Notaufstieg im Hemmoorer Kreidesee: Taucherin nach Unfall in Druckkammer behandelt
Eine 50-jährige Taucherin aus Achim musste nach einem Notaufstieg am Kreidesee Hemmoor (Kreis Cuxhaven) mit dem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik nach Halle geflogen werden.
Am ersten Pfingsttag, Sonntag (24. Mai 2026), ist es am Kreidesee in Hemmoor (Kreis Cuxhaven) zu einem Tauchunfall gekommen. Gegen 13 Uhr wurden die Rettungskräfte alarmiert, nachdem eine 50-jährige Taucherin aus Achim (Landkreis Verden) aus bislang ungeklärter Ursache einen Notaufstieg aus rund 20 Metern Tiefe durchführen musste.
Notaufstieg aus 20 Metern Tiefe
Ein Rettungswagen des Cuxland-Rettungsdienstes traf nur wenige Minuten nach der Alarmierung am Einsatzort ein. Die Frau war ansprechbar und wurde umgehend medizinisch erstversorgt. Da eine Behandlung in einer Druckkammer erforderlich war, wurde zusätzlich der ADAC-Rettungshubschrauber "Christoph 26" aus Sanderbusch angefordert.

Transport mit Rettungshubschrauber nach Halle
Während sich der Hubschrauber im Anflug befand, brachte der Rettungsdienst die Patientin zum Hubschrauberlandeplatz an der Johann-Heinrich-Hagenah-Straße. Dort wurde die Versorgung der Taucherin fortgesetzt. Rund 20 Minuten später landete der Rettungshubschrauber und übernahm die Frau. Anschließend wurde sie in das Zentrum für Hyperbarmedizin des Universitätsklinikums Halle (Saale) geflogen, wo die weitere Behandlung in einer Therapiedruckkammer erfolgte.
Über das Pfingstwochenende halten sich nach Angaben vor Ort rund 1000 Taucherinnen und Taucher am und im Kreidesee Hemmoor auf. Der aktuelle Vorfall war in diesem Jahr der erste registrierte Tauchunfall.

Umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen am Kreidesee
Die Sicherheitsmaßnahmen am Kreidesee gelten als umfangreich. An Wochenenden und Feiertagen ist ein eigener Wach- und Rettungsdienst der Tauchbasis im Einsatz. Dieser überwacht das gesamte Gelände, kontrolliert die Ausrüstung der Taucherinnen und Taucher sowie die Einhaltung der vorgeschriebenen Tiefengrenzen. Zudem gelten strenge Tauchregeln, um ein Höchstmaß an Sicherheit zu gewährleisten.
Die genaue Ursache des Unfalls war zunächst unklar. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.
Von Jürgen Lange

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