnungen zum Beispiel innerhalb eines größeren, gegliederten Gebäudes im nordwestlichen Bereich. Entsprechend einer städtischen Beschlusslage kommt bei dem Großprojekt eine Sozialkomponente zum Tragen: 15 Prozent des Wohnraumes werden für den sogenannten "preisgedämpften Mietwohnungsbau" angeboten.
"Die genaue Ausgestaltung dieser Mietwohnungsklausel für den preisgedämpften Wohnungsbau wird im Vorhaben- und Erschließungsplan beziehungsweise im Durchführungsvertrag geregelt", erklärte Stadtbaurat Andreas Eickmann in der Sitzung. Ratsherr Michael Stobbe (SPD) regte schon zu diesem frühen Zeitpunkt der Planungen an, diesen Wert auf 16 Prozent zu erhöhen, damit insgesamt 20 "preisgedämpfte Wohnungen" am Markt angeboten werden können.
Große Tiefgarage mit 168 Stellplätzen
Die Wohnanlage wird nach derzeitiger Planung über ein Garagengeschoss beziehungsweise über eine große Tiefgarage mit 168 Stellplätzen verfügen. Die Freiräume innerhalb des Quartiers sollen von den künftigen Bewohnern und Cuxhavenern als kommunikative Begegnungsplätze genutzt werden. So sieht die Planung beispielsweise Grünflächen mit multifunktionalem Charakter und einem Mehrgenerationenplatz mit hoher Aufenthaltsqualität für Jung und Alt vor.
Auch den heute so wichtigen Klimafunktionen wie Beschattung, Verdunstung, Dachbegrünung und Oberflächenwassersammlung trägt das innovative Konzept Rechnung. Zudem ist eine ansprechende Grünplanung entlang der dort verlaufenden "Döser Wettern" planungsrechtlich abgesichert.
Plädoyer für weniger Parkplätze
Mit Blick auf die vorgestellt Rad- und Fußwegeplanung meldete sich Ratsherr Thorsten Larschow von B90/Die Grünen zu Wort: "Wir sollten weniger Parkplätze vorsehen und dafür die Fuß- und Radwege verbreitern." Der Stadtteil Grimmershörn sei nicht nur im Sommer stark von Cuxhavenern und Gästen frequentiert.
Der Vorsitzende des Bauausschusses Enak Ferlemann zeigte sich beeindruckt vom modellhaften Charakter der Planung und wies die Ausschussmitglieder darauf hin, dass die genauen Detailplanungen zu einem späteren Zeitpunkt noch in den zu beteiligenden Fachausschüssen beraten werden.