Ausbau des Hemmoorer Gymnasiums: Baufortschritt wird beim Richtfest deutlich
Elf Millionen Euro investiert der Landkreis Cuxhaven in den Ausbau des Hemmoorer Gymnasiums. Läuft alles nach Plan, können Anfang 2025 die neuen Räumlichkeiten genutzt werden. Wie es mit dem Baufortschritt aussieht, wurde beim Richtfest deutlich.
Dass eine Investition in den jahrzehntealten Gebäudebestand notwendig ist, war für Politik und Verwaltung auf Kreisebene kein Geheimnis. Als Negativbeispiel für den teilweise desolaten Zustand galt der inzwischen abgerissene "Pappkarton". Dabei handelte es sich um ein vor Jahrzehnten ursprünglich als Provisorium und in Leichtbauweise angelegtes Gebäudeteil, das aber nie einem Ersatzbau gewichen war. Generationen von Schülerinnen und Schülern hatten das zweifelhafte Vergnügen, in diesen Räumen unterrichtet zu werden, bei denen es im Sommer zu warm und im Winter zu kalt war und bei dem man auch drinnen gleich merkte, dass es regnete, da das Dach die eine oder andere Schwachstelle aufwies.
Doch das ist Vergangenheit. Der "Pappkarton" ist abgerissen und seit dem vergangenen Jahr sind die Bauarbeiter damit beschäftigt, das Gymnasium baulich aufzurüsten, um ein Umfeld zu schaffen, in dem Lernen auch Spaß machen kann und effektiv ist. Landrat Thorsten Krüger skizzierte bei dem Richtfest unter anderem den Bau einer Mensa, einer Aula, drei zusätzlicher Unterrichtsräume sowie zweier Musikräume. Insgesamt spreche man über eine Gesamtfläche von rund 1800 Quadratmetern.

"Gute Zukunft für uns alle"
Es handele sich nicht nur in Sachen Bildung um eine Investition in die Zukunft, sondern das Projekt stehe auch für Nachhaltigkeit und Klimaschutz. So werde die gesamte Heizungsanlage erneuert, eine Wärmepumpe eingebaut und eine Photovoltaik-Anlage installiert. Der Landrat sprach, bevor die Handwerker den Richtspruch hielten, von einem "energieeffizienten Gebäude", für das es eine KfW-Förderung von mehr als 450.000 Euro gäbe. Krüger: "Ich denke, der Erweiterungsbau wird ideale Bedingungen für eine angenehme Lernatmosphäre bieten." Und das sei wichtig: "Bildung ist eine Voraussetzung für eine gute Zukunft für uns alle."
Vorgesehen ist nach Angaben von Projektleiter Thomas Rosenow (Firma Lindemann, Stade), dass die Fertigstellung weitgehend im 1. Quartal kommenden Jahres erfolgt. Den Durchbruch vom alten Gymnasium zum Neubau gibt es übrigens schon in den bevorstehenden Osterferien.
Der stellvertretende Schulleiter Karsten Vandamme betonte am Rande des Richtfestes mehrfach, dass der Schulbetrieb durch die Bauaktivitäten bislang nicht gelitten habe: "Da hatten wir ganz enge Absprachen mit den Baufirmen, wenn zum Beispiel Prüfungen anstanden. Das hat immer hervorragend geklappt."