29. April 2024: Die Suche nach einem vermissten Schlauchbootfahrer wurde koordiniert von der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger Foto: DGzRS
29. April 2024: Die Suche nach einem vermissten Schlauchbootfahrer wurde koordiniert von der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger Foto: DGzRS
Ermittlungen angelaufen

Nach Fund von Schlauchboot und Jacht: Der Stand um die vermissten Nordsee-Skipper

von Wiebke Kramp | 03.05.2024

Seit Montag werden zwei Skipper in der Deutschen Bucht vermisst. Ihre jeweiligen Boote konnten gesichert werden. Jetzt sind die polizeilichen Ermittlungen angelaufen. Die Polizei gibt Updates zu den beiden Vermisstenfällen heraus.

Seit Montag (29. April) werden zwei Männer in der Deutschen Bucht vermisst. Am Montagabend wurde ein Festrumpfschlauchboot mit laufender Maschine, aber menschenleer, etwa 25 Seemeilen nordwestlich von Cuxhaven gefunden. Am frühen Dienstagmorgen fand ein Marine-Hubschrauber eine Segeljacht nördlich von Amrum. Beide Männer verschwanden von ihren Booten. Bis dato fehlt von ihnen jede Spur. "Es ist nach menschlichem Ermessen nicht mehr möglich, die Skipper lebend zu finden", hatte eine Sprecherin der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) bereits am Dienstag gesagt.

Groß angelegte Suchaktion in der Nordsee

Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger stehen die beiden Fälle in keinem Zusammenhang. Eine groß angelegte Suchaktion unter Federführung der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) wurde am Dienstag ergebnislos abgebrochen. Unterdes haben die polizeilichen Ermittlungen begonnen.

60-Jähriger in der Nordsee verschollen: Kriminalkommissariat Ludwigslust ermittelt

Das Kriminalkommissariat Ludwigslust in Mecklenburg-Vorpommern ist als Ermittlungsbehörde für den vermissten Schlauchbootfahrer zuständig, "da die betreffende Person ihren Wohnsitz in unserem Zuständigkeitsbereich hat", wie Klaus Wiechmann, Pressesprecher der Polizeiinspektion Ludwigslust, auf Nachfrage unseres Medienhauses mitteilte. "Bislang haben wir keine neuen Hinweise oder Anhaltspunkte zum Verbleib des 60-jährigen Mannes. Wir stehen in einem engen Informationsaustausch zu den örtlichen Wasserschutzpolizeidienststellen, die unter anderem eine groß angelegte Suche vor wenigen Tagen mit mehreren Booten und Schiffen organisiert und durchgeführt sowie das sichergestellte Boot untersucht haben. Nach derzeitiger Einschätzung ist von einem Unglück auszugehen. Der Hergang des Geschehens ist jedoch noch völlig unklar. Nach unserem Kenntnisstand soll es sich bei dem Vermissten um einen erfahrenen Bootsführer handeln."

Mehreren Medienberichten zufolge soll es sich bei dem Mann um den Hamburger Unternehmer Frank P. handeln, Chef des Speedboot-Unternehmens "RIB Piraten". Das Unternehmen bietet Touristen in hochmotorisierten Schlauchbooten Fahrten auf der Elbe an.

Vermisster Skipper in der Nordsee: Kriminalpolizei Heide ist zuständig

Im anderen Vermisstenfall ist die Kriminalpolizei Heide zuständige Ermittlungsbehörde. Der 66-jährigen Skipper habe sich 29. April mit seinem Segelboot für eine Fahrt von Helgoland nach Hörnum bei der zuständigen Stelle (MRCC Bremen) angemeldet. Als er sein Reiseziel nicht erreichte, erfolgten umfangreiche Suchen unter anderem unter Einbindung der Wasserschutzpolizei Brunsbüttel, mehrerer Seenotrettungskreuzer und eines Flugzeugs des Havariekommandos Cuxhaven.

Am Folgetag wurde das Boot auf einer Sandbank bei Amrum aufgefunden. Der vermisste Schiffsführer war nicht mehr an Bord. Seitens der Pressestelle der Polizeidirektion Itzehoe heißt es: "Die Ermittlungen zu den Umständen dauern an. Weitere Auskünfte können zum jetzigen Zeitpunkt nicht gemacht werden."

Wie hat Ihnen der Artikel gefallen?

(1 Stern: Nicht gut | 5 Sterne: Sehr gut)

Feedback senden

CNV-Nachrichten-Newsletter

Hier können Sie sich für unseren CNV-Newsletter mit den aktuellen und wichtigsten Nachrichten aus der Stadt und dem Landkreis Cuxhaven anmelden.

Die wichtigsten Meldungen aktuell


Bild von Wiebke Kramp
Wiebke Kramp

Redakteurin
Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

wkramp@no-spamcuxonline.de

Lesen Sie auch...
Die "Rote Lady"

Feuerschiff "Elbe 1" zurück an der Alten Liebe in Cuxhaven - bereit für Saison 2026

von Tim Larschow

Nach Werftarbeiten ist das Feuerschiff "Elbe 1" zurück in Cuxhaven und bereit für die Saison. Ab Ostern wieder geöffnet, stehen 2026 zahlreiche Highlights an - von Rostock bis Holland und zum Hafengeburtstag in Hamburg.

Gut für Fahrgäste

"Flipper" startet in die Cuxhaven-Neuwerk-Saison 2026 - mit einer Neuerung

Die Schiffsverbindung ab Cuxhaven zur Insel Neuwerk startet in die neue Saison. Die "Flipper" der Reederei Cassen Eils fährt ab jetzt täglich zur Insel - mit einer Neuerung, die für Fahrgäste einen Vorteil bringt.

Projekt "Bagger ohne Laderaum"

Behörde tritt auf die Bremse: Erhält Baggerkonzept aus Cuxhaven eine Chance?

von Ulrich Rohde

Das innovative Baggerkonzept aus Cuxhaven, das Kosten senken und die Effizienz steigern könnte, steht vor bürokratischen Hürden. Ingenieur Grzeskowiak hofft auf politischen Rückhalt, um den Bau der vielseitig einsetzbaren Schiffe  voranzutreiben.