Brand in Mehrfamilienhaus in Buxtehude: Nachbar rettet Mann mit Leiter vom Balkon
Ein Brand in einem Mehrfamilienhaus in Buxtehude hat am Mittwochabend einen größeren Einsatz von Feuerwehr und Rettungsdienst ausgelöst. Mehrere Bewohner waren betroffen und wurden vor Ort betreut.
Bei einem Brand in einem Mehrfamilienhaus in Buxtehude sind am Mittwochabend (16. September 2026) mehrere Menschen verletzt worden. Nach Angaben der Polizei entstand zudem ein Sachschaden von mindestens 250.000 Euro. Das Feuer brach um 21.08 Uhr aus bislang ungeklärter Ursache in einer Wohnung in der Sagekuhle/Ecke Konopkastraße aus.
Die betroffene Wohnung lag im Obergeschoss des zweistöckigen Hauses. Eine 29-jährige Bewohnerin konnte sich mit ihren beiden Kindern und dem Hund über das Treppenhaus ins Freie retten. Ihr 26-jähriger Lebensgefährte konnte nur noch auf den Balkon flüchten und dort um Hilfe rufen.
Bewohner rettet 26-Jährigen mit Leiter
Ein 35-jähriger Bewohner eines Nachbarhauses wurde durch die Hilferufe auf den Mann aufmerksam. Er reagierte schnell, holte eine Leiter und befreite den 26-Jährigen noch vor dem Eintreffen der ersten Rettungskräfte.
Weil zunächst nicht bekannt war, ob sich weitere Menschen nicht selbst aus ihren Wohnungen retten konnten, löste die Feuerwehr- und Rettungsleitstelle den Alarm für einen Massenanfall an Verletzten aus. Neben den beiden Zügen der Freiwilligen Feuerwehr der Hansestadt Buxtehude wurde auch die Ortswehr aus Neukloster alarmiert. Außerdem waren neun Rettungswagen und ein Notarzteinsatzfahrzeug im Einsatz.
Vier Menschen kommen ins Krankenhaus
Als die ersten Rettungskräfte eintrafen, stand die betroffene Wohnung bereits in Vollbrand. Parallel zu den Löscharbeiten kontrollierten Feuerwehrkräfte sofort, ob in anderen Wohnungen Menschen eingeschlossen waren. Nach Polizeiangaben waren keine weiteren Personen eingeschlossen. Aus der vom Brand betroffenen Wohnung rettete die Feuerwehr zudem zwei Katzen.
Die 24 Bewohnerinnen und Bewohner des Hauses wurden in einer Verletztensammelstelle betreut. Vier Personen mussten mit Rauchgasverletzungen in ein Krankenhaus gebracht werden.
Wohnungen vorerst nicht bewohnbar
Durch die Löscharbeiten wurden nahezu alle Wohnungen in Mitleidenschaft gezogen. Sie sind bis auf Weiteres nicht bewohnbar. Die betroffene Wohnung brannte vollständig aus.
Tatortermittler der Polizei Stade nahmen vor Ort erste Ermittlungen zur möglichen Brandursache auf und beschlagnahmten das gesamte Gebäude. Weitere Untersuchungen sollen in den kommenden Tagen spezialisierte Brandermittler des Zentralen Kriminaldienstes der Polizei Stade durchführen.
Die Hansestadt Buxtehude richtete in der Nacht eine Notunterkunft ein. Dort wurden die Bewohnerinnen und Bewohner des Hauses zunächst untergebracht.
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