Neubau feierlich eingeweiht: Gute Nachrichten für die Schüler des Gymnasiums Warstade
Elf Millionen Euro hat der Landkreis Cuxhaven in die Erweiterung des Gymnasiums Warstade in Hemmoor investiert. Am Dienstag (25. Februar) wurde der Neubau feierlich eingeweiht. So sieht der Erweiterungsbau aus.
Am Dienstagvormittag füllte sich die neue Aula des Gymnasiums, die Stimmung war ausgelassen. "Bei der Grundsteinlegung im September 2023 habe ich zum ersten Mal den Begriff 'Pappkarton‘ gehört. Was wir heute hier haben, ist mit dem alten Provisorium nicht zu vergleichen. Der Neubau hat eine Bruttogeschossfläche von 1831 Quadratmetern mit Mensa, Aula, drei allgemeinen Unterrichtsräumen, zwei Musikräumen, Lagerräumen und Toiletten", schwärmte Landrat Thorsten Krüger in seiner Eröffnungsrede.

"Den 'Pappkarton‘ nie wieder erwähnen"
Außerdem wurde die gesamte Heizungsanlage erneuert, eine Wärmepumpe und eine Photovoltaikanlage installiert, und bis zum 30. April sollen auch die Außenanlagen fertiggestellt sein. Der Landrat betonte immer wieder, wie wichtig es sei, in die Bildung zu investieren, denn: "Investitionen in Bildung sind Investitionen in die Demokratie", so Krüger.

Einer, der sich am Dienstagmorgen noch mehr freute als der Landrat, war Schulleiter Sebastian Auschra. Er lächelte zu Beginn seiner Rede, schaute sich um und sagte: "Schön ist es geworden." Helle Räume, breite Flure, moderne Ausstattung, viel Neues gab es zu sehen. "Was für ein Wandel. Vor kurzem stand hier noch der 'Pappkarton‘, ein Anbau, der einst als Provisorium gedacht war und im Laufe der Jahre eine gewisse Berühmtheit erlangte. Jetzt freuen wir uns über das neue Gebäude und ich werde den 'Pappkarton‘ nie wieder erwähnen", versprach Auschra.

Der Schulleiter freute sich vor allem über die vielen neuen Möglichkeiten für die Schülerinnen und Schüler. Dazu gehört unter anderem das gemeinsame Mittagessen, das künftig viermal pro Woche angeboten werden kann. "Die Schülerinnen und Schüler werden in den kommenden Jahren enorm von dieser Investition profitieren. Das neue Gebäude ist ein Gewinn, der sich nicht in Euro und Cent messen lässt", sagte Schulleiter Auschra, der sich erneut umschaute, und wiederholte: "Schön ist es geworden." Anschließend konnten die Anwesenden das neue Gebäude unter die Lupe nehmen - alle waren sichtlich begeistert. Ein Prozess, der vor rund zehn Jahren begonnen hat, ist nun abgeschlossen.

Die Investition war dringend notwendig
Dass diese Investition in den jahrzehntealten Gebäudebestand notwendig war, war für Politik und Verwaltung auf Kreisebene kein Geheimnis. Als Negativbeispiel für den teilweise desolaten Zustand galt der inzwischen abgerissene "Pappkarton". Ein in Leichtbauweise angelegter Gebäudeteil, der aber nie einem Ersatzbau gewichen war.

Generationen von Schülerinnen und Schülern hatten das zweifelhafte Vergnügen, in diesen Räumen unterrichtet zu werden, bei denen es im Sommer zu warm und im Winter zu kalt war und bei dem man auch drinnen gleich merkte, dass es regnete, da das Dach die eine oder andere Schwachstelle aufwies. Doch das ist Vergangenheit. Der "Pappkarton" ist weg.
