Sanierungsarbeiten an der historischen Grundschule Otterndorf: Das eingerüstete Gebäude zeigt Fortschritte bei der Dachsanierung. Foto; Lütt
Sanierungsarbeiten an der historischen Grundschule Otterndorf: Das eingerüstete Gebäude zeigt Fortschritte bei der Dachsanierung. Foto; Lütt
Umfangreiche Sanierung

Grundschule Otterndorf: Das steckt hinter den aktuellen Dacharbeiten

von Wiebke Kramp | 15.06.2025

Die Sanierung der historischen Grundschule in Otterndorf schreitet voran. Nach dem Schwammbefall im Dach wird nun intensiv gearbeitet, um das Baudenkmal zu erhalten.

Die Grundschulsanierung in Otterndorf als Mammutprojekt der Samtgemeinde Land Hadeln in Otterndorf läuft sichtbar weiter. Neuerdings wurden am Dach der eingerüsteten Grundschule die Dachpfannen abgenommen, und in Otterndorf kursierten schnell Gerüchte, dass dort erneuter Schwammbefall festgestellt worden sein soll.

Irene Wischhusen, 1. Samtgemeinderätin in Land Hadeln, kann dies jedoch relativieren und sie erklärt auklärt auf Nachfrage: "Der holzzerstörende Schwammbefall wurde bereits im vergangenen Jahr bei den Abbrucharbeiten im Denkmal festgestellt.  Um das Ausmaß des Schadens begutachten zu können, musste die gesamte Dachkonstruktion im Inneren des Gebäudes freigelegt werden. Darauf folgten Gutachten, verschiedene Untersuchungen des Holzes, der Wände, der Gesamtkonstruktion vom Dach bis in den Keller."

Auf Grundlage dieser gesammelten Erkenntnisse sei eine Planung der nötigen Maßnahmen durch den Architekten, den Tragwerkplaner und den Holzgutachter erarbeitet worden. Wischhusen weiter: "Als die nötigen Arbeiten feststanden, wurden die Zimmerer- und Dachdeckerarbeiten öffentlich ausgeschrieben und der Auftrag an die Cuxhavener Firma Sowade vergeben. Der Schwamm wurde in den Wänden von dem Spezialfachbetrieb Newcombe aus Visselhövede behandelt und am Ausbreiten gehindert und somit eingedämmt."

Die 1. Samtgemeinderätin beschreibt die gegenwärtigen und anstehenden umfangreichen Arbeiten: "Diverse Holzelemente müssen ausgetauscht, die Knotenpunkte zwischen Wänden und Balken wieder speziell behandelt werden, damit der Schwamm sich nicht weiter ausbreiten kann. Die Arbeiten werden sehr eng durch den beauftragten Tragwerkplaner Speth + Partner aus Hannover und den Holzgutachter Newcombe begleitet."

Das gesamte Baudenkman sei bereits im Mai eingerüstet worden. Nachdem das Wetter besser wurde, konnten die Arbeiten beginnen. "Sie liegen gut in der Zeit", verkündet die 1. Samtgemeinderätin. Zurzeit werden im Erdgeschoss die Ausbaugewerke parallel tätig. Der aktuelle Baustand sei  dort bereits soweit fortgeschritten, das als nächste Maßnahmen die Türzargen eingebaut werden und die Fliesen verbaut werden können. Die Böden werden gefräst , die technische Ausstattung und das Malergewerk seien bereit für die Endmontage.

Verzögerungen im Zeitplan

Das Dach werde von Osten nach Westen wieder aufgebaut und ordnungsgemäß verschlossen, so dass die Ausbaugewerke nachfolgen im Obergeschoss weiterarbeiten können. Durch die ungeplanten zusätzlichen Maßnahmen am Dach musste jedoch der Zeitplan neu aufgestellt werden. Die Maßnahme endet demnach  am Jahresende 2025.

 Der Schulbetrieb werde durch die zusätzliche Maßnahme nicht großartig gestört, versichert Irene Wischhusen. An den angrenzenden Gebäudeteilen aufgestellte Bauzäune sorgten für ein funktionierendes, sicheres Miteinander.

Nicht nur zu einer zeitlichen Verzögerung, sondern auch zu Mehrkosten kommt es. Durch die zusätzlichen, nicht geplanten Maßnahmen am Dach verteuere sich die Maßnahme. Allein das Gewerk Zimmer- und Dachdeckerarbeiten umfasst laut Samtgemeindeverwaltung eine Auftragssumme in Höhe von rund 305.000 Euro brutto zuzüglich der Planungskosten.

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Wiebke Kramp

Redakteurin
Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

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