Festhaus vor großer Sanierung: Ehrgeiziges Projekt in Osten soll im August starten
Das "Osteland Festhaus" in Osten ist nicht ganz so alt wie die Schwebefähre, aber doch ziemlich in die Jahre gekommen. Jetzt soll die Festhalle auf Vordermann gebracht werden - und das kostet eine ganze Menge Geld.
Im "Osteland Festhaus" in Osten wird gefeiert und getagt, aber demnächst gebaut: Die Gemeinde verpasst dem rund 90 Jahre alten Gebäude eine Frischzellenkur und lässt unter anderem das schlecht gedämmte Dach, die alten technischen Anlagen und die Beleuchtung verbessern sowie die Immobilie insgesamt energetisch modernisieren. Dafür kann sie mit einer Förderung von mehr als 500.000 Euro rechnen.
"Da musste mal etwas unternommen werden", sagt Bürgermeister Carsten Hubert über das ehrgeizige und finanziell fordernde Projekt. Das "Osteland Festhaus" (früher "Festhalle") verfügt zwar über einen außergewöhnlich großen Saal und einen weiteren separaten Raum für kleinere Veranstaltungen. Doch das geplante "Aufhübschen" und die Verbesserung des technischen und energetischen Rahmens war und ist überfällig. "Die letzte Sanierung war 1988/1989", sagt der langjährige Bürgermeister, der bei der Kommunalwahl im September nicht mehr antritt und der natürlich froh ist, dass die Gemeinde dieses Großprojekt noch in seiner Amtszeit anpackt.

Umbau "im laufenden Betrieb"
Die Maßnahmen sollen nach seinen Angaben im August in enger Absprache mit Pächter Jan Nachtigall "im laufenden Betrieb" starten und möglichst am Jahresende abgeschlossen sein. "Es geht uns darum, das Festhaus als zentralen Veranstaltungsort für Vereine, Verbände, die Gemeinde und auch private Anlässe zu erhalten und weiter zu attraktivieren."
Das Maßnahmenpaket beinhalte aber auch die Verbesserung der Energiebilanz, eine Photovoltaik-Anlage sowie ein Gründach. Zudem sollen die Nutzungsmöglichkeiten insgesamt verbessert, die Barrierefreiheit ermöglicht und letzten Endes auch Arbeitsplätze geschaffen und gesichert werden. Hubert: "Wir möchten damit insgesamt auch die Dorfgemeinschaft stärken."
Viel Geld aus zwei Fördertöpfen
So ganz daneben scheint die Gemeinde mit dem Konzept nicht zu liegen, denn sie erhält aus zwei Fördertöpfen ("Zile" und "Leader") Zuschüsse in einer Größenordnung von 530.000 Euro. Rund 100.000 Euro müsse die Kommune laut Hubert selbst aufbringen.
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