Falsche Entsorgung von Arzneimitteln kann schwerwiegende Folgen haben. Foto: Gabbert/dpa-tmn
Falsche Entsorgung von Arzneimitteln kann schwerwiegende Folgen haben. Foto: Gabbert/dpa-tmn
Die Antworten könnten überraschen

Abgelaufene Arzneimittel: Umweltgefahr oder harmloses Entsorgen?

04.10.2024

Haben Sie abgelaufene Medikamente in Ihrer Hausapotheke? Erfahren Sie, wie Sie Medikamente richtig entsorgen und welche Folgen falsches Entsorgen haben kann. 

Falsche Entsorgung von Arzneimitteln kann schwerwiegende Folgen haben. Foto: Gabbert/dpa-tmn

In Ihrer Hausapotheke weilt ein Rest Hustensaft aus der letzten Erkältungssaison, der längst abgelaufen ist? Die Ärztin hat Ihnen andere Blutdrucksenker verschrieben, doch Sie haben noch ein paar Blister des alten Präparates zu Hause?

Von Resten wie diesen will man sich trennen - aber richtig. Denn beim Entsorgen von Medikamenten kann man mit Blick auf die Umwelt einen großen Fehler machen: sie in der Toilette oder im Waschbecken herunterzuspülen. Davon rät die Apothekerkammer Niedersachsen ab. Auch bereits leere Arzneimittelfläschchen sollte man nicht ausspülen.

Warum ist das Herunterspülen so ein großes Problem?

Das liegt daran, dass die Arzneistoffe über das Abwasser den Weg in den Wasserkreislauf finden. Sind sie erst einmal dort, drohen unerwünschte Folgen - an unterschiedlichen Orten. Etwa in Kläranlagen: Antibiotika-Reste können dort Bakterien zerstören, die für die Abwasseraufbereitung eingesetzt werden, so die Apothekerkammer.

Als Teil des Wasserkreislaufs können Arzneistoffe auch in Gewässer gelangen und sich in Pflanzen und Tieren ansammeln, die dort leben. So können sie etwa die Fortpflanzung von Wasserinsekten beeinträchtigen.

Wie entsorge ich Medikamente denn nun richtig?

Eine Antwort, die bundesweit gilt, gibt es auf diese Frage nicht. Denn wie die korrekte Entsorgung von Arzneimitteln aussieht, ist auf kommunaler Ebene geregelt. Was genau in Ihrer Region gilt, können Sie auf der Webseite www.arzneimittelentsorgung.de herausfinden.

In vielen Städten und Kommunen dürfen Medikamente in den Hausmüll wandern. Genauer gesagt: in den Restmüll, denn er wird verbrannt. Allerdings dürfen Pillen, Salben und Co. nicht überall in die heimische Tonne: In Berlin etwa sollen sie dem Portal zufolge über Schadstoffmobile oder Recyclinghöfe mit Schadstoffannahmestelle entsorgt werden.

Was allerdings an jedem Ort gilt: Kartons und Beipackzettel sind im Papiermüll richtig aufgehoben.

Gut zu wissen: Es gibt auch die Möglichkeit, mit den abgelaufenen oder nicht mehr benötigten Arzneimitteln zur nächsten Apotheke zu gehen. Viele von ihnen bieten an, Medikamente fachgerecht zu entsorgen, so die Apothekerkammer Niedersachsen. Verpflichtet sind sie dazu allerdings nicht. (dpa)

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