"Etwas Lebensfrohes": Blumen und Pflanzen für die Wohnung oder den eigenen Garten
Arnica Vogel von "Blumen Vogel" verrät die neuesten Trends für den Herbstgarten. Von insektenfreundlichen Pflanzen bis zu farbenfrohen Sträußen. Welche Blumen das ganze Jahr über gehen und welche eher unterschätzt werden.
Blumen, Sträuße, Gestecke, Kräuter, Topfpflanzen oder Grünpflanzen - rot, gelb, lila, blau oder rosa. Die Auswahl an Blumen und Pflanzen ist groß - egal, ob für den eigenen Garten oder für die Wohnung. Wer sich ein Stück Natur nach Hause holen möchte, ist in einem Blumengeschäft gut aufgehoben.
Eine beliebte Kombination für den Garten im Herbst sind Chrysanthemen und Heide, sagt Arnica Vogel. Ihr gehört "Blumen Vogel" in Otterndorf. "Heide verträgt Frost und sieht im Winter auch gut aus", erklärt sie. Auch Glockenblumen seien geeignet, bis es friert. "Im Herbst sollte man auch an Kräuter denken", findet sie. Viele Kräuter sind mehrjährig und haben zudem einen guten Duft.
Insektenfreundliche Pflanzen auswählen
Bei Pflanzen für den Garten denkt Arnica Vogel auch immer an die Natur: "Ich rate meinen Kunden, dass sie auch etwas kaufen, das gut für die Insekten ist." Johanniskraut, Glockenheide oder Gräser sind beispielsweise insektenfreundlich. "Sonnenhüte kann man jetzt auch noch gut pflanzen. Die haben schöne Blüten, sind mehrjährig und ebenfalls insektenfreundlich", erklärt Vogel. "Blumen Vogel" gibt es bereits seit 70 Jahren in Otterndorf. 2003 hat Arnica Vogel das Geschäft von ihren Eltern übernommen.
Eine Pflanze, die es schon sehr lange gibt, ist die Kalanchoe. Es gibt sie von Weiß, Gelb, Rot, Orange bis Pink und sie ist das ganze Jahr über erhältlich. "Es ist die unkomplizierteste Pflanze überhaupt", meint die Geschäftsführerin. Wenn man das Gießen mal vergisst, übersteht die Kalanchoe das für gewöhnlich, da sie sehr gut Wasser speichern kann.
Tipps, damit Schnittblumen länger halten
Im Übergang zum Herbst kommen jetzt Chrysanthemen und Hortensien wieder in die Blumenläden, genauso wie die Sonnenblumen. "Sonnenblumen sind gerade gut nachgefragt, aber nicht nur." Früher gab es bestimmte Blumen nur für einen kurzen Zeitraum. Die Spanne ist jedoch größer geworden. "Daher ist die Nachfrage danach nicht mehr so extrem", erläutert Vogel.
Um Schnittblumen länger frisch zu halten, hat sie ein paar einfache Tipps: "Die Blätter unten entfernen, die Stiele anschneiden und immer in frisches Wasser stellen. Außerdem ein paar Cent-Stücke ins Wasser legen." Die Cent-Stücke sollen dafür sorgen, dass die Bildung von Bakterien im Wasser gehemmt wird und die Blumen länger frisch bleiben. Zudem sollten die Blumen nur eine Handbreit tief im Wasser stehen und nicht in der prallen Sonne sein, sagt Vogel. Sie würde Blumen zudem nur im Fachhandel kaufen, da sie dort besser gelagert werden. Jede Berührung sorge dafür, dass eine Blume schneller verwelke, erklärt sie.
Rosa, Lila und Fliederfarben im Trend
Je nach Jahreszeit variiere die Farbwahl ein wenig, aber nicht mehr so stark wie früher. "Viele bleiben bei einer Farbe über das ganze Jahr." Seit einigen Jahren sind vor allem Rosa, Lila und Fliederfarben im Trend. Auch immer beliebter werden Gartensträuße, berichtet die Geschäftsführerin. Dabei wird ein Strauß aus allen möglichen Blumen in verschiedenen Farben zusammengestellt. Immer mehr Menschen trauen sich zudem auch, knallige Farben zu kombinieren: "Eben etwas Lebensfrohes."
Rosen oder auch Orchideen gehen das ganze Jahr. Zum Herbst hin kommen Zierkürbisse wieder vermehrt in die Geschäfte. Eine Blumenart wird oft unterschätzt, so Vogel: die Godetie oder auch Sommerazalee, die im späten Frühjahr und Sommer blüht. "Sie sind erst unscheinbar, gehen dann aber sehr schön auf."
Für einen Herbststrauß mit wenigen Elementen würde Vogel zum Beispiel Rosenbeere mit Hypericum (Johanniskraut) und einer Rose kombinieren. Sie setzt mehr auf Beeren und Gräser, weniger auf Blüten für den Herbst. "Ich persönlich mag es, wenn sich die Jahreszeiten widerspiegeln."
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