Schleswig-Holstein verstetigt die hohe Förderung des sozialen Wohnungsbaus. Symbolfoto: Marcus Brandt/dpa
Schleswig-Holstein verstetigt die hohe Förderung des sozialen Wohnungsbaus. Symbolfoto: Marcus Brandt/dpa
Wohnen & Bauen

Schleswig-Holstein: Weiter hohe Wohnungsbauförderung

29.11.2024

Mit hunderten Millionen Euro will die Landesregierung den sozialen Wohnungsbau im kommenden Jahr fördern. 2.000 bezahlbare Wohnungen könnten so entstehen. Die Nachfrage ist groß.

Die schwarz-grüne Landesregierung wird die Schaffung bezahlbaren Wohnraums in Schleswig-Holstein auch im kommenden Jahr mit 400 Millionen Euro fördern. Das Kabinett habe dazu der Erhöhung der Landesmittel für 2025 und 2026 um jeweils 100 Millionen Euro zugestimmt, teilte Innenministerin Sabine Sütterlin-Waack (CDU) in Kiel mit. 

In der gesamten Förderperiode von 2023 bis 2026 stelle die Landesregierung damit mehr als 1,6 Milliarden Euro zur sozialen Wohnraumförderung bereit - 1,2 Milliarden Euro aus Landesmitteln, hinzu kämen 400 Millionen Euro vom Bund.

Fördermittel sollen zum Bau von 2.000 Wohnungen reichen

Das Interesse an der Förderung sei groß und bereits jetzt sei deshalb klar, dass die 400 Millionen Euro im kommenden Jahr vollständig verwendet werden können, hieß es. Der Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH) lägen für 2025 bereits Interessenbekundungen in Höhe von mehr als einer Milliarde Euro vor. "Wir können damit unsere Rekordförderzahlen aus den Vorjahren verstetigen und auch 2025 erneut rund 2.000 Wohneinheiten fördern", sagte die Ministerin.

"Die Nachfrage nach Fördermitteln hat eine bislang nicht gekannte Höhe erreicht", sagte IB.SH-Vorstandsvorsitzender, Erk Westermann-Lammers. Hohe Baukosten in Verbindung mit relativ hohen Bauzinsen führten dazu, dass der Markt beim Wohnungsbau alleine nicht die sozial erwünschten Ergebnisse hervorbringe.

"Es ist deshalb unabdingbar, dass den hohen Baukosten aktiv entgegengewirkt wird", betone Sütterlin-Waack. Der in der sozialen Wohnraumförderung eingeführte "Regelstandard Erleichtertes Bauen" zeige zudem, dass preiswerteres Bauen möglich sei, ohne auf wichtige wohnbauliche Qualitäten zu verzichten. "Und das funktioniert: Denn die Herstellungskosten im Bereich der sozialen Wohnraumförderung sind erstmals seit 40 Jahren tatsächlich gesunken." Zudem stütze man mit der Förderung auch ganz maßgeblich die Wohnungs- und Bauwirtschaft im Land. (dpa)

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