Hemmoor und Hadeln: Feuerwehren nach Starkregen im Dauereinsatz
Vollgelaufene Keller und Garagen, überschwemmte Flächen und ein gefährlicher Ast: Die Feuerwehren waren gleich mehrfach in Hemmoor, Cadenberge und der Wingst gefordert.
Der langanhaltende Starkregen hat am Freitag (4. September 2026) mehrere Feuerwehren im Bereich Hemmoor, Wingst und Cadenberge beschäftigt. Neben mehreren schweren Verkehrsunfällen mussten die Wehren Warstade, Cadenberge und Wingst zu wetterbedingten Einsätzen ausrücken.
Gegen 12.30 Uhr bemerkten Bewohner eines Wohnhauses im Hemmoorer Stadtteil Warstade, dass im Couheweg ihre Garage volllief. Das Wasser war bereits so hoch gestiegen, dass es in das angrenzende Wohnhaus einzudringen drohte. Die Feuerwehr Warstade wurde alarmiert. Mit Pumpen und Nasssaugern gelang es den Einsatzkräften, das Eindringen des Wassers in das Wohnhaus und damit größeren Schaden zu verhindern.
Direkt im Anschluss folgte ein weiterer Einsatz in Warstade, diesmal in der Straße Am Hamfeld. Dort war Wasser durch einen Schacht vor einem Kellerfenster in einen Raum mit Heizöltanks gedrückt worden. Weil Gefahrstoffe im Spiel sein konnten, fingen die Einsatzkräfte das Wasser zunächst in einem Faltbehälter vom Gerätewagen Gefahrgut auf. Die Untere Wasserbehörde des Landkreises Cuxhaven wurde verständigt und nahm Proben. Da kein Öl im Wasser nachgewiesen wurde, konnte die Feuerwehr das Wasser anschließend bedenkenlos abpumpen. "Dieser Einsatz zeigte gut, dass es manchmal nicht reicht, die Pumpe ins Wasser zu stellen. Gerade wenn Gefahrstoffe im Spiel sein könnten, gilt es, genau hinzuschauen und lieber einmal mehr auf Nummer sicher zu gehen", bilanzierte Ortsbrandmeister Jan Lafrenz. Gegen 16.30 Uhr war der Einsatz beendet. Beteiligt waren 19 Einsatzkräfte der Feuerwehr Warstade sowie die Untere Wasserbehörde des Landkreises Cuxhaven.
Ebenfalls gegen 12.30 Uhr wurde die Feuerwehr Cadenberge zu einer Hilfeleistung in die Danziger Straße alarmiert. Dort standen nach dem Starkregen etwa 15 Zentimeter Wasser in einem Keller. Mit einer Tauchpumpe wurde der Keller leergepumpt. Nach rund einer Stunde konnten die Einsatzkräfte wieder einrücken. Im Bereich des Cadenberger Bahnhofs konnten die Gullys die Wassermengen nicht aufnehmen, sodass eine große Fläche des Parkplatzes samt angrenzender Grünfläche unter Wasser stand.

Gegen 16.30 Uhr musste die Feuerwehr Wingst nach einem vorangegangenen Einsatz erneut ausrücken. In der Hasenbeckallee auf Höhe des Forsthausteichs war durch starken Regen und Sturm ein etwa 30 Zentimeter dicker Ast in sechs Metern Höhe abgebrochen. Er drohte auf die Straße zu fallen und stellte damit eine Gefahr für Verkehrsteilnehmer dar. Die Einsatzkräfte zogen den Ast aus dem Baum auf die Straße, zersägten ihn und legten die Teile am Straßenrand ab. Nach 30 Minuten war auch dieser Einsatz beendet.
Von Jürgen Lange
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