Im Cuxhavener Kreishaus werden am 13. September ab 18 Uhr alle Wahlurnen ausgeschüttet. Archivfoto: Reese-Winne
Im Cuxhavener Kreishaus werden am 13. September ab 18 Uhr alle Wahlurnen ausgeschüttet. Archivfoto: Reese-Winne
Kommunalwahlen im Landkreis

"Ich möchte mich hinterher nicht beschweren": Meinungen zu Wahlen im Kreis Cuxhaven

von Redaktion | 07.09.2026

Zur Wahl gehen oder nicht? Und warum? Bin ich ausreichend informiert? Diese Fragen beschäftigen die Menschen im Landkreis Cuxhaven, die am 13. September 2026 zur Kommunalwahl aufgerufen sind. Das Gros hat dazu eine klare Meinung.

"Weil ich das erste Mal darf" - so dürfte es vielen jüngeren Nutzern der sozialen Medien gehen. Auf den Instagram- und WhatsApp-Kanälen haben wir von der CN/NEZ unsere Nutzer zur bevorstehenden Kommunalwahl befragt. Wir möchten wissen, ob und warum unsere Leser wählen und wie informiert sie sich vor dem Ankreuzen fühlen. Die Mehrheit ist sich bei einem Thema jedenfalls einig.

Die allermeisten Befragten möchten sich beteiligen

Mit Stand vom 4. September 2026, 11 Uhr, möchten 88 Prozent der 220 CNV‑Medien-Instagram-Nutzer zur Wahlurne gehen - lediglich neun Befragte sind sich sicher, dass sie auf keinen Fall wählen. Elf sind sich noch unsicher. 

Das ist das Abstimmungsergebnis auf Instagram. Daten: Eigene Instagram-Umfrage; Grafik: KI-generiert mit ChatGPT (OpenAI), redaktionell geprüft.

316 Stimmen auf WhatsApp zeichnen ein noch eindeutigeres Bild: Rund 95 Prozent der 316 Menschen stimmten mit "Ja, auf jeden Fall". Nur sechs beziehungsweise neun Wahlberechtigte möchten gar nicht zur Wahl oder wissen es bislang nicht.

Bei WhatsApp war das Abstimmungsergebnis noch eindeutiger. Daten: Eigene WhatsApp-Umfrage; Grafik: KI-generiert mit ChatGPT (OpenAI), redaktionell geprüft.

Damit taten 536 Personen ihre Meinung kund, ganz nach dem Motto: "Demokratie lebt von freien Wahlen". Dopplungen können wir dabei nicht ausschließen. Ein Befragter hat sogar schon abgestimmt: "Habe schon per Briefwahl gewählt, weil wir im Urlaub sind."

Warum geht ihr zur Wahl?

Entsprechend zum Umfrageergebnis äußern sich die Nutzer zur Kommunalwahl am 13. September 2026: "Demokratie lebt von freien Wahlen", äußert einer, und ist für jemand anderen "mein Recht und meine Pflicht". 

Zu den gegenläufigen politischen Tendenzen im Bundesvergleich schreibt ein Kommentator recht ausführlich: "[Weil] die Demokratie nur durch Beteiligung lebt. 'Nie wieder ist jetzt' ist keine Floskel. Wir Demokraten und Demokratinnen müssen verhindern, dass rechte und menschenverachtende Politik an die Macht kommt." 

Ein wohl eher seltener Sonderfall "steh[t] selbst zur Wahl" und möchte dehalb ins Wahllokal.

Auch Unzufriedene äußern sich

"Weil es so nicht weitergehen kann", "es in Deutschland anders werden muss" und "es Zeit für Veränderungen ist!", entgegnen Menschen wiederum, die mit den politisch Verantwortlichen bisher nicht einverstanden sind. Ein Kritiker äußert, dass "ich dann wenigstens versucht habe, dass meine Stimme Einfluss auf die aktuelle Politik nehmen kann".

Ähnlich argumentiert ein weiterer Leser: dass "es meine Pflicht ist, als Deutscher sich für sein Land einzusetzen. Auch wenn die Politiker oft machen, was sie wollen, ist es immer einen Versuch wert, für Besserung."

Eine Kommentatorin auf WhatsApp geht in Bezug auf Cuxhaven ins Detail: "Ich gehe wählen, weil es Zeit für einen Wechsel im Rathaus ist. Unter Uwe Santjer läuft mir das alles viel zu zögerlich - wichtige Entscheidungen dauern ewig und die Stadtverwaltung ist total schwerfällig geworden. Außerdem wächst der Schuldenberg in Cux."

Sorge vor radikalen Tendenzen da

Nicht wenige äußern ihre Bedenken zu Parteien, die im politischen Spektrum eher links oder rechts zuzuordnen sind. "Ich [möchte] meine Stimme keinen Rechts- und Linksradikalen überlassen", ist einige Male in ähnlicher Form zu lesen. Vor allem die Sorge vor rechten Strömungen lässt sich aus jenen Kommentaren extrahieren, die sich "gegen den rechten Abschaum wehren". Auch die Bürgerpflicht wird häufig erwähnt.

Das waren die häufigsten Aussagen von beiden Social-Media-Kanälen. Grundlage: Antworten aus Instagram und WhatsApp, anonymisiert; Illustration: KI-generiert mit ChatGPT (OpenAI), redaktionell bearbeitet.

Nur wenige Teilnehmer sind von der Wahl exkludiert

Von allen Befragten dürfen acht nicht an der Wahl partizipieren. Die Gründe dafür können vielfältig ausfallen. Sei es das Alter, die Staatsangehörigkeit oder potenzielle Wähler, die "[…] zu kurz in Cuxhaven wohnen und nicht dürfen" oder ein Nutzer, der schreibt: "Weil ich nicht in Cuxhaven wohne".

Wie ist die Informationslage bei den Nutzern?

Auf unsere Frage, ob sich unsere Leser gut informiert sehen, gab es unterschiedlichste Antworten. Von "gar nicht" bis "sehr gut" war alles dabei. Resultat ist ein Durchschnittswert von "geht so" über alle Abstimmungswerte. Möglicherweise gibt es in diesem Punkt "Luft nach oben".

Viele Menschen haben mitgemacht

Diese kleine und nicht repräsentative Umfrage unter unseren Nutzern zeigt vor allem eines: Das Interesse ist da und es ist groß. Und die Menschen möchten teilhaben, sich einbringen. 

Abschließend möchten wir uns bei allen Nutzern bedanken, die uns ihre Meinung mitgeteilt haben. Auch dies gehört zum demokratischen Prozess. Ganz im Sinne, dass "wir unsere Demokratie nutzen sollten. Das ist in vielen Ländern nicht selbstverständlich."

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