Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte steht das alte Bauernhaus bereits in Vollbrand. Foto: Feuerwehr
Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte steht das alte Bauernhaus bereits in Vollbrand. Foto: Feuerwehr
Großeinsatz bei Feuer auf Hof

Bülkau: Altes Bauernhaus brennt in der Nacht nieder - Jugendliche geraten in Verdacht

22.02.2026

In der Nacht zu Sonntag geriet ein altes Bauernhaus in Bülkau (Samtgemeinde Land Hadeln / Kreis Cuxhaven) in Vollbrand. Während der Löscharbeiten wurde Brandstiftung als Ursache festgestellt. Und zwei Personen gerieten schnell in Verdacht.

Ein glutroter Himmel war über einem Teil Bülkaus zu sehen: Ein altes Bauernhaus stand in der Nacht zu Sonntag lichterloh in Flammen. Viel blieb davon nicht übrig.

Mehrere Feuerwehren wurden am Sonntag (22. Februar 2026) gegen 0.40 Uhr zum Großbrand in der Straße Oberreihe alarmiert. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte bestätigte sich die Lage: Ein altes, leerstehendes Bauernhaus, das als Lager für Heu und landwirtschaftliche Maschinen genutzt worden war, brannte lichterloh.

Da es in dieser Gegend keine Hydranten gibt, wurde mit dem Schnellangriff aus wasserführenden Fahrzeugen unter schwerem Atemschutz begonnen. Parallel dazu verlegten die Einsatzkräfte Schlauchleitungen von der in der Nähe liegenden Aue über lange Wegstrecke zum Brandobjekt. Die Brandstelle leuchteten sie hell aus. Weitere Wehren wurden nachalarmiert.

Mit einem massiven Löschangriff wird das Feuer unter schwerem Atemschutz gelöscht. Foto: Feuerwehr

Mit einem massiven Löschangriff aus mehreren Strahlrohren begannen die Wehren, das Feuer zu löschen. Die Nachbargebäude schützten sie mit Riegelstellung. Die Löscharbeiten wurden dadurch erschwert, dass in dem alten Bauernhaus mehrere landwirtschaftliche Maschinen und eine große Menge Heu lagerten.

Nachdem das Feuer einigermaßen eingedämmt worden war, wurde mit einem Hoftruck begonnen, einen Teil des mittlerweile einsturzgefährdeten Hauses abzureißen, um an die brennenden Maschinen, darunter auch einen Unimog, und an die Heuvorräte zu kommen. Diese wurde anschließend mühsam ins Freie gebracht und dort endgültig abgelöscht. Der Stromversorger EWE machte das Gebäude stromlos.

Mit einem Hoftruck wird begonnen, das einsturzgefährdete Haus einzureißen. Brennende Maschinen werden aus dem Gebäude geholt, um sie im Freien abzulöschen. Foto: Feuerwehr

Noch während der Löscharbeiten nahmen die Brandermittler der Polizei die Ermittlungen zur Brandursache auf - und wurden schnell fündig: Sie stellten Brandstiftung fest. Nicht nur das: Die Täter könnten bereits feststehen. Zwei Jugendliche im Alter von 13 und 14 Jahren wurden ausfindig gemacht, die als Brandstifter infrage kommen.

Die Löscharbeiten dauerten zunächst bis 7.15 Uhr. Die ersten Einsatzkräfte hatten die Einsatzstelle gegen 3 Uhr verlassen können. Gegen 9 Uhr rückte die Wehr Bülkau erneut zu Nachlöscharbeiten aus, die den Vormittag andauerten.

Das Haus, die Maschinen und das Heu können nicht mehr gerettet werden. Am Ende der Löscharbeiten bleibt nur noch Schutt und Asche übrig. Foto: Feuerwehr

Das Gebäude und die gelagerten landwirtschaftlichen Maschinen waren nicht mehr zu retten. Über die Schadenshöhe können bisher keine Angaben gemacht werden. Verletzt wurde niemand.

Im Einsatz waren etwa 90 Einsatzkräfte der Feuerwehren Bülkau, Osterbruch, Kehdingbruch, Cadenberge, Abschnittsleiter Meik Kramer, Gemeindebrandmeister Matthias Papke, der stellvertretende Gemeindebrandmeister Christian Böhack, ein Rettungswagen des Cuxland-Rettungsdienstes, ein Rettungswagen der Bereitschaft Land Hadeln des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), der Stromversorger EWE, die Polizei Hemmoor und die Tatortgruppe Brandermittler der Polizei Cuxhaven. Der DRK-Ortsverein Bülkau versorgte die Einsatzkräfte mit Getränken und Nahrung. Auch eine Drohne der Feuerwehr Nordleda wurde eingesetzt.

Von Jürgen Lange

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