Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte brannten bereits zahlreiche Heu- und Silage-Rundballen lichterloh. Foto: Jürgen Lange
Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte brannten bereits zahlreiche Heu- und Silage-Rundballen lichterloh. Foto: Jürgen Lange
Landwirtschaftlicher Großbrand

Hemmoor: Feuerwehren stundenlang im Einsatz - rund 100 Rundballen in Flammen 

16.06.2025

Am frühen Montagmorgen entdeckte ein Autofahrer in Hemmoor einen Flächenbrand auf einem landwirtschaftlichen Anwesen. Für die Feuerwehren begann daraufhin ein stundenlanger, aufwendiger Einsatz mit schwerem Atemschutz und Spezialgeräten.

Dank der schnellen Reaktion eines Autofahrers konnte am frühen Montagmorgen gegen 4.15 Uhr Schlimmeres verhindert werden. Während der Fahrt auf der K29 in Höhe der Bröckelbecker Straße in Hemmoor entdeckte er ein Feuer auf einem landwirtschaftlichen Anwesen. Ohne zu zögern hielt er an, weckte die schlafenden Bewohner und alarmierte sofort die Feuerwehr.

Als die ersten Einsatzkräfte wenige Minuten später eintrafen, standen bereits zahlreiche Heu- und Silage-Rundballen in Flammen. Die Feuerwehr begann umgehend mit einem umfassenden Löschangriff. Insgesamt fielen etwa 100 Rundballen den Flammen zum Opfer.

Unter schwerem Atemschutz begann sofort der Löschangriff mit wasserführenden Fahrzeugen. Foto: Jürgen Lange

Kreisstraße mehrere Stunden gesperrt

Die Kreisstraße musste für mehrere Stunden komplett gesperrt werden. Rund 70 Einsatzkräfte der Feuerwehren Westersode, Althemmoor, Heeßel, Wingst sowie der Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) Cadenberge kämpften unter schwerem Atemschutz gegen das Feuer. Unterstützt wurden sie dabei unter anderem von einem Wasserwerfer. Mithilfe eines Radladers und eines Hoftrucks wurden die brennenden Ballen auf eine nahegelegene Wiese gebracht, dort auseinandergezogen und endgültig gelöscht. Eine Wärmebildkamera half dabei, Glutnester aufzuspüren.

Wasser wurde mit einer Tragkraftspritze aus einem nahegelegenen offenen Gewässer entnommen. Foto: Jürgen Lange

Effektive Löschmaßnahmen vor Ort

Die Nachlöscharbeiten zogen sich bis in die Mittagsstunden. Um die Versorgung der zahlreichen Atemschutzgeräteträger sicherzustellen, lieferte die FTZ zusätzliches Gerät nach. Auch Gemeindebrandmeister Björn Müller, stellvertretender Gemeindebrandmeister Malte Schimmelpfennig sowie stellvertretender Gemeindebrandmeister Land Hadeln Thomas Schmidtke waren vor Ort.

Über die Höhe des entstandenen Sachschadens liegen bisher keine Angaben vor. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

Von Jürgen Lange

Nach dem Auseinanderziehen der Rundballen suchten Einsatzkräfte mit einer Wärmebildkamera kontinuierlich nach Glutnestern, die anschließend abgelöscht wurden. Foto: Jürgen Lange

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