Festnahmen nach Großrazzia wegen Kokainhandels - Durchsuchung auch im Kreis Cuxhaven
Mehr als 100 Einsatzkräfte haben bei einer Razzia im Kreis Stade und im Kreis Cuxhaven sowie an weiteren Orten in Niedersachsen zugeschlagen. Im Visier der Ermittler: eine mutmaßliche Drogenbande, die mit großen Mengen Kokain gehandelt haben soll.
Kaum ein Tag in Stade ohne Kriminalitätsschlagzeilen: Bei einer Drogenrazzia haben Ermittler jetzt 14 Objekte in Niedersachsen durchsucht und zwei Verdächtige festgenommen. Die 21 und 35 Jahre alten Beschuldigten sitzen unterdessen in Untersuchungshaft, wie Polizeiinspektion und Staatsanwaltschaft Stade mitteilten. Von einem "Clan-Verfahren" ist die Rede. Die Ermittlungen würden seit Herbst vergangenen Jahres geführt, jetzt erfolgte der Zugriff.
Mehr als 100 Einsatzkräfte aus verschiedenen Dienststellen der Polizei hätten am Montagabend (6. Juli 2026) zeitgleich von 17 bis 23 Uhr Objekte in Stade, Hammah, Zeven, Lehrte, im Bereich Lüchow-Dannenberg und in Hechthausen durchsucht, hieß es. Sie fanden demnach jeweils etwa 310 Gramm Kokain, 400 Gramm Marihuana, 80 Ecstasy-Tabletten sowie ungefähr 67.500 Euro Bargeld und verschiedenen Goldschmuck.
Hauptbeschuldigter einschlägig vorbestraft
Nach derzeitigem Ermittlungsstand wird einer Gruppierung mit insgesamt vier Verdächtigen im Alter von 21 bis 44 Jahren der Handel mit mindestens 34 Kilogramm Kokain zur Last gelegt. Die Droge soll mit einem monatlichen Absatz von vier Kilogramm in den Landkreisen Stade, Rotenburg, Lüchow/Dannenberg und Cuxhaven verkauft worden sein.
Der Hauptbeschuldigte habe den Kokainhandel organisiert, während er eine 2022 verhängte Haftstrafe wegen Betäubungsmittelhandels verbüßte, heißt es. Er befand sich demnach im offenen Vollzug.
Amtsrichter erlässt U-Haftbefehl
Zwei Beschuldigte wurden am Montag (6. Juli 2026) zunächst vorläufig festgenommen und in den Stader Polizeigewahrsam eingeliefert. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Stade erfolgte dann am Dienstagabend die Vorführung vor dem Haftrichter beim Amtsgericht Stade.
Der Richter erließ nach der Anhörung zwei Untersuchungshaftbefehle. Die beiden Männer sind in eine niedersächsische Justizvollzugsanstalt gebracht worden. (dpa)
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