Bei solchen Bedingungen - wie hier in Hemmoor - sind Reifen und Stoßdämpfer besonders gefordert. Zumindest einige Kreisstraßen und -radwege sollen in diesem Jahr neu gebaut oder umfassend saniert werden. Dafür stehen sechs Millionen Euro bereit. Foto: Schröder
Bei solchen Bedingungen - wie hier in Hemmoor - sind Reifen und Stoßdämpfer besonders gefordert. Zumindest einige Kreisstraßen und -radwege sollen in diesem Jahr neu gebaut oder umfassend saniert werden. Dafür stehen sechs Millionen Euro bereit. Foto: Schröder
Sechs Millionen Euro für 2024

Buckelpisten im Kreis Cuxhaven sollen verschwinden

von Egbert Schröder | 14.01.2024

Und ewig grüßt das Schlagloch: Dass der Straßenzustand in vielen Bereichen des Cuxlandes mies ist, wissen Verkehrsteilnehmer und Politiker gleichermaßen. An einigen Straßen will der Landkreis nun statt Flickschusterei für klare Verhältnisse sorgen.

Sechs Millionen Euro stehen 2024 zur Verfügung, um Kreisstraßen und -radwege zu erneuern oder die Sanierung zumindest planerisch voranzutreiben.

Der Sanierungsstau kam nicht plötzlich, sondern war absehbar. In den Zeiten, in denen der Landkreis sich vor dem Abschluss des sogenannten "Zukunftsvertrages" mit dem Land von einem defizitären Jahr zum nächsten schleppte, war das Volumen für Instandsetzungskosten Stück für Stück geschmolzen.

Elf Projekte stehen
im Mittelpunkt

Als sich dann die finanzielle Situation aber besserte, verständigte sich der Kreistag darauf, die Mittel konstant auf vier Millionen Euro pro Jahr zu steigern. Ob das auch noch in den kommenden Jahren so bleibt oder der Verkehrsbereich wieder angesichts der zu erwartenden Minusbeträge in den kommenden Jahren eine Rolle in einem Streichkonzert bei der Haushaltsplanung spielt, bleibt abzuwarten. Neben größeren Investitionen geht die Kreisverwaltung allein im Ergebnishaushalt, in dem die laufenden Ausgaben summiert sind, bis 2027 von einer Finanzlücke von knapp 40 Millionen Euro aus.

Doch in diesem Jahr soll noch mal kräftig an der Abarbeitung der sogenannten "Dringlichkeitsliste 2024 für die Erhaltungsmaßnahmen der Kreisstraßen" gearbeitet werden. Diese Liste umfasst in ihrer Gesamtheit eigentlich fast 30 Projekte, die Straßen und Radwege des Landkreises betreffen. Sie ist allerdings für 2024 schon auf elf Maßnahmen reduziert worden. Und selbst dabei ist es fraglich, ob es tatsächlich zur Umsetzung oder Planung kommt.

Neue Ortsdurchfahrt
in Osterbruch?

Da noch Haushaltsreste aus 2023 zur Verfügung stehen, geht es nicht nur um vier, sondern um sechs Millionen Euro für 2024, die theoretisch zur Verfügung stehen. Und auf dieser Liste finden sich auch Vorhaben im Bereich des ehemaligen Kreises Land Hadeln und der Stadt Cuxhaven. So tauchen unter anderem die Fahrbahnerneuerungen zwischen Hechthausen und Kleinwörden (K 30), die Ortsdurchfahrt in Osterbruch (K 16) sowie Planungsmittel für die Straße von Oberndorf in Richtung Hemm (K 25) auf. Auch Radwege sollen erneuert werden. Dazu zählen die Heerstraße in Altenbruch (K 6) sowie die Strecke von Otterndorf nach Müggendorf (K 4).

Darüber, wie schnell und ob überhaupt die Mittel zur Verfügung stehen, wird übrigens nicht im Kreishaus entschieden. Erst in der vergangenen Woche war der Kreishaushalt für 2024 verabschiedet worden, der nun vom Innenministerium in Hannover genehmigt werden muss. Aber die Chance, dass der Landkreis bei dieser Genehmigung nicht über eine Buckelpiste und vorbei an Schlaglöchern fahren muss, ist nach vorherigen Absprachen mit dem Ministerium ziemlich groß.

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Egbert Schröder

Redakteur
Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

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