Bahnunfall in Hemmoor: Zug erfasst Fahrradfahrerin - Frau in Lebensgefahr
Eine Frau ist bei einem Bahnunfall in Hemmoor (Samtgemeinde Hemmoor / Landkreis Cuxhaven) lebensgefährlich verletzt worden. Die Bahnstrecke Hamburg-Cuxhaven wurde gesperrt, ist inzwischen aber wieder freigegeben.
Gerade erst hatte sich der Zug am Hemmoorer Bahnhof wieder in Bewegung gesetzt. Doch dann geschah das Unglück: Eine Frau wurde vom Zug erfasst. Sie schwebt in Lebensgefahr.
Gegen 10.10 setzte sich die Bahn der Verkehrsgesellschaft Start Unterelbe am Donnerstagvormittag (15. August 2024) am Bahnhof in Cuxhaven in Bewegung. Eine halbe Stunde später verließ der Zug den Bahnhof in Hemmoor, um die Fahrt in Richtung Hamburg fortzusetzen. Bis hierhin verlief die Tour planmäßig.
Unfall am Bahnübergang Ackerstraße in Hemmoor
Doch keine fünf Minuten später - gegen 10.45 Uhr - leitete die Lokführerin eine Vollbremsung ein. Vor ihr tauchte am Bahnübergang an der Ackerstraße zum Mühlenreiher Weg - etwas über einen Kilometer vom Bahnhof entfernt - eine Fahrradfahrerin auf den Bahnschienen auf.

Die Notbremsung kam zu spät. Der Zug erfasste die 56-jährige Hemmoorerin. Nach derzeitigem Ermittlungsstand der Polizei hatte die Frau den Bahnübergang trotz geschlossener Schranken passieren wollen. Laut Stephan Hertz, Pressesprecher der Polizeiinspektion Cuxhaven, sei die Fahrradfahrerin zwar erfasst, aber nicht vom Zug überrollt worden. Stattdessen sei sie einige Meter weit geschleudert worden. Wie schnell die Bahn war, als sie mit der Frau kollidierte, konnte der Polizeisprecher am Donnerstagmittag nicht sagen.

Zugunfall in Hemmoor: Frau lebensgefährlich verletzt
Klar ist aber, dass die 56-Jährige bei der Kollision lebensgefährlich verletzt wurde. Mit einem Rettungswagen kam sie in ein Krankenhaus.
Die 45-jährige Lokführerin erlitt den Angaben zufolge einen Schock. Auch sie musste laut Polizei behandelt werden. Die Fahrgäste im Zug blieben den Angaben zufolge unverletzt.

Gegen Mittag wurde die Strecke nach Abschluss der Unfallaufnahme wieder freigegeben. Bis dahin wurden Fahrgäste, die in Richtung Hamburg oder Cuxhaven wollten, mit dem Anrufsammeltaxi und mit Bussen befördert. Mehrere Züge waren von der Streckensperrung betroffen. Auch die verunfallte Bahn setzte ihre Fahrt nach der Freigabe und nach einem Fahrerwechsel fort.