Brandstiftung an A27: Mann meldet Feuer an vier Lkw - und ist wohl selbst der Täter
Auf einem Parkplatz an der A27 bei Hagen sind vier Sattelzüge in Brand geraten. Die Polizei geht von Brandstiftung aus und hat einen Kraftfahrer aus Hessen festgenommen, gegen den nun Untersuchungshaft angeordnet wurde.
Nach Bränden an vier Sattelzügen auf einem Parkplatz an der A27 ist gegen einen 57-jährigen Kraftfahrer aus Hessen ein Untersuchungshaftbefehl wegen schwerer Brandstiftung vollstreckt worden. Er war schon früh im Kontext der Feuer in Erscheinung getreten.
Die Brände waren am Dienstag (29. September 2026) gegen 22 Uhr auf dem Autobahnparkplatz Binnermoor zwischen den Anschlussstellen Hagen und Uthlede ausgebrochen. Betroffen waren nach Angaben der Polizei insgesamt vier dort abgestellte Sattelzüge. Die Feuer wurden schnell gelöscht. Personen wurden nicht verletzt. Der geschätzte Gesamtschaden liegt bei rund 80.000 Euro.
Feuer an der A27: Polizei geht von Brandstiftung aus
Nach Polizeiangaben konnte ein technischer Defekt als Brandursache direkt vor Ort ausgeschlossen werden. Die Polizei geht deshalb von vorsätzlicher Brandlegung aus. Die Fahrer der betroffenen Sattelzüge befanden sich demnach schlafend in ihren Fahrerkabinen. Zeugen weckten die Fahrer der angegangenen Lastwagen. Sie blieben unverletzt.

Innerhalb der Polizeiinspektion Cuxhaven wurde eine Ermittlungsgruppe eingerichtet. Die Ermittlungen ergaben schnell "einen dringenden Tatverdacht" gegen den 57-jährigen Mann aus Hessen. Er hatte laut Polizei die Brände selbst gemeldet. Der Mann sei "selbst Kraftfahrer und im gesamten Bundesgebiet unterwegs".
Mann kommt nach mutmaßlicher Brandstiftung in U-Haft
Das Amtsgericht Stade erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft Stade einen Untersuchungshaftbefehl gegen den Mann. Der Haftbefehl wurde am Montag (12. Oktober 2026) vollstreckt. Der 57-Jährige wurde noch am Nachmittag der Haftrichterin in Stade vorgeführt und anschließend in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.
Gleichzeitig wurden Durchsuchungsbeschlüsse in Nordhessen umgesetzt. Betroffen waren nach Polizeiangaben sowohl die Wohnanschrift als auch der Firmensitz des Mannes. Dabei stellten die Ermittler diverse Beweismittel sicher, darunter Datenträger. Diese werden nun ausgewertet. Unterstützt wurden die Durchsuchungen und Ermittlungen von Kolleginnen und Kollegen der örtlichen Fachdienststellen.
Ob es Bezüge zu weiteren Taten gibt, klärt unter anderem die Ermittlungsgruppe. "Die Ermittlungen dauern an", heißt es.
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